Nähme man alle Ausführungen von Donald Trump für bare Münze, wäre das geschäftliche Verhalten Deutschlands einfach nur „böse“. Mit diesem Wort nämlich bezeichnete der amtierende US-Präsident während seines Wahlkampfes die Export-Einnahmen der Bundesrepublik Deutschland. Dabei dürfte es ihm weniger um den Fakt als solches gegangen sein, sondern um den daraus resultierenden Handelsbilanz-Überschuss. Denn obwohl die USA selbst auf einem der Spitzenplätze in Sachen Ausfuhr rangieren, verzeichnen sie Jahr für Jahr größere Defizite. Liegt es an den falschen Export-Gütern?

Wohl kaum! Schon der Wert der ausgeführten Waren sorgt für Staunen. Er lag Ende 2016 bei rund 1.455 Millionen / 1,45 Billionen US-Dollar. Noch verblüffender als dieser Betrag ist nur, WOMIT der 50-Staaten-Staat Geld verdient – denn durch die Vielfalt an Handelsgütern macht das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ seiner Bezeichnung wirklich alle Ehre. Die Palette an Export-Produkten umfasst nahezu alles, woraus sich Kapital schlagen lässt. Sie reicht von buchstäblichem Schrott bis zum wortwörtlich Unfassbaren. Hier die Top-Seven ganz normaler und eher skurriler Ausfuhr-Artikel – jeweils geordnet von A bis Z:  Eine größere Auflistung dazu gibt es bei Vexcash.com: Die Top-Exportgüter der USA

Produziert, weiterverarbeitet oder verpackt in den USA

Autos

Obwohl die USA fast doppelt so viele Autos importieren wie exportieren, stellen sie mit der „General Motors Company“ einen der umsatzstärksten Automobil-Konzerne weltweit. Darüber hinaus ist das Detroiter Unternehmen auch im europäischen Ausland vertreten. Hier betreibt es regionale Produktionsstätten wie die „Opel Automobile GmbH“ in Rüsselsheim.

Gasturbinen

Ob als Antrieb in Hubschraubern und Loks oder zwecks Kraftwerk-Betrieb: Gasturbinen sind unverzichtbare und vielfältig nutzbare Bauteile. Sie zu entwickeln und zu produzieren ist jedoch mit enormen Kosten verbunden. Ein finanzieller Aufwand, den sich nur wenige Hersteller leisten können. Die „General Electric Company“ mit Sitz in Boston ist einer davon.

Luft- und Raumfahrzeuge

Als Heimstätte der NASA verfügen die USA über umfassendes Know-How im Luft- und Raumfahrtwesen. Ihre diesbezüglichen Produkte genießen internationalen Ruhm – und umfassen sowohl Flugzeuge und Hubschrauber als auch Satelitten, Raketen u.ä. Weltraumtechnik.

Kennedy Space Center in Florida

Pharmaka

Mit Produktionen in diesem Bereich stehen die United States natürlich nicht allein da. Doch sie verstehen sich darüber hinaus auch noch auf kompatible Verpackungen. Im Verbund mit ihrem hochwirksamen Inhalt erfreuen sich US-Medikamente weltweiter Nachfrage.

Raffiniertes Öl

Mit gereinigtem und destilliertem Erdöl liefern die Vereinigten Staaten einen weltweit gefragten Ausgangsstoff für Otto- und Dieselkraftstoffe sowie für Heizöl und Kerosin.

Auch damit verdienen die USA Geld

Golfbälle

Buchstäblich zum Kugeln und ganz im Sinne des amtierenden Präsidenten ist dieser Export-Schlager: Als bekennender Golfer dürfte sich Donald Trump über das weltweite Interesse an Bällen mit großen und kleinen Dimples sehr freuen.

Ketchup und andere Arten von Tomatensauce

Bei einer Fast-Food-Nation liegt der erhöhte Verbrauch von Würzsaucen, Remouladen und dergleichen nahe. Doch die USA konsumieren nicht nur, sondern produzieren sie auch – und liegen damit auf dem Weltmarkt ziemlich weit vorn.

Rindersperma

Lonesome Cowboys, die unzählige Kühe durch die endlosen Weiten der Prärie treiben – dieser Anblick prägt das stereotype Bild der USA bis heute. Doch anders als einst stehen nicht Fleisch und Leder auf der Hitliste der Rinder-Produkte – sondern das Sperma der männlichen Tiere.

Schrott und Altkleider

Um ihren stetig wachsenden Müllbergen Herr zu werden, exportieren die Vereinigten Staaten jede Menge scheinbar Unbrauchbares. Damit katapultieren (Wieder-) Verwertungsgesellschaften im Ausland die USA auf einen Spitzenplatz im weltweiten Müllhandel.

Silizium

Als wohl bedeutendster IT- und High-Tech-Produktionsstandort verarbeiten die USA zahlreiche Rohstoffe in hochentwickelten Geräten. Im Gegenzug dazu führen sie eines der wichtigsten Elemente gleich massenhaft aus – denn auf ihrem Territorium liegt einer der nur 15 Fundorte von gediegenem Silizium.

Stickstoff

Dass sogar der Handel mit heißer Luft gewinnbringend sein kann, beweisen die Vereinigten Staaten mit dem Export riesiger Mengen Stickstoff. Das Gas kommt bei der Produktion von Spreng- und Kühlmitteln, zum Befüllen von Flugzeugreifen oder in der Lebensmittelbranche zum Einsatz.


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