Thailand ist ein fantastisches Land, um mit dem Backpacking zu beginnen – und das habe ich gemeinsam mit zwei Freunden auch getan. Es erwartet einen dort ein bunter Mix aus reichlich Kultur, atemberaubender Natur, Traumstränden für reichlich Entspannung und ein unglaublich herzlicher Menschenschlag. Zudem ist das Preisniveau sehr urlauberfreundlich, sodass man für drei Wochen inklusive Flug mit 1.600 Euro wirklich sehr gut auskommen kann. Wohnt man spartanischer, als wir das getan haben, sind kann man noch etwa 150 Euro einsparen. Der folgende Artikel beschreibt unsere Reise sehr genau, geht auf Kosten ein und enthält auch wichtige Angaben zu Unterkünften und insbesondere Transfers. Denn gerade die Wahl des geeignetsten Verkehrsmittels lässt sich nicht immer auf die Schnelle recherchieren. Wer also Lust auf Backpacking in Thailand hat, der könnte diese Route auch eins-zu-eins nachreisen ohne sich darüber hinaus großartig informieren zu müssen.

Bangkok (Tag 1 – 2)

Da jeder internationale Flug nach Thailand zunächst in Bangkok landet, war das natürlich auch unser erstes Ziel. Die 8,2 Millionen Einwohner große Hauptstadt bietet unzählige Tempel, die zu bestauen sind, jede Menge Tagesausflüge, Streetfood en masse und natürlich ein blühendes Nachtleben.

Der Flug

Der Flug von Frankfurt am Main nach Bangkok war mit 580 Euro hin und zurück recht günstig. Wer nicht auf einen Direktflug besteht und zeitig bucht, kann hier sicher noch ein paar Euro sparen. Da uns gute 10 Stunden Flug ausreichend lang erschienen, haben wir uns für den Direktflug mit Thai Airways entschieden. Damit waren wir auch sehr zufrieden, denn das Essen war gut, die Beinfreiheit ausreichend und die Filmauswahl sehr umfangreich. So gestaltete sich die lange Reise recht kurzweilig. Angekommen sind wir um 6.20 Uhr morgens, sodass wir den ganzen Tag zur Verfügung hatten und kein Jetlag drohte.

Transfer vom Flughafen

Am einfachsten bestreitet Ihr den Weg mit einem öffentlichen Taxi vom Flughafen aus. Direkt nach dem Ausgang befinden sich die öffentlichen Taxi-Stände, wo Ihr an einem Automaten eine Nummer zieht und dann zum entsprechenden Taxi geht. Besteht hier und generell immer auf das Taxameter, denn sonst werdet Ihr auf jeden Fall über den Tisch gezogen. Einkalkulieren müsst Ihr 50 Baht Flughafengebühr und 75 bis 100 Baht Maut für die Nutzung des Highways. Insgesamt sollte die Fahrt selbst mit Stau nicht mehr als 500 Baht kosten. Die reine Fahrzeit ins Zentrum beträgt etwa 30 Minuten, aber der Verkehr ist nicht zu unterschätzen, sodass auch eine Stunde keine Seltenheit darstellt.

Bangkok Airport

Begrünter Innenhof des Flughafens von Bangkok

Unterkunft

Wir sind in der UMA Residence im Stadtteil Dusit abgestiegen. Dort seid Ihr zwar etwas weit ab vom Schuss, da sich das Hotel ein gutes Stück nördlich des Zentrums befindet. Aber es ist auch ruhiger als beispielsweise auf der Backpacker-Meile Khao San Road. Das Hotel ist sehr zu empfehlen, denn ist sauber, das Personal super freundlich und das Frühstück sehr schmackhaft. Auch der Pool im begrünten Innenhof lässt einen die Hektik der Stadt schnell vergessen. Gebucht haben wir diese und andere Hotels immer über Agoda. Mit der App, die sowohl für Android als auch iOS kostenlos ist, könnt Ihr sehr bequem von unterwegs buchen und sogar per PayPal zahlen.

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Khao San Road

Nachdem wir im Hotel eingecheckt und uns frisch gemacht hatten, sind wir mit dem Boot (Station 18) den mächtigen Chao Phraya stromabwärts zur Khao San Road geschippert (Station 13). Die Straße ist die Backpacker-Meile schlechthin und dort ist echt was los. Es gibt jede Menge Hostels und wer gern mitten im Geschehen lebt, den Trubel liebt und weite Wege scheut, der findet dort sicher ein passendes Domizil.

Ansonsten kann man dort jede Menge Kleidung, Souvenirs und andere Dinge erstehen. Es ist zwar etwas anstrengend, die Verkäufer ständig abwimmeln zu müssen, wenn man „nur mal schauen“ will, aber das bunte Treiben ist dennoch sehr interessant. Die Preise sind dort aber etwas höher als auf anderen Straßenmärkten, wie beispielsweise denen in Chiang Mai oder Chiang Rai. Gutes und günstiges Essen findet man hier, wie überall in Bangkok, an jeder Ecke – plus gegrillte Skorpione.

Golden Mount

Von da aus ging es zu Fuß am Democracy Monument und kleineren Tempelanlagen vorbei zum Golden Mount. Der 79 Meter hohe Berg wurde künstlich aufgeschüttet und gehört zur Tempelanlage Wat Saket. Für 20 Baht könnt Ihr die 344 Stufen hinauf zur goldenen Chedi besteigen und einen fantastischen Ausblick über die Stadt genießen.

