Roboter: Was wir erwarten können

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Im Kino sind sie schon längst angekommen und auch in der realen Welt sollen sie bald zu sehen sein: Roboter. Die Idee einer künstlichen Intelligenz, die aufgrund eines eigenen mechanischen Körpers selbst agieren und reagieren kann, besteht schon seit vielen Jahren. Anders als es uns Hollywood aber vorgaukeln möchte, ist die Roboterentwicklung im Moment noch nicht sehr weit fortgeschritten. Zwar gibt es schon die ersten Roboter, die rudimentäre Bewegungen durchführen können bzw. auf ihre Umwelt reagieren können aber von einer selbstständig denkenden künstlichen Intelligenz ist man noch weit entfernt. Wie der aktuelle Stand in der Roboter-Technik ist und worauf wir uns freuen können, erfahrt ihr hier bei uns.

Der aktuelle Stand der Roboter Technologie

Im Moment gibt es bereits Roboter, die jedoch ausschließlich auf einem kleinen Gebiet gut funktionieren. Sei es ein Fußball spielender Roboter, Maschinenarme bei der Autoproduktion, kochende Roboter, lernende Roboter oder aber auch Transportroboter.

Jede Technologie bringt auf ihrem Gebiet einen Nutzen und ist aktuell schon in einem sehr fortgeschrittenen Zustand aber bisher konnte noch niemand ein umfassendes Robotersystem schaffen, sodass man wirklich von einer künstlichen Intelligenz sprechen kann. Dabei gibt es bereits Menschen, die vor so einer Entwicklung warnen.

Allen voran PayPal und SpaceX Gründer Elon Musk, der der Zukunft der künstlichen Intelligenz skeptisch gegenübersteht. Wie wir bereits berichteten, fürchtet Elon Musk einen Punkt, bei dem die künstliche Intelligenz von Robotern so weit vorangeschritten ist, dass man sich um das Überleben der Menschheit sorgen muss.

Elon Musk hat durch seine Unternehmen – PayPal, SpaceX, TeslaMotors und dem Hyperloop-Projekt – viel mit Informatikern zu tun und erfährt somit immer aus erster Hand, wie weit die Technik vorangeschritten ist. Wann es jedoch zur Entwicklung einer, für den Menschen gefährlichen, künstlichen Intelligenz kommt und ob dieser Zustand jemals erreicht wird, kann niemand mit Gewissheit sagen. Im nächsten Abschnitt wollen wir euch aber Boston Dynamics vorstellen, die für viele bereits das Skynet der realen Welt sind und somit eine mögliche Gefahr darstellen könnten.

Boston Dynamics: Googles eigene Roboter Armee

Geht es um den wirtschaftlichen Einsatz von Robotern außerhalb der Industrieproduktion ist Boston Dynamics sicherlich eines der führenden Unternehmen. Gegründet wurde das Unternehmen bereits 1992 aber erreichte erst 2013 internationale Aufmerksamkeit, nachdem es vom Suchmaschinen-Gigant Google aufgekauft wurde.

Die Robotik-Schmiede arbeitet dabei eng mit dem US-amerikanischen Militärunternehmen DARPA zusammen und versucht deshalb militärisch nutzbare Roboter zu entwickeln. Natürlich ist nie die Rede von einer Maschine, die Menschen tötet sondern ausschließlich die Unterstützung des Militärs bei Naturkatastrophen. Aber irgendwie bleibt bei der Vorstellung von Robotern beim Militär ein fader Beigeschmack. Insbesondere die neuste Entwicklung von DARPA – selbstlenkende Gewehrgeschosse – können in Verbindung mit Robotern doch für Angst sorgen.

Das Roboter-Modell Atlas

Mit dem Atlas-Modell zeigt Boston Dynamics wie weit die Entwicklung des Robo Sapiens bereits ist. In Form eines Menschen wurde ein 1,80m großer Roboter gebaut, der offiziell für Such- und Rettungsmissionen eingesetzt  werden kann. Die Technik ist dabei so gut vorangeschritten, dass der Atlas-Roboter nicht nur auf unebenem Boden gut laufen kann, sondern gleichzeitig auch Stolperer und Schubser ausgleichen oder in die Knie gehen kann. Wie gut das alles funktioniert, könnt ihr in diesem Video sehen.

