Start Sonstiges Diese 5 Kleidungsstücke und Accessoires haben eine militärische Vergangenheit

Diese 5 Kleidungsstücke und Accessoires haben eine militärische Vergangenheit

Trenchcoat, Ray-Ban, Bomberjacke, Desert Boots und Bermuda-Shorts sind Modeklassiker, aber hättet ihr gedacht, dass ihre Ursprünge im Militär liegen? Wir erklären euch, welche Entstehungsgeschichte diese Marken, Kleidungsstücke und Accessoires haben.

Trenchcoat

Was wären Columbo und 00 Schneider ohne Trenchcoat? Der etwa knielange Mantel war ursprünglich Teil der Ausrüstung britischer Soldaten im Ersten Weltkrieg und sein Name geht auf die Schützengräben (engl. trench) zurück. Gefertigt wurde er aus Gabardine, einem speziell gewebten und dadurch wasserabweisenden Baumwollstoff. Das Unternehmen Burberry entwickelte dieses Gewebe Ende des 19. Jahrhunderts, und auch heute noch verbindet man den Regenmantel mit diesem Label.

Der klassische Trenchcoat ist beige und hat Schulterklappen. Diese sind übrigens ein Hinweis auf seine militärische Vergangenheit, denn daran wurden Epauletten (Schulterstücke einer Uniform) befestigt. Weitere Merkmale sind Ärmelspangen und ein Stoffgürtel mit Metallösen. Nach dem Ersten Weltkrieg trugen britische Soldaten den Armeemantel auch im zivilen Leben, und schon bald avancierte er zum stilvollen Kleidungsstück für jedermann.

Ray-Ban

Kaum eine Marke steht so sehr für Coolness wie Ray-Ban. Zu verdanken hat sie dies vor allem ihrem ersten Sonnenbrillenmodell, der Aviator. Und deren Entstehungsgeschichte ist eng mit dem US Army Air Corps verknüpft: In den 1920er-Jahren erreichten die Kampfflugzeuge immer größere Höhen. Allerdings beklagten viele Piloten, dass sie nun stärker von der Sonne geblendet würden. Also beauftragte Generalleutnant John MacCready den Hersteller Bausch & Lomb damit, eine Pilotenbrille zu entwickeln. Das Ergebnis war die Aviator, eine Sonnenbrille mit Metallgestell und großen, tropfenförmigen, grünen Gläsern. Diese lassen nur 15 % des Lichts passieren, was Blendeffekte reduziert. Die Form sorgt dafür, dass einfallendes Licht größtenteils abgehalten wird – daher auch der Name „Ray-Ban“.

Schnell fand die Aviator Anklang bei Zivilisten, sodass B & L Ray-Ban als eigene Marke etablierte. Auch später entwickelte Sonnenbrillenmodelle wie die Wayfarer oder der Clubmaster wurden zu Klassikern. Inzwischen gibt es von Ray-Ban auch eine große Auswahl an normalen Korrektionsbrillen mit dem ikonischen Design.

Bomberjacke

MA-1 – dieses Kürzel steht für die Urform der Bomberjacke. Vorangetrieben hatte ihre Entwicklung die US Air Force, denn sie benötigte eine modernere Bekleidung für ihre Kampfjetpiloten. Etwa ab den 1940er-Jahren waren die Jets in der Lage, derart hoch zu fliegen, dass die Temperaturen im Cockpit unter den Gefrierpunkt fallen konnten. Die neue Jacke sollte deswegen aus einem Material bestehen, das warm hält und bei Minusgraden nicht starr wird. Die Wahl fiel auf Nylongewebe, denn es ist wasserdicht, leicht und isolierend. Die MA-1 und ihre Nachfolger zeichnen ein „aufgeplusterter“ Schnitt, ein flacher Strickkragen und ein Innenfutter in Signalfarbe aus. Als offizielles Bekleidungsstück der Air Force ist die Bomberjacke längst ausgemustert, doch sie führt schon lange ein ziviles Leben und auch große Modehäuser schicken ihre Models damit über die Laufstege.

Desert Boots

Desert Boots sind ein Verkaufsschlager des englischen Schuhherstellers Clarks. Entworfen wurden sie von Nathan Clark Ende der 1940er-Jahre. Er war während des Zweiten Weltkriegs Offizier der britischen Armee gewesen und hatte in Indien bei britischen Soldaten Vorläufer der Wüstenstiefel gesehen; sie hatten sich die Schuhe auf einem Basar anfertigen lassen. Diese Stiefel mit knöchelhohem Schaft dienten ihm als Vorlage für die Desert Boots. Ihre charakteristischen Merkmale sind Wildleder als Obermaterial, eine Kreppsohle und eine Zweilochschnürung.

Bermuda-Shorts

Bermudas sind eines der lässigsten Kleidungsstücke überhaupt, aber auch sie haben wir dem Militär zu verdanken, genauer: der Royal Navy. Im 19. Jahrhundert waren nämlich britische Soldaten auf der namensgebenden Inselgruppe stationiert. Allerdings erwiesen sich deren lange Uniformhosen als unvorteilhaft für das tropische Klima; weil sie darin zu sehr schwitzten, schnitten die Soldaten sie kurzerhand über dem Knie ab. Diese pragmatische Lösung brachte die Royal Navy dazu, die Soldaten gleich mit Uniform-Shorts auszustatten.

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