5 Dinge, die du über Google Calico wissen solltest

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Google ist viel mehr als nur eine Suchmaschine. In unserem Bericht zu 9 Projekten, mit denen Google die Welt verändern will, haben wir bereits auf das mysteriöse Start Up Calico, das Google vor nicht all zu langer Zeit gekauft hat, hingewiesen. Seit kurzem hat Google Calico nun auch eine eigene Homepage und verrät mehr über die Tätigkeit des Unternehmens. Was sich dahinter verbirgt und warum uns Calico vielleicht alle noch unsterblich machen wird, lest ihr in unserer Liste zu 5 Dingen, die du über Google Calico wissen solltest.

1. Google Calico versucht ein Rezept für die Unsterblichkeit zu finden

Das klingt vielleicht etwas übertrieben aber wenn man sich einmal die genaue Unternehmensbeschreibung anschaut, ist es das Ziel von Calico altersbedingte Krankheiten zu heilen, um somit den Alterungsprozess zu verbessern. Damit steht Calico in direkter Verbindung zu anderen Projekten von Google, wie z.B. deren Krebsforschung. Google Gründer Larry Page hat auf seiner Google+ Seite selbst angekündigt, dass es für Calico oberste Priorität sei alle Krankheiten, die erst im hohen Alter der Menschen auftreten, heilbar zu machen. Dabei soll insbesondere die Krebs- und Herzforschung vorangetrieben werden, da hierdurch die meisten Menschen im Alter sterben.

2. Calico ist nicht Googles erste Investition im Bereich Gesundheit und BioTech

Wichtig für die Erforschung altersbedingter Krankheiten ist natürlich ein ausführlicher Datensatz an Probanden. Genau hier spielt Google seine Karten aus. Das Unternehmen aus Mountain View, CA ist bekannt dafür bereits junge und vielversprechende Unternehmen finanziell zu unterstützen, um diese dann später in den Google-Konzern zu integrieren.

So beschreibt sich Google Calico auf der eigenen Homepage.

So beschreibt sich Google Calico auf der eigenen Homepage.

So ist es auch mit dem Start-Up 23andMe, das Google bisher kräftig mitfinanzierte. Dahinter verbirgt sich ein Unternehmen, das Privatpersonen ermöglicht ihre DNA untersuchen zu lassen. Daher auch der Name 23andMe, der auf die 23 Chromosomenpaare des Menschen anspielt. Für 99 $ können Kunden eine Speichelprobe einreichen, um dann zu erfahren, ob sie unter einer von über 200 genetisch bedingten Krankheiten oder Veranlagungen leiden. Ein Unternehmen, das also perfekt in das neue Gesundheitsportfolio von Google passt und Daten aus erster Hand für Google Calico liefern kann.

3. Arthur Levinson ist der Kopf hinter der ganzen Sache

Inseiner Ankündigung auf Google+ erklärte Google-Gründer und CEO Larry Page, dass Arthur Levinson das Projekt Calico vorantreiben soll. Er selbst äußert sich zu der ganzen Sache ebenso über Google+ hier. Aber wer ist überhaupt Arthur Levinson und sollte man diesen Mann kennen?

Levinson ist auf dem Gebiet der Bio-Technologie bereits eine große Nummer. So war er lange Zeit der CEO von Genentech, einem Unternehmen, das sich sich auf die Genexpression fokussierte (Näheres dazu auf Wikipedia). Gleichzeitig wurde Levinson aber noch bekannt durch seine Rolle als Chairman bei Apple, die er auch immer noch hält.

Mit Calico arbeitet somit Google und Apple, die zwei größten Technologie-Konzerne unserer Zeit, zusammen, um uns vor altersbedingten Krankheiten wie Krebs oder Herzerkrankungen zu schützen. Obwohl beide Unternehmen bisher nicht für ihre Innovationen im Bio-Technologie Bereich bekannt waren, können wir uns kein besseres Team vorstellen, um diese Thematik voranzutreiben

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4. Man sollte von Calico erst einmal nicht zu viel erwarten

Eines ist sicher. Auch wenn Google und Apple nun an der „Heilung“ des menschlichen Todes arbeiten, sollte man nicht mit Ergebnissen innerhalb der nächsten Jahre rechnen. In einem Interview mit der Time erklärte Larry Page, dass man erst einmal schauen möchte, wohin die Reise geht. Entsprechend wird Calico nicht sofort mit Unmengen an Geld unterstützt und soll sich langsam entwickeln.

Auch wieviel Mitarbeiter in Zukunft eingestellt werden, wurde bisher noch nicht geklärt. Larry Page meint selbst, dass man bei Calico keine Ergebnissen innerhalb der nächsten 10 Jahre erwartet, da einfach noch viel Grundlagenforschung betrieben werden muss. Ob und wann Calico also erste Ergebnisse liefert, hängt stark von deren zukünftigen Entwicklung ab und wie sehr Google bereit ist, das Unternehmen finanziell stärker auszustatten.

5. Calico steht für …

Viele haben sich schon gefragt, für was der Name Calico überhaupt steht und hier ist die Antwort. Calico ist eine Abkürzung für „California Life Company“, wobei man immer die ersten zwei Buchstaben jedes Wortes genommen hat, um den Namen zu bilden.


Was haltet ihr von Calico und glaubt ihr, dass es den Alterungsprozess verlangsamen bzw. verbessern kann? Schreibt eure Meinung dazu doch einfach in die Kommentare und lasst uns diskutieren. Ihr wollt mehr über Google Projekte erfahren? Dann schaut doch mal bei Project Zero oder Project Wing vorbei. Oder interessiert ihr euch für noch mehr Medizin Projekte von Google? Dann schaut doch unbedingt bei unserem Spezialartikel zu diesem Thema vorbei.


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