Eine Frage die durchaus berechtigt ist: Wie kann eine Spezies denn bitte zweimal aussterben? Aussterben heißt doch, dass es kein Exemplar der Spezies mehr gibt und dennoch soll sie noch einmal ausgestorben sein? Unglaublich aber wahr, denn genau das ist dem Iberischen Steinbock passiert, der nach seinem Aussterben eben … noch einmal ausgestorben ist. Wie das ganze überhaupt möglich war und was sich hinter der unglaublichen Geschichte verbirgt, erfahrt ihr jetzt.

Der Fall von Celia

Ein Iberischer Steinbock vor dem Aussterben der Spezies, Quelle: Wikipedia, Osado.

Der Iberische Steinbock war eine in Spanien lebende Tierart. Trauriger Weise gab es im Jahr 2000 von dieser Art jedoch nur noch ein Exemplar, eine Ziege, die Forscher liebevoll Celia nannten. Am 06. Januar 2000 mussten ansässige Hirten jedoch beobachten, wie die Ziege Celia von einer Klippe in den Pyrenäen fiel und die Spezies des Iberischen Steinbocks somit endgültig ausstarb.

Das Aussterben der Bucardo – wie die Steinbock-Art in Spanien auch genannt wurde – wurde von Wissenschaftlern weltweit jedoch schon lange beobachtet und man wollte dem entgegenwirken. Deshalb entnahm man Celia vor ihrem Ableben noch Proben ihrer DNA, um die Bucardo zu einem späteren Zeitpunkt – wenn Klonen einmal möglich sein sollte – wiederzuerwecken.

Der erste Klon einer ausgestorbenen Spezies

Zwei Jahre später war es dann soweit und eine Forschergruppe injizierte die DNA von Celia in die Eizelle einer anderen Ziege, deren genetische Information zuvor aus der Zelle entfernt wurde. Das Experiment gelang und die Eizelle begann sich erfolgreich zu teilen. Man platzierte die Eizellen in lebende „Leihmütter“-Ziegen und hoffte, dass diese den Fötus austragen würden. Nahezu alle Schwangerschaften führten zu einer Todgeburt der Babyziege aber ein Fötus konnte jedoch lebend geboren werden, sodass der Iberische Steinbock nach seinem Aussterben erfolgreich wieder auferstanden ist.

Der Erfolg hielt jedoch nicht lang. Die Lungen der kleinen Ziege waren fürchterlich deformiert, sodass das neugeborene Tier bereits nach sieben Minuten wieder starb, was dazu führte, dass der Bucardo ein zweites Mal ausstarb.



Der Fall des Iberischen Steinbocks erinnert viele Menschen sicherlich an den Kinofilm „Jurassic Park“ von Steven Spielberg und lässt hoffen, dass in Zukunft das Wiederbeleben einer ausgestorbenen Spezies möglich sein sollte. Wir können also nur hoffen, dass ausgestorbene Tierarten irgendwann wieder auf diesem Planet zu finden sind. Wer weiß, ob in naher Zukunft bald wieder Mammuts über unsere Wiesen laufen oder Dinosaurier in unseren Wäldern jagen werden.

Was sagt ihr zu dem Klonversuch von Celia? Sollten Wissenschaftler häufiger derartige Experimente durchführen oder versucht der Mensch hierbei nur Gott zu spielen? Schreibt uns eure Meinung dazu doch einfach in die Kommentare und lasst es uns wissen.

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