Quelle Bild 4: Wikipedia/Gerold Kogler

Wat Pho mit dem liegenden Buddha

Vom Golden Mount haben wir eines der dort warteten Tuk Tuks genutzt, um uns für 100 Baht zum Wat Pho kutschieren zu lassen. Mit diesem Gefährt müsst Ihr wenigstens ein Mal unterwegs gewesen sein. Aber Vorsicht: Die Fahrer bekommen Provisionen, wenn sie Touristen zu Bootstouren, Schneidereien etc. fahren. In der Regel wollen sie Euch also erstmal gern woanders hinfahren – so auch bei uns. Also im Vorfeld Ziel und Preis klar kommunizieren und dann im Zweifelsfall hartnäckig aber freundlich bleiben.

Für 100 Baht haben wir dann die große Anlage besichtigt und waren schwer begeistert. Das Highlight ist natürlich der unfassbar große liegende Buddha. Mit 46 Metern Länge und 15 Metern Höhe ist der vergoldete Reclining Buddha zwar nicht der größte seiner Art, aber trotzdem nicht minder beeindruckend. Außerdem waren die vier jeweils 42 Meter hohen Chedis sehr imposant. Sie sind liebevoll mit verschiedenfarbigen kleinen Kacheln besetzt, sodass sich ein hübsch anzuschauendes Mosaik ergibt.

Großer Palast

Direkt in der Nähe befindet sich auch der Königspalast, den man bei dieser Gelegenheit für 500 Baht ebenfalls ansehen könnte. Bei uns war er allerdings geschlossen, da König Bhumibol wenige Wochen zuvor verstarb und nun zahlreiche Trauerzeremonien im Palast abgehalten wurden. Tausende Menschen strömten von überall im Land zum Palast um ihre Anteilnahme und ihren Respekt auszudrücken. Solch eine Verehrung für ein Staatsoberhaupt haben wir noch nie erlebt. Die Bevölkerung wirkte tatsächlich sehr betroffen vom Ableben des geliebten Königs. Das zeigte sich im ganz Thailand. Überall waren große Plakate oder Banner installiert und Zäune von öffentlichen Einrichtungen mit schwarz-weißen Bändern versehen worden.

Aufgrund von Trauerzeremonien blieb uns der Zugang zum Palast des Königs leider verwehrt

Wat Arun

Ebenfalls nicht weit entfernt, am anderen Ufer des Chao Praya, liegt der Wat Arun. Die Anlage ist wie bei allen Tempeln sehr sehenswert und nach Einbruch der Dunkelheit ist der Tempel prachtvoll beleuchtet. Von der Flussseite, auf der auch der Königspalast liegt, gibt es direkt gegenüber vom Wat Arun eine Bar namens Eagle Nest. Sie befindet sich im ersten Stock über einem Restaurant und bietet einen traumhaften Ausblick auf den hell erleuchteten Tempel. Leider nur, wenn nicht gerade getrauert wird.

Quelle Bild 1: Wikipedia/Diego Delso

Kanchanaburi (Tag 3 – 4)

Transfer von Bangkok nach Kanchanaburi

Um die berühmten Erawan Wasserfälle 70 Kilometer nördlich von Kanchanaburi sehen zu können, sind wir in die knapp 30.000 Seelen große Stadt am Fluss Kwai gefahren. Dafür sind wir für 230 Baht mit dem Taxi zum Southern Bus Terminal in Bangkok gefahren und am Terminal 10 in die Linie 81 eingestiegen. Das Ticket könnt Ihr direkt am Bussteig für 110 Baht kaufen. Nach zweieinhalb Stunden Fahrt sind wir angekommen und haben uns mit dem Pickup-Taxi für 150 Baht zu unserer Unterkunft bringen lassen.

Unterkunft

Das Bamboo House können wir Euch als Unterkunft wirklich sehr empfehlen. Die günstigsten Hütten befinden sich auf dem Wasser und bieten keinerlei Luxus, während die teureren über alle Annehmlichkeiten verfügen, die man braucht: Klimaanlage, Kingsize Bett, eigenes Badezimmer. Wie Ihr Euch auch entscheidet, das Gelände ist wirklich wundervoll gestaltet und super gemütlich. Es liegt direkt am Kwai, sodass man wirklich einen tollen Ausblick genießen kann, wenn man abends auf der Veranda den Tag ausklingen lässt.

Brücke am Kwai

Ein paar Gehminuten von unserer Unterkunft entfernt befand sich ein kleiner Markt und die aus dem Film bekannte Brücke am Kwai. Die Fachwerkbrücke diente den Japanern im zweiten Weltkrieg als wichtige Verbindung zwischen Thailand und Burma. Da beim Bau der insgesamt 415 Kilometer langen Strecke zwischen 40.000 und 90.000 Zwangsarbeiter umgekommen sein sollen, bekam der auf ihr fahrende Zug den Namen Todeseisenbahn. Als wir uns vor Ort befanden, fuhr tatsächlich gerade einer dieser Züge im Schneckentempo über den Stahlkoloss. Gerade am Abend bietet sich auf der Brücke ein tolles Panorama, wenn die Sonne über dem Kwai untergeht.

Erawan Wasserfälle

Am nächsten Morgen haben wir einen Tagesausflug zu den Wasserfällen gemacht. Entweder Ihr lasst Euch dafür mit einem Taxi zum Busbahnhof in Kanchanaburi oder zu einer der Haltestellen bringen. Man sollte möglichst zeitig starten, da die Wasserfälle ab dem frühen Nachmittag sehr gut besucht sind. Wir sind um 8.00 Uhr gestartet und mit der Linie 8170 für 50 Baht zum Nationalpark gefahren und 10.30 Uhr angekommen. Das Ticket für den Park kauft Ihr direkt im Bus. Stellt Euch darauf ein, dass Ihr möglicherweise während der gesamten Fahrt stehen müsst. Bei uns war das bei Hin- und Rückfahrt der Fall – für große Menschen eine echte Tortur.

