Heute widmen wir uns einem Ekel-Thema der besonderen Art und stellen euch die zehn ekligsten Parasiten vor. Menschen, die bereits beim Gedanken daran ausgeprägten Ekel verspüren, warnen wir an dieser Stelle schon einmal ausdrücklich.

Top 10 der ekligsten Parasiten

Parasiten unterscheiden sich von gewöhnlichen Kriechtieren durch ihre Lebensweise. Sie benötigen in der Regel einen Wirt, um zu überleben und nehmen so Mensch und Tier ein, um meist von den Körperflüssigkeiten dieses Organismus zu leben. Im Deutschen bezeichnet man den Parasiten auch als Schmarotzer.

Menschen ekeln sich vor Parasiten, da sie erhebliche gesundheitliche Schäden bei Säugetieren auslösen können, meist klein sind und sogar über längere Zeit unentdeckt im Wirt leben können. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt Parasiten zu den sechs gefährlichsten Ursachen tödlicher Krankheiten.Für viele gleicht alleine der Gedanke an diese Spezies einem Alptraum. Dazu muss unbedingt gesagt werden, dass es auch viele Exemplare gibt, die (behandelt) ungefährlich sind.

Penisfisch

Der erste Parasit aus unsere Liste dürfte insbesondere den männlichen Lesern einen kalten Schauer über den Rücken jagen, denn er nistet sich im besten Stück des Mannes ein. Die bis zu 15 Zentimeter großen Tierchen werden auch Caneros genannt und lebt im flachen Wasser über den Sandbänken des Amazonas. Normalerweise wittert er die Harnstoffe, die große Fische über ihre Kiemen ausstoßen, um sich dann in ihren Kiemen festzusetzen. Doch der wurmartige Penisfisch verirrt sich gelegentlich, nämlich dann wenn ein Mann ins Wasser uriniert. Dann kann es vorkommen, dass er das Kronjuwel des armen Pinklers ins Visier nimmt.

Dasselfliege

Ähnlich widerlich ist die Vorstellung, dass die Larve einer Fliege unter unserer Haut heranwachsen könnte. Einige Menschen mussten diese traumatische Erfahrung bereits machen. Dasselfliegen – genauer gesagt Hautdasseln – kleben ihre befruchteten Eier an die Haare von zumeist Huftieren. Dort schlüpfen die Larven und graben sich in das Gewebe ihres Wirts wo sie langsam heranwachsen und teilweise Wanderungen durch den ganzen Körper unternehmen. Dabei können sogar Lähmungen auftreten. Auf ihrem Wirt sind sie gut zu sehen, wenn sie durch das Stigma genannte Atemloch nach Luft schnappen. Doch gelegentlich wird auch der Mensch als Brutkasten gewählt, wie hier im Video.

Beim Menschen können sich die Dasselfliegen zum Glück nicht gut entwickeln, doch bei Tieren wachsen die Larven zu deutlich größeren und vor allem ekligeren Viehchern heran. Dann können sie auch bis zu 3,5 Zentimetern groß werden und sind aufgrund ihrer Fülle kaum zu übersehen. Dicke geschwülstige Höcker sind dann unter sichtbar, dazu die großen charakteristischen Atemlöcher. Das folgende Video zeigt einen extrem weit fortgeschrittenen Befall eines Affen

Fadenwürmer

Der Fadenwurm gehört zu den weltweit am verbreitetsten Parasiten. Er wird auch Aftermade genannt, da er sich in den Säugetier-Gedärmen niederlässt. Die Würmer kommen beispielsweise in rohem Fisch vor und sind somit besonders in Gerichten wie Sushi kritisch. In Ländern ohne komplexe Hygienevorschriften sollte daher auf den Sushi-Verzehr verzichtet werden. Außerdem können sie über Kot als Düngemittel übertragen werden. Eine Infektion ist aber meist harmlos und kann mit Medikamenten gut behandelt werden. Um einem Befall vorzubeugen, sollten außerdem besonders Haustierbesitzer und Kinder, die gerne fremde Tiere streicheln, ihre Hände gründlich reinigen.

Loa loa

Eine Unterart der Fadenwürmer, auch Augenwurm genannt. Er kommt im tropischen Afrika vor und setzt sich im menschlichen Unterhautfettgewebe fest. Bei Wanderungen durch den Körper ist es bereits mehrmals vorgekommen, dass er das menschliche Auge befallen hat. Dort kann er fürchterliche Schmerzen verursachen und bis zu 17 Jahre überleben. Dabei können sie eine beachtliche Länge entwickeln. Der Wurm, der im Video aus dem Auge des Wirts entfernt wird, ist 20 Zentimeter lang – scheußlich.

