PewDiePie – Der Mann, der mit YouTube-Videos Millionen verdient

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Felix Kjellberg alias PewDiePie ist mit mehr als 25 Millionen Abonnenten und über 4 Milliarden Klicks der erfolgreichste Künstler auf der Videoplattform YouTube. Mit seinen „Let’s Play“, also Aufnahmen die ihn beim Videospielen zeigen, hat er bereits mehr als eine Million Dollar an Werbeeinnahmen erwirtschaftet. Mittlerweile ist das Spielen für ihn zum Beruf geworden und hat ihn auf YouTube mehr Klicks gebracht als Justin Bieber und Katy Perry zusammen geschafft haben.

Der neue Trend: Let’s Plays

Let’s Plays sind zu einem lukrativen Wirtschaftsbereich geworden. Die fünf größten Let’s-Player auf YouTube haben mittlerweile mehr Abonnenten als Peru Einwohner besitzt. D.h. mehr als 30 Millionen Menschen weltweit schauen täglich die von den Internetstars produzierten Videospieleclips an. Einschaltquoten, von denen ein „Wer wird Millionär“ oder „Wetten, dass…“ hierzulande nur träumen können. Zum Vergleich: der amerikanische Fernsehprogrammanbieter HBO, der exzellente Serien wie „Game of Thrones“ oder „The Sopranos“ produziert, kommt auf weltweit 85 Millionen Abonnenten. Zugegeben, das ist mehr als das Dreifache der Abonnenten von PewDiePie. Gleichzeitig sollte man aber beachten, dass die YouTube-Stars weder über die finanziellen Mittel für solch große Megaproduktionen verfügen noch über die Markterfahrung. Für die traditionellen Medien entsteht somit eine ernstzunehmende Konkurrenz aus dem Kinderzimmer.


PewDiePies beliebtestes Video auf YouTube

Was verdient PewDiePie?

Die Let’s Plays werden mittlerweile auch nicht nur aus Liebe zu Computerspielen erstellt. Viele, gerade junge Künstler, erhoffen davon sich den Lebensunterhalt verdienen zu können. Das ist gar nicht so unrealistisch. PewDiePie’s Einkommen wird nach Meinung der Seite SocialBlade mittlerweile auf 120.000 $ bis 1,1 Million $ geschätzt. Nicht im Jahr – im Monat! Die große Schwankung kommt dadurch zustande, dass nicht garantiert werden kann, welche Werbung YouTube während und vor den Let’s Plays schaltet.

Zugegeben ist Felix Kjellberg ein Sonderfall aber auch andere YouTuber können mittlerweile schon von ihren Videos leben. Die deutschen YouTube-Channels von Y-Titty, LeFloid oder David Hain generieren wöchentlich tausende von Klicks und somit auch immer mehr Werbeeinnahmen für die Künstler. Der bekannteste deutsche Let’s Player Gronkh war im letzten Jahr sogar die sechst meistgesuchteste Person bei Google in Deutschland. Noch vor Bushido oder Rihanna. Bei einem monatlichen Einkommen von 17.000 $ bis 141.000 $ kann sich der junge YouTube-Star unmöglich beschweren.

YouTube wird für Investoren immer interessanter.

YouTube wird für Investoren immer interessanter.

Immer mehr Mediennetzwerke sammeln sich bei YouTube

Aus diesem Grund steigen immer mehr Großunternehmen und Investoren in den YouTube-Markt ein. Mediennetzwerke, die junge YouTuber promoten und ihnen bei der Erstellung ihrer Videos unter die Arme greifen um hierfür einen Teil der Werbeeinnahmen zu erhalten, sprießen im Moment überall aus dem Boden und werden von Private Equity Unternehmen mit Unmengen an Kapital ausgestattet. Aber auch die traditionellen Medien wollen nun auf den Zug aufspringen. So stieg die ProSiebenSat.1 AG in diesem Jahr bei dem US-YouTube-Netzwerk Collective Digital Studio ein. Für lediglich 20 % der Anteile musste das Unternehmen einen zweistelligen Millionenbetrag zahlen. Auf dem deutschen Markt versuchen sie mit ihrem Tochterunternehmen Studio 71 Fuß zu fassen. Selbst YouTube Star PewDiePie plant nun sein eigenes Mediennetzwerk zu gründen, um damit jungen YouTubern helfen zu können.

Die Chancen für Neueinsteiger mit YouTube Geld zu verdienen, werden allerdings immer geringer. Die etablierten Player haben bereits solch eine große Marktmacht, dass junge Talente in dem Überfluss an Videos auf YouTube einfach untergehen. Umso erstaunlicher ist es aber, dass es dennoch immer wieder neue Gesichter unter den YouTube Stars zu finden sind. Das Wachstum der Videoplattform ist noch lange nicht abgeschlossen und solange es täglich mehr Nutzer gibt, die YouTube als alternative Unterhaltungsplattform zu den herkömmlichen Medien für sich entdecken, besteht auch noch Hoffnung für die vielen noch unbekannten YouTube-Talente.


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