Im Park angekommen haben wir uns auf den Weg gemacht, um die sieben Stufen der Wasserfälle zu erklimmen. Der Wanderweg ist nur etwa 2,5 Kilometer lang, aber hat es bei der letzten Stufe schon in sich. Schaffbar ist alles problemlos, aber man sollte Schuhe tragen, die auch nass werden dürfen aber zugleich guten Halt bieten. Anfangs kann man problemlos trockenen Fußes über die gut befestigten Wege gehen, aber je höher man kommt, desto steiniger, steiler und rutschiger wird es. Wir haben bis zur siebten Stufe mit vielen Pausen für Fotos etwa zwei Stunden gebraucht. Auf dem Rückweg haben wir dann die paradiesischen Bademöglichkeiten genutzt. Hier empfehlen sich insbesondere die Stufen zwei und drei. Dabei kann man sich auch in aller Ruhe von den Fischen tote Hautpartien von den Füßen und Beinen knabbern lassen. Vorsicht: Kitzelalarm!

Chiang Rai (Tag 5 – 6)

Transfer von Kanchanaburi nach Chiang Rai

Um ganz in den Norden nach Chiang Rai zu kommen, sind wir mit der Buslinie 81 wieder zurück zum Busterminal nach Bangkok gefahren und von da aus mit dem Taxi für 250 Baht zum Don Muang Airport. Der Flug nach Chiang Rai war mit 26 Euro wirklich günstig und einfach das zeitsparendste Transportmittel. Dennoch geht für die Reise fast ein ganzer Tag drauf, aber das war es definitiv Wert, denn in Chiang Rai sollte man unbedingt gewesen sein. Und man kann dort auch deutlich mehr Zeit verbringen als wir es getan haben.

Unterkunft

Wir haben im Baan Malai gewohnt und waren sehr zufrieden. Es gibt ein einfaches aber ausreichendes Frühstück, die Zimmer sind sehr schön und waren vor allem auch recht günstig. Zudem ist der Busbahnhof und der Nachtmarkt fußläufig gut zu erreichen.

Thai Massage

Nachdem wir im Hotel eingecheckt und uns frisch gemacht hatten, führte uns der erste Weg nach der anstrengenden Reise zur Thai Massage. In der Nähe des Nachtmarktes und unweit des Hotels gibt es viele verschiedene Studios, die eine einstündige Massage schon für schlappe 250 Baht anbieten. Das müsst ihr mindestens ein Mal gemacht haben. Die Jungs und Mädels packen zwar wirklich fest zu, aber unangenehm war das keineswegs. Naja, vielleicht als meine Wirbelsäule geknackt hat wie eine Plastikflasche, die in einem Pfandautomaten zerdrückt wird. Aber insgesamt war es ein super Erlebnis und es fühlt sich an, als wäre dem Körper jegliche Spannung entwichen.

Nachtmarkt

Auf dem Night Bazar kann man im Nachgang entspannt shoppen gehen und anschließend den Abend bei Live-Musik und exzellentem Essen ausklingen lassen. So fand der anstrengende Reisetag doch noch ein sehr erholsames Ende, an das wir gern zurückdenken.

Weißer Tempel – Wat Rong Khun

Das Highlight unseres Besuches in Chiang Rai erwartete uns am nächsten Tag. Vom Busbahnhof aus sind wir für 20 Baht zum Weißen Tempel gefahren. Das ungewöhnliche Bauwerk wurde vom thailändischen Künstler Chalermchai Kositpipat gestaltet und gehört definitiv zu den Must Sees in Thailand. Mit viel Liebe zum Detail wurde dort der Zyklus der Wiedergeburt durch den Gang über die Brücke dargestellt, während Hände aus der Hölle nach einem zu greifen versuchen – oder einem auch mal den Stinkefinger zeigen.

Im Inneren des Tempels erwarten Euch neben einer obligatorischen Buddha-Statue eine imposant in Goldfarben bemalte Wand, die verschiedene Aspekte und Versuchungen der Welt darstellen. Dort sollte man unbedingt genau hinschauen. Wir haben Iron Man, Superman, den Anschlag auf das World Trade Center, Pikachu sowie weitere Pokemons, einen Greyhoud-Bus, Pearl Harbor, einen Ninja Turtle, einen Minion, einen Pepsi-Truck, Harry Potter, Son-Goku aus Dragon Ball, Spiderman, Alien, Godzilla und Ben10 gesehen.

Links vom Tempel wird die Anlage noch deutlich erweitert, denn aktuell sind erst 20 Prozent des Areals fertiggestellt. Die meisten Gebäude sind zwar bereits errichtet, doch größtenteils fehlt noch die aufwendige Verzierung im Stil des Hauptgebäudes. Da wundert es nicht, dass die Fertigstellung schätzungsweise erst im Jahr 2070 erfolgen soll. Dennoch gibt es auch im Außengelände einiges zu sehen, aber da wollen wir Euch nicht alles vorweg nehmen.

Transfer nach von Chiang Rai nach Chiang Mai

Nachdem wir mit dem Taxi zurück zum Hotel gefahren sind und unsere Rucksäcke geholt haben, ging es erneut zum Busbahnhof, um den Weg nach Chiang Mai anzutreten. Der Bus X105 hat uns für 160 Baht in 3,5 Stunden an unser Ziel gebracht. Da es sich um einen A-Class Bus handelte, gestaltete sich die Fahrt mit kleien Snacks, Wasser, Erfrischungstüchern und natürlich Klimaanlage recht angenehm.