Atlas soll offiziell bei Such- und Rettungsmissionen eingesetzt werden, bei denen Menschen selbst nicht tätig werden können. Als Beispiel wird die Unterstützung bei einem Unfall im Atomkraftwerk oder dem Öffnen schwerer Türen genannt. Auch wenn das US-Verteidigungsministerium öffentlich bekanntgab, dass kein Interesse am militärischen Einsatz bestehe, sollte man die  Entwicklung dennoch mit Vorsicht verfolgen. Mittlerweile gibt es ein Update des Atlas-Roboters, der ihn wesentlich menschlicher ausehen lässt und funktionsfähiger macht.

Das Roboter-Modell WildCat

Während Atlas vom Äußeren einem Menschen ähnelt, so ist das Design von WildCat dem einer Raubkatze nachempfunden. WildCat wurde als Transportroboter konzipiert, um Soldaten beim Transport schwerer Geräte zu unterstützen.

Die Technologie ist dabei so weit vorangeschritten, dass der Roboter auf fast jedem Gelände eingesetzt werden kann. Sogar auf einem Eisboden. Die mögliche Höchstgeschwindigkeit liegt bei ca. 26 km/h und macht die Raubkatze damit halb so schnell wie Spitzensportler Usain Bolt. Mehr ist über die kleine Roboter-Raubkatze noch nicht bekannt aber man kann sich sicher sein, in Zukunft noch mehr von WildCat zu hören.

Cyberdyne: Die etwas andere Nutzung der Technologie

Während man bei Boston Dynamics immer ein wenig Angst davor hat, dass ein Roboter vielleicht auch mit Waffen ausgerüstet werden könnte, zeigen die Entwickler von Cyberdyne welche andere Verwendung mit Robotern noch möglich ist. Statt auf selbstagierende Maschinen setzt man bei Cyberdyne auf die Fusion von Mensch und Maschine.

Mit dem Hal 5 (Hybrid Assistiv Limb) hat Cyberdyne ein Exoskellet entwickelt, das seinem Träger mehr Stärke und Schnelligkeit geben soll. Ein einzelner Mensch soll mit einem Hal 5 Anzug bis zu 10 mal mehr Kraft aufbringen können und somit auch in sonst unmöglichen Einsatzgebieten helfen können.

Man kann sich also das Wrack einen Flugzeuges nach einem Absturz vorstellen bei dem Hal-Nutzer wesentlich feinfühliger die Überreste abtransportieren könnten als durch den Einsatz herkömmlicher Maschinen. Auch der Einsatz bei gehbehinderten Menschen ist nicht von der Hand zu weisen und zeigt somit ebenso die medizinischen Möglichkeiten der Roboter-Entwicklung.

Terminator Fans werden bei dem Namen Cyberdyne jedoch aufschrecken. Im Film hieß das Unternehmen, dass die tödlichen Roboter und die künstliche Intelligenz „Skynet“ entwickelt hat nämlich genauso. Übersieht man allerdings diesen kleinen Fakt dann geht von Cyberdyne absolut keine Gefahr aus. Ganz im Gegenteil. Das Unternehmen könnte die Zukunft vieler kranker Menschen sein und deren Leben somit lebenswerter machen.

Fazit

Die Zukunft der Roboter kann dem Mensch Vor- aber auch Nachteile bringen. Dabei gilt immer, dass nicht die Maschine den Nachteil mit sich bringt sondern der Mensch, der sie falsch einsetzt. Wie auch bei anderen Entwicklungen wie z.B. Google Glass ist es aber nicht hilfreich sich lediglich auf die schlechten Aspekte zu fokussieren. Stattdessen sollte man den Nutzen in der Technologie sehen und der ist sowohl bei den Robotern von Cyberdyne als auch bei denen von Boston Dynamics gigantisch.

Natürlich kann die Technologie auch als Waffe eingesetzt werden aber das ist bei jeder neuen Technologie so. Sei es das Feuer, das Rad oder das Internet. Falsch eingesetzt ist jede dieser Entwicklung als Waffe einsetzbar aber wer möchte sich jetzt noch ein Leben ohne Feuer, Autos oder dem Internet vorstellen.

Wie ist eure Meinung zu dem Thema? Befürwortet ihr die Entwicklung von Robotern oder habt ihr dieselben Befürchtungen wie Elon Musk? Schreibt eure Meinung dazu doch einfach in die Kommentare und lasst uns diskutieren.


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