Das Google nicht mehr nur eine Suchmaschine im Internet ist, dürfte mittlerweile jedem bekannt sein. Dank zusätzlicher Dienste wie Gmail, Android oder Google Plus versuchte der Internetkonzern aus Kalifornien in die unterschiedlichsten Lebensbereiche der eigenen Nutzer einzudringen. Den Wenigsten ist dabei aber bekannt, dass Google mit seinen „Xlabs“ Laboren auch im Bereich der Medizin versucht tätig zu werden. Googles Medizin Projekte sind dabei so vielfältig wie das Unternehmen selbst. An was der Suchmaschinengigant aktuell arbeitet und auf was wir uns in der Zukunft freuen können, erfahrt ihr hier.

Google Calico

Google Calico

So beschreibt sich Google Calico auf der eigenen Homepage.

Mit Google Calico versucht die Suchmaschine mit dem buntem Logo altersbedingte Krankheiten zu heilen, um dadurch den Alterungsprozess zu verlangsamen. Was man sich darunter vorstellen kann und wann mit Ergebnissen zu rechnen ist, scheint aber so nebulös wie ein Sherlock Holmes Roman.

Von Google Gründer Larry Page wurde bisher nicht viel über Google Calico verraten. Bekannt ist nur, dass das Unternehmen von dem Biologen Arthur Levinson geleitet werden soll. Dieser machte sich bereits als CEO von Genentech einen Namen bzw. durch seine Tätigkeit als Chairman bei Apple.

Der genaue Forschungsschwerpunkt von Google Calico scheint aber noch nicht vollständig festgelegt zu sein. So kündigte Larry Page in einem Interview mit der Time bereits an, dass der Weg noch unbekannt sei, den man mit Google Calico einschlagen werde, und die finanzielle Ausstattung deshalb noch ausbaufähig sei. Für uns ist die „California Life Company“ – die etwas längere Form von Calico – auf jeden Fall eines der spannendsten Google Medizin Projekte und wird auch in Zukunft weiter von uns verfolgt werden.

Wenn ihr noch mehr über Google Calico erfahren möchtet, dann schaut doch unbedingt bei unserem Artikel zu dem Unternehmen vorbei.

Google Smart Lense

Anders als man meinen mag ist die Google Smart Lense keine Weiterentwicklung von Google Glass. Stattdessen verbirgt sich hinter diesem Medizin Projekt von Google eine intelligente Kontaktlinse die den Blutzuckerspiegel des Trägers messen soll.

Dazu wurde in die Kontaktlinse ein kleiner Bereich eingebaut, in denen die Tränenflüssigkeit hineinlaufen kann, um dann automatisch durch die Google Smart Lense analysiert zu  werden. Alle elektronischen Einheiten wurden dabei so verbaut, dass sie weder der Iris noch dem restlichen Auge schaden können. Die intelligente Kontaktlinse besitzt zusätzlich noch eine winzige – dünner als ein Menschenhaar – verbaute Antenne mit der die gemessenen Daten ausgelesen werden können.

Anders als Google Calico konzentriert sich dieses Google Medizin Projekt auf einen sehr abgegrenzten Nutzerbereich. Diabetes-Patienten könnten dank Google Smart Lense ihren Blutzuckerspiegel ohne Blutuntersuchung messen und ihr Leben somit schmerzfreier gestalten.

Google Smart Lense auf einem Finger

Quelle: Google

In Zukunft plant man auch noch weitere Messungen hinzuzufügen bzw. die Messung des Glukose-Spiegels genauer durchzuführen. So kann zum Beispiel bei trockenen Augen – ausgelöst durch starken Wind – oder bei sehr tränenreichen Augen kein exaktes Messergebnis garantiert werden.

Zusätzlich plant man für die Zukunft auch die Google Smart Lense mit einer kleinen Lampe auszustatten, sodass der Träger auch optisch auf eine zu starke Änderung seines Blutzuckerspiegels hingewiesen werden kann. Da aktuelle Lösungen mit LED-Lampen aber das giftige Arsen enthalten, fehlt es aktuell aber noch an Möglichkeiten der Umsetzung.

Mehr zur Google Smart Lense könnt ihr außerdem hier in unserem speziellen Artikel über die intelligente Kontaktlinse von Google erfahren.

Die Google Krebsforschung

Eine der schlimmsten altersbedingten Krankheiten, mit denen Google Calico sich auseinandersetzen muss, ist Krebs. Aus diesem Grund ist die Krebsforschung ein Schwerpunkt in den Bemühungen Googles. Mit der Google Krebsforschung versucht das Unternehmen Krebs und Tumore frühzeitig zu erkennen, um somit eine Behandlung der Erkrankung beginnen zu können, solange noch keine ernsthaften Probleme aufgetreten sind.

Zu diesem Zweck arbeitet der Internetkonzern aktuell an einem Frühwarnsystem, um möglichst schnell eine Ausbreitung der Krankheit verhindern zu können. Nach den Plänen von Google sollen wir in Zukunft winzige Nanopartikel zu uns nehmen, die dann mit unserem Blut durch unseren Körper zirkulieren.

Treffen die Nanopartikel dann auf eine Krebszelle, binden sie sich daran fest und beginnen zu leuchten. Das Leuchten fällt dabei so gering aus, dass es durch das menschliche Auge nicht wahrnehmbar ist. Um die identifizierten Krebszellen dennoch zu erkennen, entwickelt Google zusätzlich ein Armband, dass diese kleinen Lichtblitze erkennen und analysieren kann.

Google Krebstechnologie

So sollen Googles Nanomaschinen funktionieren.

Bemerkt das Armband eine zu große Menge von Krebszellen, schlägt es Alarm und rät zum Besuch beim Arzt. Ähnlich wie die Mammographie bei Frauen versucht dieses Medizin Projekt von Google ebenfalls präventiv tätig zu werden. Der Patient soll den Arzt besuchen bevor der Krebs eine kritische Größe angenommen hat bzw. sich ausbreiten konnte. Für die Unsterblichkeitsidee von Google Calico ein wichtiges Puzzleteil.

Um die Erkennung der kleinen Lichtblitze besser erforschen zu können entwickelte Google sogar eine spezielle Armattrappe aus echter menschlicher Haut. Wie gut die Technik aber in Zukunft funktionieren wird, muss sich noch zeigen. Wenn ihr mehr zur Google Krebsforschung erfahren möchtet, dann schaut doch mal bei unserem speziellen Artikel zu diesem Thema vorbei.


Uns geben Googles Medizin Projekte Hoffnung für ein sorgenfreieres Leben. Natürlich gibt es bereits zahlreiche Pharmaunternehmen, die an ähnlichen Methoden arbeiten aber für eine innovative Zukunft kann es nie schaden einen Innovator wie Google mit an Board zu haben. Mit anderen Projekten konnte die Suchmaschine bereits zeigen, dass sie viel mehr kann als nur Werbung einzublenden. Wir sind auf jeden Fall gespannt mit was uns Google in Zukunft überraschen wird und freuen uns auf die Chance für ein gesünderes Leben. Was sagt ihr aber zu Googles Medizin Projekten?


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