Chiang Mai (Tag 7)

Unterkunft

In Chiang Mai bot uns das Wangburapa Grand Hotel Unterschlupf. Die Zimmer und das Hotel insgesamt waren sehr gepflegt und das Frühstück kam mit großer Auswahl daher. Der Pool hat dagegen schon bessere Tage gesehen. Für ein erfrischendes Bad am Abend und anschließender Entspannung auf den Liegen ist er aber durchaus zu gebrauchen. Da die Zimmer vergleichsweise günstig waren, können wir das also definitiv weiterempfehlen.

Sunday Market

Noch am Abend der Ankunft an Tag 6 haben wir uns den Sunday Market in der Altstadt angeschaut. Solltet Ihr ebenfalls an einem Sonntag in Chiang Mai verweilen, dann ist dieser Markt ein absolutes Muss. Zunächst einmal ist er wirklich riesengroß, sodass man dort problemlos fünf Stunden zubringen könnte. Folglich gibt es dort Dinge, die man eben nicht auf jedem x-beliebigen Touri-Markt in anderen Städten kaufen kann. Was uns sehr gefallen hat, war dass man nicht ständig von den Händlern angesprochen wird, sondern wirklich in Ruhe an den Ständen vorbei schlendern kann. Zudem wurde der Markt überwiegend von Thais selbst besucht. Das hat man besonders in dem super authentischen Food-Court gemerkt. Dort boten Händler alle möglichen Spezialitäten der thailändischen Küche feil. Gegessen wurde auf kleinen Hockern an langen Tischen oder einfach im Stehen. Es war zwar überfüllt aber dafür wirklich sehr authentisch!

Night Bazar & Muay Thai

Von anderem Kaliber war dagegen der Night Bazar außerhalb der Altstadt, den wir am nächsten Abend besuchten. Der war ganz klar auf Touristen ausgelegt und so waren die Händler eher aufdringlich und die Preise etwa doppelt so hoch wie am Tag zuvor. Hier haben wir uns eher unwohl gefühlt. Selbst das angebotene Essen war deutlich unattraktiver als auf dem Sunday Market. Zudem wurde man regelmäßig von leichten Damen angesprochen und auch angefasst. Das kann einem gefallen oder eben nicht.

Spannend war allerdings der in der Nähe stattfindende Boxkampf. Er fand im Chiang Mai Muaytai Boxing Stadium statt, wobei es sich tatsächlich nur um einen einfachen Ring handelte, der in der Vergnügungsmeile beim Le Meridian Hotel aufgebaut war. Ringsherum waren Plastikstühle aufgestellt, von denen man selbst in der letzten Reihe hervorragend sehen konnte. Es wurden sechs Kämpfe geboten, die insgesamt gute drei Stunden dauerten. Da waren die 400 Baht auf jeden Fall gut investiert, denn es wurde wirklich eine tolle Show veranstaltet. Wer sich im Anschluss anderweitig vergnügen möchte, ist dort ebenfalls gut aufgehoben. In den Ringpausen bot eine Lady des horizontalen Gewerbes ihre Leistungen samt Preisen auf einer großen Tafel an – Sextourismus à la carte.

Fahrradtour durch die Altstadt

Der eigentliche Grund unseres Aufenthaltes in der kulturell wichtigsten Stadt Nordthailands war die Vielfalt an Tempelanlagen. Denn ebenso wie in Bangkok fehlt es auch Chiang Mai nicht an den buddhistischen Gotteshäusern. Da die Entfernungen aber teilweise recht hoch sind, haben wir uns für die Erkundung per Fahrrad entschieden. Außerdem war es eine willkommene Abwechslung. Die Bikes haben wir nahe unserer Unterkunft für 100 Baht ausgeliehen. Hierbei sollte man im Vorfeld genau auf den Zustand achten. Teilweise waren die Bremsen nicht funktionstüchtig, sodass wir die Räder nach dem ersten Anlauf tauschen mussten.

Nach den kleinen Startschwierigkeiten haben wir die größten Tempel Wat Chedi Luang (chat with Monks), Wat Phra Singh und Wat Chiang Yuen besichtigt. Doch auf dem Weg lagen auch kleinere Anlagen, die wir uns ebenfalls nicht haben entgehen lassen, so auch das Three Kings Monument.

Dabei besonders hervorzuheben ist der Wat Chedi Luang, da er sich zum einen von anderen Tempeln deutlich abhebt. Zum anderen wird dort das Monkchat-Program angeboten. Das heißt, man kann die buddhistischen Mönche auf Englisch zu ihrer Religion und ihrer Lebensweise befragen. Wir haben im Gespräch aber auch erfahren, dass sie Menschen, die zu Ihnen kommen und ein konkretes Problem haben, auch mit hilfreichen Ratschlägen zur Seite stehen. Das war eine interessante Erfahrung, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Das Ganze ist kostenlos, aber eine kleine Spende ist natürlich sehr willkommen.

Khao Lak (Tag 8 – 10)

Da uns der Khao Sok Nationalpark in der Region Khao Lak sehr gereizt hat, haben wir uns mit dem Flieger von Chiang Mai zunächst nach Phuket begeben. Das ist der nächstgelegene Flughafen und stellt daher einen guten Ausgangspunkt für die Weiterreise dar. Der weitere Transfer nach Khao Lak gestaltete sich wie folgt.

