Der FIFA World Cup war das Sporthighlight dieses Jahres. Wie zu jedem wichtigen Fußballereignis, versammelten sich auch diesmal Millionen vor dem Fernseher, in Stadien oder in Public-Viewing-Plätzen, um bei jedem Spiel mitzufiebern. Der Austragungsort war dieses Jahr Russland. Die Gastgeber stellten insgesamt zwölf verschiedenen Stadien, die entweder neugebaut oder renoviert wurden, für die WM bereit. Der Turniersieger war Frankreich, der zuletzt 2000 den Europameistertitel gewonnen hatte. Dagegen schafften es favorisierte Teams wie Argentinien oder Deutschland nicht einmal in das Viertelfinale. Eine weitere Überraschung war, das Russland in das Viertelfinale aufsteigen konnte. Davor kam das Team noch nie über die Gruppenphase hinaus – einer von vielen wissenswerten Fakten, die die WM so spannend machten. Auch Kroatien spielte zum ersten Mal in seiner Geschichte die Finalrunde. Doch die WM war schon immer für eine oder das andere Überraschung oder Skandal gut. Ein kurzer Blick in die Vergangenheit wird uns dies bestätigen.

Wie alles begann

Der Geburtstort des Fußballs kann wahrscheinlich in England gefunden werden. Ob das den Tatsachen entspricht ist fraglich, denn im Laufe der Geschichte findet man zu unterschiedlichen Zeiten verschiedene Kulturen, die ähnliche Spiele mit dem Fuß praktiziert haben. Man kann aber mit Sicherheit sagen, dass in England Fußball sein modernes Gesicht bekommen und sich zu einer Institution verwandelt hat. Interessant ist auch, dass Fußball innerhalb kürzester Zeit zu einer populären Sportart wurde. Während in der Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten Amateurmannschaften in englischen Universitäten gegründet wurden, wurde bereits 1904 die FIFA als Dachverband in Paris ins Leben gerufen. 1908 fand das erste internationale Fußballturnier an den Olympischen Sommerspielen in London statt.

Aufgrund der Probleme zwischen dem Olympia-Komitee und der damaligen Fußballwelt, entschied sich FIFA ein eigenes Turnier zu organisieren und so kam es 1930 zu der ersten Fußball-Weltmeisterschaft in Uruguay. Zu Beginn hielt sich die Begeisterung der europäischen Teams in Grenzen. Nur Frankreich, Belgien, Rumänien und Jugoslawien traten die mühevolle Reise per Schiff nach Südamerika an. Doch im Laufe der Zeit sollte sich das Event mit seinen spannenden Spielen, unvorhersehbaren Ergebnissen und Skandalen zu einem globalen Ereignis entwickeln.

Überraschende Ergebnisse

Obwohl vor jeder WM die Favoriten aufgrund der Spielerleistungen während der Saison oder der Erfolgsgeschichte des Teams mehr oder weniger klar sind, kommt es dennoch immer wieder zu schockierenden Ergebnissen.

Kaum ein Sport ist heute so populär wie Fußball

Eines dieser Spiele fand 1966 in England zwischen Italien und Nordkorea statt. Die nordkoreanische Mannschaft war die Überraschung des Turniers. Als absoluter Außenseiter besiegten sie das italienische Team und schafften es zum ersten Mal, sich für die Endrunde zu qualifizieren. Völlig unerwartet für die Fußballwelt schieden damit die italienischen Superstars nach der Vorrunde aus. Doch das war nicht die einzige Blamage im italienischen WM-Werdegang. Zum ersten Mal seit 1958 verpasste Italien letztes Jahr die Qualifikation zur WM in Russland.

Auch Brasilien hat im Laufe der Geschichte für zahlreiche spannende Spiele mit unvorhergesehenem Ende gesorgt. Der ewige Favorit mit fünf WM-Titeln verlor 1950 im eigenen Land in den letzten Minuten das Finalspiel gegen Uruguay. Dem Torhüter Moacyr Barbosa wurde das Tor sein ganzes Leben lang nicht verziehen. Dieses Spiel ging als der „Schock von Maracanã“ in die brasilianische Geschichte ein. Doch die Niederlage gegen Deutschland in der WM 2014 sollte diesen Vorfall in den Schatten stellen. Die katastrophale Leistung des brasilianischen Teams im eigenen Haus endete mit einem 1:7 für Deutschland. Der „Schock von Mineirão“ ist seither die größte Niederlage im Halbfinale einer Fußball-WM. Ein lustiger Fun-Fact der WM in Brasilien 2014: Kurz vor dem Eröffnungsspiel gegen Kroatien stieg die Suchanfrage der brasilianischen Hymne deutlich an.

Skandale und unvergessliche Momente

Ein Team, das des Öfteren wegen ihren Skandalen während der WM in den Medien auftaucht, ist Frankreich. Einer dieser Momente fand während des Finalspiels Frankreich gegen Italien in der WM 2006 statt. Zinédine Zidane traf mit einem Kopfstoß auf die Brust des Italieners Marco Materazzi. Der französische Fußballstar wurde vom Platz verwiesen und das Spiel endete mit dem Sieg der italienischen Mannschaft. Nach diesem Vorfall beendete Zidane seine erfolgreiche Fußballkarriere. In 2010 kam diesmal die ganze französische Mannschaft in die Schlagzeilen. Der Streit zwischen dem Stürmer Nicolas Anelka und dem Trainer geriet vollkommen aus den Fugen, sodass die Spieler die Anweisungen des Trainers nicht befolgten und sogar das Training boykottierten. Das Team schied in der Gruppenphase aus.

Ein Spieler, der nicht nur mit seinen außergewöhnlichen Leistungen, sondern auch mit seinen Skandalen die Fußballwelt in Aufruhr versetzte, war Diego Maradona. Im Viertelfinale zwischen Argentinien und England in 1986 kam es zu einem umstrittenen Tor, bei dem er den Ball während eines Luftduells mit dem englischen Torwart ins Tor faustete. Jahre später gab er zu, dass er den Ball mit der Hand gespielt hatte. Während der WM 1994 beendete er schließlich seine legendäre Fußballkarriere aufgrund eines Dopingvorfalls.

Diese Beispiele aus der Geschichte der FIFA World Cup zeigen, warum die Weltmeisterschaft  zu den Lieblingsevents der Menschen auf der ganzen Welt gehört. Denn man sieht nicht nur interessante Fußballspiele, sondern auch kleine und große Überraschungen und Skandale. Da ist die Unterhaltung garantiert!


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