Immer mehr Deutsche zieht es im Urlaub in die heimischen Gefilde. Ein Urlaubsformat hat dabei in den vergangenen Jahren einen echten Imagewandel hingelegt: das Camping. Von Isomatten und Klappstühlen geht der Trend zu vollintegrierten Luxusmobilen und „Glamping“: Auf den immer luxuriöseren Plätzen laden oft sogar Swimmingpools zum Sprung ins kalte Nass ein und die glamourösen Wohnmobile bieten teilweise mehr Platz und Komfort als so manches Hotelzimmer. Dank des Trends zum Mieten von Wohnwagen bleibt das Format dennoch erschwinglich. Wie sich Camping im Jahr 2017 entwickelt, klärt dieser Artikel.

Wohnmobile: Immer luxuriöser

Ganz klar: Der Trend beim Camping geht zu mehr Komfort. Neben einem Boom bei teil- und vollintegrierten Wohnmobilen der Mittelklasse, geht die Tendenz in jüngster Zeit zu Luxus-Wohnmobilen jenseits der 100.000 Euro. So erklärt Heiko Paul vom Fachmagazin „Reisemobil international“ der Nordwest Zeitung: „Liner von Concorde, Morelo und Niesmann + Bischoff bieten allen erdenklichen Luxus bei Preisen von 100.000 Euro und darüber hinaus“. Diese und ähnliche Anbieter kämen mit der Produktion gar nicht mehr hinterher: So ausgebucht wie sie sind, so lang sind auch die Wartelisten für Käufer.

Vor allem Jüngere mieten anstatt zu kaufen

Die Käufer von Wohnmobilen sind zwar auch weiterhin eher älter; trotzdem entdecken das Urlaubsformat auch zunehmend jüngere Menschen und Familien. Der Grund dafür ist unter anderem die Möglichkeit, die Fahrzeuge einfach für den Urlaub zu mieten – so erübrigen sich die teuren Anschaffungskosten. Heiko Paul erklärt: „Der durchschnittliche Reisemobilkäufer ist 55 Jahre oder älter. Die Mieter gerade von kompakten Fahrzeugen hingegen sind deutlich jünger.“ Auch online werden Vermieter und Interessenten zusammengebracht. Wer zudem noch spontan ist, kann sogar von günstigen Last-Minute-Angeboten profitieren, die Internet-Plattformen wie Campanda auflisten. Das macht die mietbaren Wohnmobile nochmals erschwinglicher.

Glamping: Camping mit Hotelkomfort

Nicht mehr ganz so neu, aber noch immer für Verwunderung sorgt der Trend „Glamping“. Dabei handelt es sich um glamouröses Camping. Statt mit Gas- oder Campingkocher sind Zelte auf so manchen Glampingplätzen mit komfortablen Küchen ausgestattet. Mitunter gehören sogar Swimmingpools oder eigene Strandabschnitte zum luxuriösen Equipment. Der Trend stammt eigentlich aus den USA, doch auch in Deutschland und in den europäischen Nachbarländern ist er längst angekommen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat dem Glamping kürzlich einen umfangreichen Artikel gewidmet und zieht darin mit Blick auf Glamping-Unterkünfte Parallelen zu den geräumigen Zauberzelten, die in der Welt von Harry Potter aufgeschlagen werden.

Sowohl der Trend zu immer besser ausgestatteten Wohnmobilen wie auch das Glamping zeigen, dass viele Urlauber Hotelkomfort und Naturnähe kombinieren wollen. Ob sich damit das klassische Camping nachhaltig verändern wird, bleibt aber noch abzuwarten.


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