Transfer von Phuket nach Khao Lak

Soweit wir wissen gibt es keinen Linienbus von Phuket nach Khao Lak, sodass wir uns für einen Minibus samt Fahrer entschieden haben. Diese werden von mehreren Unternehmen direkt nach der Gepäckabholung sowie am Ausgang des Flughafens angeboten. Die Preisuntergrenze war bei allen Unternehmen 1.500 Baht pro Bus. Handeln lohnt sich aber dennoch, denn der Ursprungspreis lag bei 2.000 Baht. Ein öffentliches Taxi hätte 1.600 Baht gekostet, was vermutlich (aber nicht mit Sicherheit) die bessere Wahl gewesen wäre.

Nachdem man den Preis bei der Agentur gezahlt hat, erhält man eine Quittung und wird gebeten in der Abholzone zu warten – gemeinsam mit gut 100 anderen Reisenden. Man weiß aber gar nicht genau worauf man wartet und es fühlt sich auch niemand zuständig. So haben wir etwa 30 Minuten nicht gewusst, ob wir übers Ohr gehauen wurden. Am Ende kam dann aber doch ein Fahrer auf uns zu und hat uns in einem gewöhnlichen PKW mitgenommen. An dem guten Mann ist wirklich ein Rennfahrer verloren gegangen, denn er fuhr äußerst zügig und selbst für thailändische Verhältnisse waghalsig.

Am besten Ihr spart Euch den ganzen Stress und lasst Euch vom Hotel abholen, wenn das möglich ist. Sonst beginnt der Aufenthalt gleich mit einer guten Portion Unbehagen.

Unterkunft

Gewohnt haben wir in zwei verschiedenen Unterkünften. Das Golden Place Resort war an sich ganz schön gemacht, mit einem schönen Empfangsbereich für gemütliche Abende. Doch die Zimmer rochen bei Regen, der täglich sintflutartig über uns hereinbrach, etwas muffig. Schimmel war aber nicht auszumachen. Das Frühstück war einfach aber ausreichend. Großartig war dagegen der Service des Herren am Empfang, allerdings war er nur für kurze Zeit da. Wir hatten insofern Glück, dass er uns durch seine Beziehungen Last Minute zwei ermäßigte Tagesausflüge organisieren konnte.

Das Seabox Hostel war tatsächlich nur ein Hostel ohne Frühstück, mit einfachen Zimmern mit Klimaanlage und ein wenig Schimmel am Durchvorhang. Da es aber super preiswert war und es sonst nichts auszusetzen gab, war das für kurze Zeit total in Ordnung. Essen kann man recht günstig und sehr lecker im angeschlossenen Restaurant.

Schnorcheltour zu den Similan Islands

Dank der Beziehungen des Rezeptionisten konnten wir am Tag nach der Ankunft für 2.000 statt 3.600 Baht pro Person bei den Similan Islands schnorcheln gehen. Morgens wurden wir von SeaStar abgeholt und zum Pier gebracht, wo es Ausrüstung und Frühstück gab. Im Anschluss ging es mit einem 750 PS starken Speedboot zur ersten Insel. Während der knapp anderthalb Stunden Fahrt hat uns unsere super freundliche und englischsprachige Begleiterin Zoe den Tagesablauf vorgestellt.

Beim ersten Schnorchel-Spot zeigten sich zwar einige bunte Fische, doch die Korallen waren bereits abgestorben. Es war dennoch schön in dem kristallklaren Wasser zu schwimmen und die Unterwasserwelt zu beobachten. Doch von den Bildern auf der Webseite war das sehr weit entfernt. Die täglichen Touren mit eingecremten und geschminkten Touristen haben dem Ökosystem offensichtlich stark zugesetzt. Die elfte Insel der Gruppe musste sogar geschlossen werden.

Danach bot man uns einen Lunch mit schätzungsweise 600 weiteren Touristen. Das Essen war wirklich gut und reichlich, doch die Mensa-Atmosphäre trübte das Bild. Dieser Eindruck blieb auch beim nächsten Stopp erhalten. Mit ebenso vielen Menschen sollte man die großartige Natur an der Donald Duck Bay genießen – ein schwieriges Unterfangen. Der Strand, die Felsen und das Wasser waren wirklich traumhaft, doch die Heerscharen anderer Urlauber konnte man einfach nicht ausblenden.

Beim zweiten Schnorchel-Spot bot sich das gleiche enttäuschende Bild. Es gab nur einen Unterschied: wir konnten tatsächlich eine Wasserschildkröte sehen, was dann doch ein großes Highlight darstellte. Insgesamt war es also eine recht schöne Tour, doch viel zu sehr auf Massentourismus ausgelegt.

Lake Day Trip in Khao Sok

Auch für unseren zweiten Ausflug konnte der Rezeptionist des Golden Place Resorts für uns einen kleinen Rabatt aushandeln. So schlug der Lake Day Trip mit Khao Sok Canoeing im Khao Sok Nationalpark nur mit 3.200 statt 3.900 Baht zu Buche.

Nach zwei Stunden Fahrt durch die malerische Landschaft haben wir ein Longtailboat bestiegen und sind damit über den riesigen See geschippert. Er ist etwa 165 Quadratkilometer groß und entstand durch das Anstauen des Klong Saeng River. Der gigantische Rajjaprabha Damm ist 95 Meter hoch und 761 Meter breit und erzeugt pro Jahr 554 Megawatt Strom – etwa so viel wie 110 Windkraftanlagen.

Die Fahrt war ein echtes Highlight, denn es bietet sich ein wunderbares Panorama mit aus dem Wasser ragenden Limestone-Felsen, kleinen Inseln und stahlblauem Wasser, das von tiefgrünem Dschungel gesäumt wird. Zwischendurch gab es kurze Pausen, um die beeindruckende Landschaft fotografisch festzuhalten.

