Review: Uber – die Taxiapp der Zukunft

17

Warning: curl_setopt(): CURLOPT_FOLLOWLOCATION cannot be activated when an open_basedir is set in /www/htdocs/w0125d53/bluemind.tv/wordpress/wp-content/plugins/wp-appbox/inc/getappinfo.class.php on line 426

Uber ist aktuell eine der umstrittensten Apps der Welt. Nicht weil sie besonders anstößig ist oder weil sie nur das Wort „YO“ an Freunde sendet, sondern weil sie womöglich viele Taxifahrer in Zukunft arbeitslos macht und ihnen aktuell die Kunden wegnimmt. Was sich aber hinter der App verbirgt und warum wir darin die Zukunft des Taxifahrens sehen, erfahrt ihr in unserem Uber Apptest.

review-uber-die-taxiapp-der-zukunft

Uber auf dem iPhone. Einfacher kann eine Taxi Fahrt nicht sein. Quelle: Uber

Was ist Uber?

Uber ist eine Taxi App der besonderen Art. Während ihr mit mytaxi ein Taxi rufen könnt, ruft ihr mit der Uber App einen Fahrer, der euch mit seinem private Fahrzeug abholt und euch von A nach B bringt. Klingt grundsätzlich nach ein und demselben aber der Teufel liegt im Detail und führt unter anderem auch zu der hitzigen Diskussion um Uber. Um als Fahrer für Uber zu arbeiten, benötigt es nämlich keiner Taxi-Lizenz sondern hier kann jeder Fahrer sein, der es gern möchte – und natürlich auch darf, also einen Führerschein besitzt. Somit wird das Taxi-Monopol ausgehebelt und die Taxifahrer erhalten momentan eine riesige Konkurrenz an anderen Fahrern. Ob das ganze legal ist, müssen die Gerichte noch entscheiden. Aktuell sieht es aber so aus, dass die Fahrer ihre Tätigkeit auch problemlos ohne Taxi-Lizenz ausführen können. Wer also als Uber Fahrer unterwegs ist, für den besteht die Möglichkeit, dass er von einem auf den anderen Tag arbeitslos wird. Fahrgäste haben allerdings nichts zu befürchten.

review-uber-die-taxiapp-der-zukunft

Die elegante Art zu fahren. Quelle: Uber

Wie funktioniert die Uber App?

Soweit zum rechtlichen Status der App. Wie läuft das ganze nun aber ab? Um den Fahrdienst über Uber in Anspruch zu nehmen, bedarf es zuerst dem Herunterladen der App -erhältlich ist die App natürlich für iPhone und Android. Dort registriert man sich einfach mit Email, Name und einer Zahlungsmethode. Dabei kann man zwischen Kreditkarte und PayPal wählen. Alles sehr einfach und schnell. Wenn das dann erledigt ist, gibt man noch seine Handynummer an und erhält einen Bestätigungscode, den man dann nur noch in die App eingeben muss und schon ist die Registrierung abgeschlossen.

Uber
Uber
Preis: Kostenlos
  • Uber Screenshot
  • Uber Screenshot
  • Uber Screenshot
  • Uber Screenshot
  • Uber Screenshot
  • Uber Screenshot
  • Uber Screenshot
  • Uber Screenshot
  • Uber Screenshot
  • Uber Screenshot
  • Uber Screenshot
  • Uber Screenshot
  • Uber Screenshot

Ab da ist die Bestellung eines Fahrers nicht komplizierter als die Routenplanung in Google Maps. Man gibt auf der Karte einfach den Abholungsort und den Ankunftsort ein und schon erhält man die Nachricht, dass ein Fahrer unterwegs ist. Gleichzeitig erfährt man auch wie lang es bis zur Ankunft des Fahrers dauern wird und wie viel die ganze Fahrt kosten wird. Von da an heißt es auf den Fahrer warten, einsteigen und zum Wunschort fahren lassen. Dort angekommen brauch man natürlich nicht sein Portmonee zücken denn mit der Taxiapp der Zukunft wird bargeldlos bezahlt. Je nach Einstellung findet die Abrechnung am Ende der Fahrt durch PayPal oder mit der Kreditkarte statt. Trinkgeld ist nicht notwendig und laut offiziellem Uber-Codex auch nicht gewünscht da es bereits im Fahrpreis integriert ist. Der Fahrer erhält dann ca. 80% des Fahrpreises und die restlichen 20% behält Uber für sich. Einfacher kann mit dem Taxi fahren nicht sein. Zum Schluss erhält sowohl der Gast als auch der Fahrer die Möglichkeit den jeweils anderen zu bewerten. Dafür einfach die jeweilige Benotung in der App auswählen und vorbei ist das ganze Prozedere.

