Wie ein Kartoffelsalat auf Kickstarter die Welt erobert hat

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Kickstarter ist eine der bekanntesten Crowd-Funding Seiten im World Wide Web. Nutzer können dort ihre Idee vorstellen und dann in der Community nach Geld fragen. Zahlreiche gute Projekte konnten somit schon Realität werden. Man erinnere sich nur an Kickstarter Projekte wie Oculus Rift, die Virtual Reality Brille die später von Facebook gekauft wurde oder aber auch die Smartwatch Pebble die, anders als bisherige Smartwatches, mit einem E-Paper-Display funktionieren. Nun macht aber ein Kartoffelsalat auf Kickstarter die Runde und erobert die Herzen vieler Nutzer. Was sich hinter der ganzen Geschichte verbirgt und warum ein Kartoffelsalat über 50.000 $ teuer sein kann, erfahrt ihr hier.

Alles begann mit einem einfachen Kartoffelsalat

Das Kickstarter auch für etwas sinnlose Projekte genutzt werden, zeigt unsere Hitliste der 10 schlechtesten Kickstarter Kampagnen. Den Stein, den „Zack Danger Brown“ allerdings mit seinem Kartoffelsalat auf Kickstarter ins Rollen gebracht hat, kann sicherlich nichts so schnell übertrumpfen. Zack hatte einen Traum. Er wollte für sich einen leckeren Kartoffelsalat machen und weil ihm das Geld dafür fehlte, bat er auf Kickstarter um die fehlenden 10 Dollar.

 

Zack Brown auf Kickstarter

Zack Brown auf Kickstarter

Warum man das macht? Sicherlich nicht nur, weil er einen Kartoffelsalat für sich machen wollte, den er nicht bezahlen konnte. 10 Dollar sind schließlich nicht der Weltuntergang und auch Zack Brown hätte sich das Essen problemlos leisten können. Aber Zack wollte damit auch provozieren und auf die vielen dummen Kickstarter Kampagnen hinweisen, die täglich auf der Crowd-Funding-Seite veröffentlicht werden.

Keiner konnte ahnen, dass ein Kartoffelsalat solch einen Wirbel verursacht

Das besondere an Zacks Kickstarter Kampagne war aber nicht die Sinnlosigkeit seines Projektes, sondern dass sein gesetztes Ziel von 10 $ bereits nach einigen Minuten erfüllt war und – wie gesagt: es geht um einen Kartoffelsalat – nach einigen Stunden bereits mehrere hundert Dollar gespendet wurden. Als wäre das aber noch nicht genug, unterstützen immer mehr Kickstarter Zack Brown und spendeten immer mehr Geld für ihn bis er schlussendlich 50.000 $ mit seinem Projekt einnahm.

Der 50.000 Dollar Kartoffelsalat blieb natürlich nicht lange unentdeckt, sodass Zack Brown plötzlich in Fernsehshows eingeladen wurde und Zeitschriften über ihn berichteten. Er wurde somit über Nacht zur Internet-Ikone und das nur aufgrund eines Kartoffelsalats. Keine hätte geglaubt, dass dieses Kickstarter-Projekt solche Ausmaße annehmen wird.

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Was macht man mit 50.000 $ wenn man eigentlich nur einen Kartoffelsalat wollte?

Daaus den gewünschten 10 Dollar ganz schnell 50.000 Dollar wurden, hat Zack Brown seine Ziele mit dem Kartoffelsalat natürlich etwas verändert. Als er z.B. 35 $ an Spenden eingenommen hatte, versprach er nun 4 Kartoffelsalate anzufertigen und bei 100 $ wollte er dann unterschiedliche Rezepte ausprobieren. Bei 250$ sollte es eine bessere Mayonnaise sein, bei 350 $ ein drittes Rezept und bei 1.000 $ versprach er sogar den Verzehr des Kartoffelsalats live über das Internet auszustrahlen

Anstatt von dem Geld in den Urlaub zu fahren, zeigte Zack Brown allerdings wahre Menschlichkeit und möchte den Spendern etwas davon zurückgeben. Aus diesem Anlass veranstaltet er mit den 50.000 $ nun eine Kartoffel Salat Party zu der er das ganze Internet einlädt. Eine ehrenhafte Geste aber sind wir doch mal ehrlich: 50.000 $ für eine Party bei der das ganze Internet eingeladen ist? Das klingt nach zu wenig Geld für eine zu große Party. Wäre also mal wieder Zeit für ein neues Kickstarter-Projekt von Zack.

Habt ihr die Geschichte um Zack Brown und seinem Kartoffelsalat verfolgt und was haltet ihr davon? Zeigt es euch, wie dumm das Internet doch manchmal sein kann oder seht ihr darin den guten Charakter der Internet-Community? Schreibt eure Meinung dazu doch einfach in die Kommentare.

 


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