Außerdem haben wir die Pra Kay Petch Cave besichtigt. Zwar kann man sie durchaus trockenen Fußes durchschreiten, doch man sollte gut aufpassen oder geeignetes Schuhwerk tragen. Mit Headtorches und Handtaschenlampe konnten wir die imposanten Stalagmiten und Stalaktiten bestaunen und sogar in Batmans Festung vordringen – zumindest wirkte es so.

Danach kehrten wir zum Lunch im Phutawan Raft House ein. Es war absolut köstlich und die Anlage sah wirklich einladend aus. Wer also mal in den Floating Huts übernachten will, der ist hier genau richtig. Nach dem Mittag konnten wir uns im See abkühlen und auf eigene Faust mit den bereitstehenden Kajaks eine kleine Tour durch die nähere Umgebung machen. Danach brachte uns das Longtailboat zum Ausgangspunkt zurück und eine abwechslungsreiche Tour näherte sich dem Ende.

Koh Lanta (Tag 11 – 15)

Transfer von Khao Lak nach Koh Lanta

Der nächste Tag führte uns zu unserem Anschlussziel Koh Lanta. Hierfür hatten wir am Vorabend für 650 Baht pro Personen einen Minibus an einem der vielen Stände gebucht. Dieser sollte uns bis zu unserem Hotel auf Koh Lanta bringen. Mit elf Personen plus reichlich Gepäck war das Gefährt prall gefüllt. Der Bus war bereits in die Jahre gekommen und der Fahrstil war wieder ziemlich abenteuerlich – insbesondere bei der kurvenreichen Strecke. Ohne Tabletten gegen Reiseübelkeit hätten es einige Insassen wohl nicht ohne Zwischenfälle überstanden. Doch wer in dieser Hinsicht keine Probleme hat, dürfte die Fahrt gut bewältigen.

So sind wir bis nach Krabi gefahren und mussten dort eine Stunde bei der Umsteigestelle der Taxizentrale Hadyai World Tour Co. warten. Außerdem wurde eine zusätzliche Gebühr von 100 Baht pro Person für den Transfer zum Hotel erhoben, da es nicht am ersten Strand lag, sondern 17 Kilometer vom Fährhafen entfernt. Das war aber durchaus vertretbar, auch wenn uns das in Khao Lak so nicht gesagt wurde. Es holte uns in Krabi also der nächste Minibus ab und brachte uns per Autofähre, die stündlich fährt, bis zu unserer Unterkunft. Auch wenn die Reise nicht gerade komfortabel war, hat man die weite Strecke bis nach Koh Lanta aber zumindest recht günstig gemeistert.

Unterkunft

Die Pinky Bungalows stellten unsere Residenz für die nächsten fünf Nächte dar. Die Zimmer waren sehr schön gemacht und gut ausgestattet. Ebenso machte die gesamte Anlage einiges her, da die kleinen Wege, die rosafarbenen Bungalows und der Pool ein kleines Idyll abseits der Straße boten. Zudem wird die Anlage gerade um einen größeren Pool samt Bar und ein weiteres Haus mit mehreren Zimmern erweitert.

Das Frühstück war lecker und abwechslungsreich, da man aus vier verschiedenen Sets mit jeweils mehreren Optionen wählen konnte. Außerdem ist das herzliche Personal hervorzuheben. Hier wurde sich wirklich gut um einen gekümmert. Ein weiterer Vorteil ist die angeschlossene Reiseagentur, über die man verschiedene Touren unkompliziert buchen kann.

Tauchausflug

Am Tag nach unserer Ankunft habe ich einen Tauchausflug unternommen. Die Buchung erfolgte bequem am Vortag an der Rezeption des Hotels. Für 4.400 Baht habe ich am Einsteigerkurs Discover Scuba Diving von GoDive Lanta teilgenommen. Ich wurde vom Hotel abgeholt und zum Pier gebracht, wo alle Teilnehmer ihre Ausrüstung erhielten und das Boot bestiegen. Wir fuhren zwei Stunden zum ersten Tauch-Spot Koh Bida Nai. Auf dem Boot gab es ein kleines Frühstück und eine theoretische Unterweisung – praktischerweise sogar auf Deutsch. Die Grundübungen fanden direkt vor Ort bei einer Tiefe von etwa drei Metern statt und stellten kein Problem dar.

Dann ging es bis zu zehn Metern hinunter in die Unterwasserwelt und es war atemberaubend. Genau so hatte ich es mir vorgestellt: ganze Schwärme von bunten Fischen, Seeigel, Seesterne, eine Moräne, farbenfrohe Korallen und sogar ein kleiner Hai. Nach etwa vierzig Minuten endete der erste Tauchgang und wir fuhren zu Hin Bida. Dort tauchten wir erneut vierzig Minuten und auch dies war großartig. Es hat sogar etwas mehr Spaß gemacht, als der erste Tauchgang, da man sich nach den zusätzlichen Hinweisen des Guides noch etwas sicherer fühlte. Es folgte ein deliziöses Thai-Buffet auf dem Schiff und die Rückfahrt nach Koh Lanta.

Koh Lanta mit dem Roller erkunden

Die nächsten beiden Tagen haben wir genutzt, um Koh Lanta mit dem Roller unsicher zu machen. Die Miete betrug 250 Baht pro Tag, was für den top Zustand der Bikes total in Ordnung war. Auch ohne Fahrerfahrung stellte die Tour kein Problem dar. Wir haben uns aber am ersten Tag dem Südwesten der Insel gewidmet, da dort wenig Verkehr ist und wir uns somit gefahrlos an unseren fahrbaren Untersatz gewöhnen konnten.