Fliegenmaden

Fliegen legen ihre Eier in tierischem und menschlichem Gewebe zur Weiterentwicklung ab. Wundsekrete, die Nasenschleimhaut, Ohrgänge und die Kopfhaut sind besonders leicht zugängliche Stellen für die Parasiten. Daraus schlüpfen Maden, die aus dem Fliegenei in die Haut eindringen. Es entsteht ein schmerzhafter Hautknoten, der oft mit zusätzlichen Symptomen wie Fieber verbunden ist. Auch der arme Hund im Video, der von bis zu 1.000 Maden der Mangofliege befallen ist, hat hohes Fieber.

Hautmaulwurf

Ziellos unter der Haut herumirrende und teilweise sogar von außen sichtbare Würmer sind kein Produkt von Hitchcocks Fantasie. Hakenwurm-Larven, die sich in die menschliche Haut verirren gibt es wirklich. Hunde und Katzen sind die natürlichen Wirte dieses Wurms, gelangt er etwa durch Tierkot in den Menschen, kann er sich in diesem „falschen“ Wirt nicht weiterentwickeln, irrt umher. Es entstehen stark juckende Gänge in der Haut, auch Geschwüre und Blasen können vorkommen.

Blutegel

Erwachsene Blutegel können bis zu 15 Zentimeter lang werden, sie saugen sich an tierischer und menschlicher Haut fest und sägen diese an, um an das Blut zu kommen. In nur 30 bis 60 Minuten kann ein Blutegel das fünffache seines Körpergewichts aufsaugen. Gut zu wissen: Nach der Sättigung fällt der Egel alleine von seinem Wirt ab und benötigt danach bis zu ein Jahr lang keine Nahrung. Blutegel sind auch in Deutschland in Gewässern wie Bächen zu finden und werden sogar zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt.

Parasiten

Blutegel saugt sich am Menschen fest, Quelle: Wikipedia/GlebK

Leberegel

Wie der Name bereits erahnen lässt, setzt sich dieser Parasit in der Leber des Wirts fest. Durch rohe Schafs- und Ziegenleber oder Wasserkresse gelangt er in den menschlichen Körper, löst Bauchschmerzen, Fieber und eine vergrößerte Leber aus. Er kann außerdem zur Krankheit Fasciolose (Leberegelkrankeit) führen.

Parasiten

Foto: Wikipedia/Flukeman

Toxoplasma gondii

Ein bogenförmiger Parasit, der 1907 in Tunesien zum ersten Mal entdeckt wurde. Seine Merkmale: Er ist mit einer Größe von zwei bis fünf Mikrometern winzig und kann sich nach dem Eindringen in seinen Wirt rasend schnell vermehren. Er zählt zu den bekanntesten Gehirn-Parasiten des Menschen und könnte nach wissenschaftlichen Untersuchungen sogar in der Lage sein, die Ausschüttung chemischer Botenstoffe zu lenken und damit das menschliche Verhalten zu manipulieren. Gruslig! Denn Toxoplasma gondii lebt oft unbemerkt im Menschen. In Deutschland sind bis zu 50 Prozent der Bevölkerung von dem Parasiten durchsetzt.

Milben

Die Krätze ist eine allgemein bekannte Erkrankung. Die Ursache: Milben, die sich in die menschliche Haut bohren und ihre Gänge an weichen Stellen wie den Fingern, Handgelenken, Unterarmen oder im Genitalbereich graben. Starker Juckreiz kann ein Symptom eines Silbenbefalls sein.

Parasiten

Milbe unter dem Elektronenmikroskop


Welche Parasiten findet ihr am widerwärtigsten? Habt ihr vielleicht selbst schon mal unter einem Befall gelitten? Wir sind gespannt auf eure Kommentare.

Quelle Titelbild: Wikipedia/Alexsey Nosenko / Maggot Medicine


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Politik, Kultur und Kunst sind meine Spezial-Themen. Wenn ich nicht für Bluemind oder meinen Blog Unangepasst schreibe, findet ihr mich entweder in der Ferne mit einem Literatur-Klassiker am Strand oder bei einer Ausstellung.