Zugegeben in der heutigen Diskussion um die Tech-Giganten von Morgen fallen immer wieder die Namen von Apple, Google, Facebook, Tesla und Amazon. Aber es gibt ein Unternehmen, das man auch in Zukunft nicht vergessen sollte: Microsoft. Schaut man sich nämlich die Geschichte des Software-Konzerns an, dann fällt auf, es ist ihm etwas ganz besonders gut gelungen – es hat seine Mitarbeiter reich gemacht. Wie das alles möglich war, warum Microsoft dadurch ein echtes Personalproblem hatte und was die Microsoft-Millionäre jetzt machen, erfahrt ihr hier.

Der Aufstieg von Microsoft

Am 04. April 1975 hatten die beiden Gründer Bill Gates und Paul Allen sicherlich noch nicht daran geglaubt, dass sie bald eines der größten Unternehmen der Welt führen werden, als sie ihr Software-Unternehmen Microsoft gegründet hatten. Der kometenhafte Aufstieg sollte den beiden Gründern allerdings erst in den 1980er Jahren gelingen. Da begann nämlich deren Zusammenarbeit mit IBM, das für seinen ersten großen Einstieg in das Heimcomputer-Geschäft ein Betriebssystem benötigte. Und genau das lieferte ihnen Microsoft. Gates und Allen erhielten für diesen Deal 186.000 USD-Dollar von IBM und gleichzeitig den Einstieg in eine glorreiche Zukunft.

Bill Gates – Neben Paul Allen einer der Gründer von Microsoft. Quelle: Wikipedia: Simon Davis/DFID.

Obwohl das Unternehmen dank des Deals in den folgenden Jahren immer mehr Geld generierte, entschied man sich dennoch dafür, den Mitarbeitern statt eines monetären Bonus lieber Aktien zu „schenken“. Was aus damaliger Sicht noch nach einem schlechten Deal klang, entwickelte sich in den kommenden Jahren zum großen Lottogewinn für die Mitarbeiter.

Tausende Mitarbeiter werden Millionäre

Als niemand mehr den steilen Aufstieg von Microsoft Ende der 80er Jahre und Anfang der 90er Jahre aufhalten konnte, erreichte auch der Aktienkurs des Unternehmens immer neue Höchststände. Der besondere Nebeneffekt: Die Aktien, die vorher noch an Mitarbeiter als Bonus ausgegeben wurden, besaßen nun einen Wert von mehreren Millionen und machten bereits in den 1990er Jahre schätzungsweise 10.000 der Mitarbeiter zu Millionären. Verständlich, dass diese Mitarbeiter immer schneller aus dem Unternehmen ausschieden, um ihr wohlverdientes Geld auszugeben. Aber für Microsoft führte diese Entwicklung zu einem akuten Personalproblem. Die Top-Mitarbeiter verließen das Unternehmen so schnell, dass immer mehr Know-How verloren ging und die Entwicklung neuer Projekte immer langsamer verlief.

Statt ihre Millionen aber nur sinnlos auf den Kopf zu hauen, gaben die mittlerweile Ex-Mitarbeiter von Microsoft ihr Geld für die verschiedensten Dinge aus. Da gab es Mitarbeiter, die ihr Vermögen mit der Familie teilten, andere spendeten das Geld ihrer ehemaligen Universität und ein Mitarbeiter hat sich von seinem Bonus sogar die Rechte an der nationalen Bowling-Liga der USA gekauft.


Mittlerweile verzichtet Microsoft auf die Ausgabe derartig vieler Aktienoptionen, sodass es nur noch den wenigsten gelingt, aufgrund ihres Aktienbonus Millionär zu werden. Schlecht für die Mitarbeiter aber gleichzeitig auch gut für das Unternehmen. So muss Microsoft nicht wieder fürchten, den Großteil seiner Belegschaft in kürzester Zeit zu verlieren. Was sagt ihr zu der Entwicklung von Microsoft. Wärt ihr auch aus dem Unternehmen ausgestiegen, wenn ihr mehrere Millionen verdient hättet oder hättet ihr fleißig weiter gearbeitet? Schreibt uns eure Meinung dazu doch einfach in die Kommentare und lasst es uns wissen. Wir freuen uns auch euch.

MerkenMerken

MerkenMerken


Zum Bluefacts Buch

Nicht vergessen: Bluefacts gib es jetzt auch als Buch! Gefallen Euch unsere Fakten? Dann holt Euch jetzt unser Buch 1.000 unglaubliche Fakten und unnützes Wissen. Wir freuen uns auf Euch.




Share.

About Author

Gründer und Autor von bluemind.tv. Ich versuche euch alles Interessante aus Politik, Wirtschaft und dem Rest der Welt näher zu bringen.