Nationalpark

Auf dem Weg zum Nationalpark am südlichen Ende Koh Lantas kann man noch einen Strand-Stopp einlegen, aber auch im Nationalpark selbst lässt es sich wunderbar baden und in der Sonne aalen. Allgemein war das Gelände wirklich sehenswert, nicht zuletzt wegen der freilaufenden Affen. Aber Vorsicht: Die possierlichen Tiere haben ein Auge auf das Hab und Gut der Touristen geworfen, also sollte man die Sachen nicht unbeobachtet liegen lassen. Wir konnten sogar beobachten, wie ein Affe einer Dame eine Sprite-Dose aus der Hand riss und sie tatsächlich austrank – ein Bild für die Götter!

Strandtour

Am zweiten Tag haben wir zunächst die Ostseite der Insel erkundet, darunter auch Lanta Old Town, wo man günstig einkaufen kann. Im Anschluss führte uns unser Weg in den Norden, um die Strände Andaman, Khlong Dao und Long Beach zu erkunden. Andaman schien uns insbesondere weil Ebbe war zum Baden ungeeignet zu sein. Nach einem kurzen Abstecher zur German Bakery – sehr lecker – ging es zum Khlong Dao Beach. Das war wirklich ein traumhafter Strand, jedoch gab es kein Fleckchen Schatten und daher auch kaum Touristen. Von der viel beschriebenen Überfüllung also keine Spur.

Ganz ähnlich verhielt es sich mit dem Long Beach, obwohl wir da unter einem Baum zumindest etwas Sonnenschutz finden konnten. Die schönste Strandpromenade hat aber definitiv der Khlong Khong Beach, an dem wir gewohnt haben. So viele Strandbars gibt es sonst nirgends. Der Preis dafür sind große Felsen im Wasser, die bei Flut nicht zu sehen, aber gelegentlich zu spüren sind.

Fazit: Wer es auf einen Strandurlaub abgesehen hat, ist beim Khlong Dao sowie Long Beach an der richtigen Adresse. Wer dagegen das entspannte Strandfeeling lieber am Abend bei kühlen Getränken genießen möchte, der sollte am Khlong Kong Beach residieren. Wem kühle Getränke nicht ausreichen, der kann sich die Zeit in der Mushroom Bar auch anderweitig vertreiben. Dem haben wir uns aber nicht nur wegen der strengen Gesetze in Thailand nicht hingegeben. Hier ist Vorsicht geboten!

Krabi (Tag 16 – 17)

Transfer von Koh Lanta nach Krabi

Von Koh Lanta kommt man sehr unkompliziert nach Krabi. Wir haben uns für die günstigste und zugleich schnellste Lösung entschieden: den Minibus. Für 350 Baht brachte uns das Gefährt per Autofähre in zweieinhalb Stunden bis zu unserem Hotel. Gebucht haben wir über die Reiseagentur in unserem Hotel – den Pinky Bungalows.

Eine andere Möglichkeit wäre die Personenfähre für 400 Baht pro Person gewesen. Aber einerseits kommen dann noch Taxikosten dazu und andererseits erhöht sich die Reisezeit.

Unterkunft

Wir haben dieses Mal in einem größeren Hotel übernachtet, dessen Stil an die Ibis-Hotelkette erinnert. Es gab kein Frühstück und die Zimmer waren einfach gehalten aber schön. Die Lage war ganz günstig, da sich ein schöner Tempel direkt in Nähe befand und der Pier fußläufig zu erreichen war. Zudem wohnt ein sehr verlässlicher Taxifahrer gegenüber und hat daher auch vorm Hotel seine „Station“, sodass wir seine Dienste gleich zweimal in Anspruch nahmen.

Tiger Cave Temple und die 1237 Stufen

Den Nachmittag haben wir genutzt, um uns den Tiger Cave Temple anzuschauen. Ein sehr netter Taxifahrer an unserem Hotel brachte uns in seinem gelben Soundmachine-Taxi dorthin und hat mit uns auch gleich eine Abholung drei Stunden später vereinbart. Insgesamt nahm er dafür 500 Baht, womit wir äußerst zufrieden war – insbesondere weil er pünktlich auf die Minute zur Rückfahrt bereitstand. Ihr könnt dort aber auch locker vier bis fünf Stunden zubringen.

Vor allem hatte uns der Ausblick vom Gipfel des Berges gereizt und dafür erklommen wir die 1237 Stufen. Das war tatsächlich eine extrem schweißtreibende Angelegenheit, da Temperatur sowie Luftfeuchtigkeit sehr hoch waren. Aber mit reichlich Trinkpausen war es dennoch ohne große Schwierigkeiten in 45 Minuten zu bewältigen. Am besten Ihr nehmt Euch viel Wasser und ein Elektrolytgetränk oder zumindest eine Cola sowie vielleicht etwas Salzgebäck mit, um das viele Schwitzen auszugleichen. Dann sollte Euer Kreislauf das gut mitmachen. Wenn Ihr es bis nach oben geschafft habt, werdet Ihr mir recht geben: Es lohnt sich absolut! Denkt an knielange Hosen und bedeckte Schultern.

Nach dem erfolgreichen Abstieg und einer Stärkung bestehend aus Süßkram aus dem dortigen Mini-Mart haben wir uns auch einige der Höhlen angesehen. Doch um den vorhandenen Rundweg komplett zu gehen, hat die Zeit bis zur Abholung leider nicht mehr ausgereicht. Plant daher ruhig etwas mehr Zeit ein, auch um den Tempel zu besichtigen.

