Sich auf eine Pilgerreise zu begeben, ist für viele mehr als nur ein Wanderurlaub. Tagelanges Gehen, oft in Stille und streckenweise ganz allein, kann einen zurück zu sich selbst und seinen eigenen Wünschen und Stärken bringen. Wenn man dabei Gleichgesinnte trifft und in einer wunderschönen Landschaft unterwegs ist, ist das natürlich ein Bonus. Kein Wunder also, dass immer mehr Menschen das Pilgern als spirituelle Praxis entdecken und auf dem Jakobsweg in Spanien, dem Paulusweg in der Türkei oder dem Shikoko in Japan ihre innere Mitte suchen.

Warum Pilgern so gut tut

Wer pilgert, ist auf der Suche. Doch im Gegensatz zu anderen Reisen geht es dabei nicht um äußere Ziele wie die wichtigste Sehenswürdigkeit oder die beste Bar, sondern um Antworten. Zumeist drehen sich die dazugehörigen Fragen um die eigene Zukunft und wie diese zu gestalten ist. Fragen also, mit denen sich jeder mal mehr, mal weniger im Leben beschäftigt und für die es sich lohnt, sich Zeit zu nehmen.

Natürlich kann man sich auch zuhause auf dem Sofa Gedanken über seine Zukunft machen, aber meist klappt das nicht so gut wie auf einer Pilgerreise. Das könnte mehrere Gründe haben. Einmal sind die frische Luft und die neue Umgebung für das Gehirn anregend. Dann trifft man auf unbekannte Menschen und kann im Austausch mit ihnen neue Lebensansichten kennenlernen. Außerdem gibt es wissenschaftliche Untersuchungen, die nahelegen, dass freiwilliges Gehen gut für das Denken ist.

Vielleicht nicht religiös, aber spirituell

Pilgern ist keine neue Erfindung, sondern eine Praxis, die bereits seit Jahrhunderten bekannt ist. Bereits im Mittelalter wanderten Menschen zu den Grabstätten oder den Reliquien christlicher Heiliger. Ziel war dabei oft die Vergebung von Sünden oder die Heilung von Krankheiten. Heute sind bei weitem nicht alle Menschen auf den Pilgerwegen religiös, aber viele spirituell. Zumindest Offenheit für neue Erfahrungen sollte aber jeder im Rucksack dabeihaben, der versucht, Klarheit durchs Wandern zu erlangen.

Ob das Laufen der richtige Weg zur eigenen Mitte und den Antworten auf persönliche Fragen ist, kann man natürlich nur selbst herausfinden. Manch einer findet vielleicht eher bei einem Schweigeseminar im Kloster zu sich und wieder andere wenden sich mit ihren Fragen an eine Wahrsagerin bei Questico. Jeder Ansatz hat seine Berechtigung, und wer einmal unterwegs ist – ob nun auf dem Pilgerweg oder einem anderen – kommt sicher auch irgendwann ans Ziel.


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Ich liebe Reisen und ich liebe darüber zu schreiben. Ich freue mich mit euch meine Reiseerfahrung teilen zu können und hoffe den ein oder anderen Geheimtipp von euch zu erfahren.