01Von Amazon wurde „Amazon Echo“ bereits vorgestellt und nun zieht auch Google mit seinem revolutionären Produkt „Google Home“ nach: eine kleine Box für zu Hause, die Dank künstlicher Intelligenz das Leben des Nutzers leichter machen soll. Was hinter dem Produkt steckt, was es im Vergleich zu Amazon Konkurrenzprodukt kann und was wir womöglich bald von Apple erwarten, erfahrt ihr hier.

Google Home: Der persönliche Assistent für Zuhause

Sprach man „Ok Google“ zu seinem Android-Gerät, konnte man bereits den persönlichen Assistenten von Google nutzen und nun soll diese tolle und nützliche Funktionalität mit Google Home auch in die eigenen vier Wände kommen. Dabei ist Google Home so viel mehr als ein persönlicher Assistent. Man kann sich das Gerät wie eine kleine Lautsprecherbox vorstellen, die dank integriertem Mikrofon immer zuhört, wenn der Nutzer mit ihr spricht. Dabei spielt es keine Rolle, ob man Google Home eine Frage stellt, es bittet die eigene Lieblingsmusik abzuspielen oder das Licht im Wohnzimmer auszuschalten – der kleine Alleskönner hilft einem bei jeder Anfrage.

Dank abnehmbarer Unterteile kann der persönliche Assistent ganz den eignen Vorstellungen angepasst werden.

Dank abnehmbarer Unterteile kann der persönliche Assistent ganz den eignen Vorstellungen angepasst werden.

Mithilfe eines Far-Field-Microphones soll es dabei sogar möglich sein, dass sich der Nutzer weit entfernt in einem anderen Zimmer befinden kann und Google Home immer noch beratend und unterstützend zur Seite steht. Das kleine Gerät besteht neben dem Mikrofon und dem Lautsprecher aber auch noch aus einem abnehmbaren unterem Gehäuse, das man – entsprechend zur eigenen Raumgestaltung – in allen Farben schmücken kann. Oben auf dem Gerät befinden sich schlussendlich noch vier Lampen, wodurch der Nutzer erkennen kann, wann das Gerät arbeitet und wann es womöglich einen Befehl nicht verstanden haben sollte.

Das Gerät ist leider nicht zum Mitnehmen geeignet aber dank der permanenten Stromverbindung war es Google möglich, den Personal Assistant für Zuhause mit einem leistungsstarken Lautsprecher auszustatten, der einen wirklich fantastisch guten Sound liefern soll. Dank Integration mit Google Music oder anderen Streaming-Diensten wie Spotify kann man also problemlos die eigene Musik mit dem Lautsprecher von Google Home genießen.

Aber auch bei anderen Dingen soll Google Home das Leben der Nutzer erleichtern. So soll es z.B. auf verschiedenste Fragen immer eine Antwort parat haben. Im Produkt-Teaser erhielt der Nutzer Antworten auf Fragen wie z.B. „Wann geht mein Flug heute Abend los“, „Welche Termine habe ich heute“ oder aber auch schwierigere Fragen wie „Wie viele Sterne gibt es in unserer Galaxie“. Als wäre das aber noch nicht genug, kann man mit Google Home auch Tische in einem Restaurant reservieren oder das Licht im Haus darüber steuern. Wie viele dieser Funktionen dann aber auch außerhalb des US-Amerikanischen Marktes verfügbar sind, dürfte noch in den Sternen stehen. Gerade Tischreservierungen in einem Restaurant sind auch bei Apple nur auf dem US Markt möglich.

Was unterscheidet Google Home von Amazon Echo

Diese kleine Runde Box ist Amazon Echo.

Diese kleine Runde Box ist Amazon Echo.

Mit dem Gerät „Amazon Echo“ hat Amazon bereits vor Google ein ähnliches Produkt auf dem Markt gebracht, das ähnliche Funktionen für den Nutzer erfüllt. Allerdings unterscheiden sich die beiden Geräte in einigen wichtigen Punkten. So kann man mehrere Google Home Geräte besitzen und diese in alle Räume des eignen Hauses verteilen. Amazon Echo ermöglicht diese Kommunikation der Geräte untereinander jedoch nicht, sodass Google hier eindeutig den größeren Vorteil bietet. Bisher ist Google Home aber auch nicht für mehrere Nutzer konzipiert, sondern kann lediglich mit nur einem Nutzerkonto verbunden werden. In Zukunft soll diese Funktionalität aber noch dazu kommen, sodass alle Familienmitglieder in den Genuss des persönlichen Assistenten von Google kommen können.

Der größte Vorteil von Amazon Echo ist allerdings im Vergleich zu Google Home, dass es eine Entwicklerschnittstelle besitzt, mit der App-Entwickler zusätzliche Funktionalität mithilfe von Apps in das Gerät einbauen können. Google hat diese Möglichkeit noch nicht in ihr Gerät integriert aber bereits angekündigt, dass es in Zukunft möglich sein soll. Solange hat Amazon Echo aber die Nase hierbei vorn.


Es ist noch nicht viel über Google Home bekannt aber spätestens Ende des Jahres oder Anfang nächsten Jahres werden wir mehr wissen, wenn Google das Gerät endlich auf den Markt bringt. Ein großer Kritikpunkt, den wir hier allerdings bewusst noch nicht angesprochen haben, ist das Thema Datensicherheit. Um dem Nutzer die größtmögliche Funktionalität bieten zu können, muss Google Home immer mithören und öffnet damit Hackern, Geheimdiensten, Google oder anderen Tür und Tor, um an die persönlichsten Daten der Nutzer zu kommen. Inwiefern hier persönliche Daten gespeichert werden und angreifbar sind, ist noch nicht klar aber stimmt einen natürlich bedenklich. Was sagt ihr aber zu Google Home? Seht ihr es als nächsten Schritt des digitalen persönlichen Assistenten oder lediglich einen Weg mehr für Google an die intimsten Daten ihrer Nutzer zu kommen? Schreibt uns eure Meinung dazu doch einfach in die Kommentare und lasst uns darüber diskutieren.


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