Invisible Girlfriend: die vorgetäuschte Freundin als App

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Der App-Markt hat mittlerweile die skurrilsten Apps und Anwendungen hervorgebracht. Von Apps für Furzgeräusche bis zu Bang-with-Friends ist im 21. Jahrhundert alles möglich, was man sich nur auf einem Handy vorstellen kann. Die vielleicht komischste App ist aber Invisible Girlfriend, die dem Nutzer das Gefühl gibt eine Freundin zu haben. Richtig gelesen: nicht andere Menschen sollen glauben, dass der Nutzer eine Freundin hat, sondern der Nutzer selbst. Wer für so etwas überhaupt Geld ausgibt und wie lukrativ das Geschäft ist, erfahrt ihr hier.

Invisible Girlfriend – die unsichtbare Freundin

Hinter dem Dienst Invisible Girlfriend bzw. auch Invisible Boyfriend steckt ein Unternehmen, dass euch regelmäßig Textnachrichten bzw. Fotos schickt oder auf die Mailbox redet und euch somit das Gefühl gibt als hättet ihr eine Freundin oder einen Freund.

Für monatlich 25$ (ca. 22€) bekommt ihr also das volle Girlfriend-Paket und könnt euch über Nachrichten freuen wie „Hey Schatz ich bin auf dem Weg, zieh dich schon mal aus“, „Hast du in deiner Pause Zeit für einen kleinen Quicky?“ oder „Hättest du Lust auf einen Dreier?“ (Zumindest erhalte ich IMMER solche Nachrichten von meiner Freundin).

Wer sich dann erst einmal für den Invisible Girlfriend-Dienst entschieden hat, bekommt pro Monat ca. 100 Textnachrichten, 10 Anrufe auf dem AB, eine handschriftliche Notiz, eine offizielle Hintergrundgeschichte wie man sich kennengelernt hat und – quasi gratis mit dazu – einen Eimer Schande, in dem man sich dann suhlen kann.

Schon zu lange alleine? Die Invisible Girlfriend kann helfen.

Schon zu lange alleine? Die Invisible Girlfriend kann helfen.

Wer nutzt eigentlich Invisible Girlfriend

Zugegeben, allein die Tatsache, dass es so einen Dienst überhaupt gibt, lässt einen doch sehr traurig werden, aber noch trauriger sollte man eigentlich über die Menschen sein, die Invisible Girlfriend tatsächlich nutzen. Der Gründer des Dienstes – Matthew Homann – erklärte in einem Interview, dass es verschiedene Gründe zur Nutzung von Invisible Girlfriend gibt.

Einige Nutzer würden die App nur nutzen, um den konservativen Eltern vorzuspielen, dass man nicht schwul oder lesbisch sei. Andere wiederum wären Soldaten, die gern das Gefühl hätten, dass Zuhause jemand auf sie wartet (*In diesem Moment wischt sich der Autor gerade eine Träne aus dem Gesicht) und ganz andere Nutzer wollen einfach nur trainieren, wie es ist eine Freundin zu haben, um dann auf den Ernstfall vorbereitet zu sein. So könnte man üben wie man per SMS flirtet oder einfach nur sehen, was man eigentlich mit einer Freundin außerhalb des Schlafzimmers alles machen kann. (Lacht so viel ihr wollt aber ich hole mir erst einmal eine neue Packung Taschentücher).

73 jähriger beim SchauenHinter Invisible Girlfriend stehen außerdem keine Computer-generierten Nachrichten sondern echte Menschen, die sich die Antworten der Nutzer durchlesen und darauf reagieren. Dass aber ein Nutzer nur einer Mitarbeiterin (vielleicht aber sogar auch einem Mitarbeiter) zugestellt ist, kann man doch bezweifeln.

Bevor jetzt aber andere auf die Idee kommen ein eigenes Start-Up zu gründen, möchten wir darauf verweisen, dass die Bluemind Corporation bereits alle Rechte an den Apps „Invisible Mother – die geile Milf“, „Invisible Sister – die geile Inzest-Schwester“ und „Invisible Cat – Haben Sie meine Katze gesehen?“ besitzt.


Von allen Start Ups dieser Welt hat Invisible Girlfriend aktuell die besten Chancen die größte Selbstmordrate unter ihren Nutzern zu haben. Was sagt ihr aber zu dem Dienst? Könntet ihr euch vorstellen für eine fiktive Freundin monatlich Geld auszugeben? Schreibt eure Meinung dazu doch einfach in die Kommentare.


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About Author

Gründer und Autor von bluemind.tv. Ich versuche euch alles Interessante aus Politik, Wirtschaft und dem Rest der Welt näher zu bringen.