Strandtour – Railay Beach East & West, Phra Nang, Ao Nang

Transfer zum Railey East Beach

Am siebzehnten Tag unserer Backpacking-Tour durch Thailand wollten wir dann aber doch noch die Traumstrände des Landes kennenlernen. Also kauften wir uns am Vortag am Chao Fah Park Pier ein Ticket für eine Fahrt mit dem Longtailboat zum Railey East Beach. Seid nicht enttäuscht, wenn Ihr dort ankommt – es ist nicht der schönste der drei Strände. Linker Hand liegt der Phra Nang Beach etwa zehn Gehminuten entfernt. Doch auf dem Weg dahin könnt Ihr noch zwei grandiose Zwischenziele mitnehmen.

Aussichtspunkt und Lagune

Etwa auf halber Strecke zwischen Railey East und Phra Nang liegt ein kleiner Klettersteig, der zu einem Aussichtspunkt und einer Lagune führt. Dafür solltet Ihr auf jeden Fall festes Schuhwerk tragen, das auch dreckig werden darf. Denn der tonartige Boden färbt jeden Stoff sehr zuverlässig rötlich ein. Der Weg ist relativ steil aber dank der vielen Wurzeln, des korallenartigen Steins und des befestigten Seils problemlos zu bewältigen. Seid Ihr einmal oben angekommen, dann ist der Weg zu einer fantastischen Aussicht nicht mehr weit.

In den Genuss der Lagune kommt aber nicht ohne einige weitere Anstrengung und man kann sie von oben leider auch nicht sehen. Verborgen zwischen dichter Vegetation und steilen Felswänden ist sie nur über einen sehr steilen Abstieg zu erreichen. Auch das ist gut zu schaffen, wenn es nicht gerade regnet, geregnet hat oder gleich regnen wird. Da bei uns alle drei Fälle zutrafen, mussten wir leider auf halber Strecke umkehren. Einen kurzen Blick konnten wir aber immerhin erhaschen. Danach heißt es „zurück auf Los!“, denn weder von der Lagune noch vom Aussichtspunkt kommt man irgendwie weiter.

Phra Nang Beach

Am Phra Nang Beach erwartet Euch ein feinkörniger, heller Sandstrand, Limestone-Felsen die aus dem Wasser ragen und eine gigantische Felswand im Rücken. Die hat sogar einen beachtlichen Überhang, sodass man hier vor Regen geschützt ist. Hier finden sich viele Touristen aber auch Einheimische zum Klettern und Bouldern ein. Einen geführten Kletterausflug sollte man aber natürlich im Vorfeld buchen. Rechts vom ersten Strandabschnitt liegt ein noch interessanterer Teil, der aber nur bei Ebbe richtig gut zu erreichen ist. Hier ankern auch zahlreiche Boote, die thailändische Leckereien feilbieten.

Railey West Beach

Vom Railey East Beach erreicht Ihr auch die Westseite. Der Strand ist noch deutlich breiter als der Phra Nang Beach und ebenfalls sehr schön. Er bietet aber nicht das beeindruckende Wechselspiel aus Fels und Meer. Zudem liegt hier ein Luxusresort und es legen ununterbrochen Boote an, sodass es nicht besonders erholsam ist. Das Restaurant des Luxusresorts können wir nicht empfehlen – an den Imbissbooten am Phra Nang schmeckt es viel besser. Der Vorteil des regen Verkehrs ist aber die Möglichkeit der Weiterfahrt nach Ao Nang für 100 Baht.

 

Ao Nang

Ein riesiger breiter Strand mit feinkörnigem, hellen Sand erwartet Euch in Ao Nang. Dazu gibt es eine bunte Strandpromenade, die alles bietet, was das Herz begehrt. Allerdings ist die Region sehr touristisch, sodass hier ein ganz anderes Urlaubsgefühl aufkommt als am Phra Nang Beach. Ihr merkt: Letzterer war definitiv unser Favorit, weil das Gesteinsmassiv, der Dschungel und das Meer so beeindruckt zusammenwirkten.

Die Rückfahrt von Ao Nang nach Krabi Town haben wir mit dem öffentlichen Taxi-Bus angetreten. Hierfür gibt es etwa vier gekennzeichnete Haltestellen auf der Straßenseite zum Strand hin. Für 50 Baht bringt Euch der Fahrer dann nach Krabi oder auch anderen Destinationen auf dem Weg.

Bangkok (Tag 18 – 19)

Nach unserem verregneten Strandtag war unser Aufenthalt in Krabi beendet. Also sind wir am nächsten Morgen mit dem Flieger nach Bangkok aufgebrochen. Für 350 Baht hat uns der nette Taxifahrer in knapp 30 Minuten zum Flughafen in Krabi gebracht. In Bangkok haben wir wieder in der UMA Residence gewohnt und den Nachmittag am idyllischen Pool entspannt. Am Abend gönnten wir uns zum Abschluss noch eine Öl-Massage und ein gutes Essen in einem der vielen Restaurants. So gingen wir gesättigt und relaxt zu Bett und waren fit für den anstrengenden Flug am nächsten Tag.


Alles in allem kann ich Euch Backpacking in Thailand wirklich sehr ans Herz legen. Noch kein Land hat mich bisher so fasziniert. Zudem erlebt man einen wirklich reichhaltigen Urlaub, der unglaublich viele verschiedene Eindrücke vermittelt. Wenn Euch unser Guide geholfen hat, freuen wir uns natürlich über Eure Kommentare!

Bildrechte: Vision-top.com


Das waren unsere treuen Begleiter, die wir zusätzlich zu Online-Quellen zur Reiseplanung genutzt haben.

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About Author

Mich faszinieren besonders politische sowie wirtschaftliche Zusammenhänge in der Welt. Dazu recherchiere ich gern selbst und werde euch die Früchte meiner Arbeit regelmäßig präsentieren. Außerdem liebe ich Filme, sodass ihr euch auch auf das ein oder andere Review freuen dürft.