Uber
Uber
Preis: Kostenlos
  • Uber Screenshot
  • Uber Screenshot
  • Uber Screenshot
  • Uber Screenshot
  • Uber Screenshot
  • Uber Screenshot
  • Uber Screenshot
  • Uber Screenshot
  • Uber Screenshot

Wer es aber einmal ganz besonders haben will, der findet bei Uber ebenso alles für seinen Geschmack. So kann gegen einen Aufpreis nicht nur ein privater Fahrer bestellt werden sondern auch Limousine, SUV oder seit neustem auch Optimus Prime. Wer auch häufig mit seinen Freunden unterwegs ist, der kann sich das leidige Aufteilen der Fahrtkosten nach der Taxifahrt mit Uber auch sparen. Dank der App kann man problemlos einstellen, dass man mit einem Freund gefahren ist und sich die Rechnung gern teilen möchte. Uber übernimmt dann automatisch das Splitten der Rechnung für euch und bucht beide Konten separat mit dem halben Fahrpreis ab.

Wo ist Uber verfügbar

Uber ist weltweit in ausgewählten Städten verfügbar und macht dadurch das Taxi fahren im Ausland noch einfacher. Während man sonst Angst haben müsste, dass der Taxifahrer einen selbst im Ausland abzockt, muss man diese Befürchtung dank Uber nicht mehr haben. Überall gelten die selben Regeln für Uber Fahrer. Der Preis wird dem Kunden bereits im Vorfeld gennant und daran kann der Fahrer nichts ändern. Also kein Platz für Abzocke. Ob Uber in deiner Stadt verfügbar ist, erfahrt ihr hier. In Deutschland ist der neue Taxidienst allerdings erst in Frankfurt am Main, Berlin und München verfügbar. Weitere Städte sollen aber folgen. Für USA Reisende ist die App aber besonders interessant, da es den Fahrdienst hier schon in ganz vielen Städten gibt.

Hier ist Uber überall nutzbar. Quelle: Uber

Hier ist Uber überall nutzbar. Quelle: Uber

Was kostet eine Fahrt mit Uber

Durch das spezielle Geschäftsmodell und den nur privaten Fahrern fallen im Gegensatz zu herkömmlichen Taxifahrten viele Kostenpunkte weg, sodass die Fahrt mit Uber meist günstiger ist als mit einem Taxi. Anders als bei Taxifahrten gibt es mit Uber aber keine festen Preise pro km. Vielmehr behält sich das Unternehmen das Recht vor für jede Fahrt einen individuellen Preis zu bestimmen. Dieser ist dann abhängig von unterschiedlichen Faktoren. Z.B. die Gesamtanzahl aller möglichen Uber-Fahrer, dem Wetter oder dem aktuellen Fahrtaufkommen. Soll heißen dass man für eine 20 km Fahrt in München mehr bezahlt, wenn sie zur Rush-Hour oder während eines Busstreikes stattfindet als wenn man die selbe Fahrt zu einer Zeit wahrnimmt, in der gerade nichts in der Stadt los ist und alle Uber Fahrer gerade auf ihre nächste Fahrt warten. Es bleibt aber dabei, dass eine Fahrt mit Uber in der Regel günstiger ist als eine Fahrt mit einem traditionellem Taxi.

Unser Fazit

Unserer Meinung nach ist Uber die Taxiapp der Zukunft. Während traditionelle Taxiunternehmen sich auf ihre Zielgruppe – vorwiegend ältere Menschen – konzentrieren, ist Uber direkt für junge und moderne Menschen gemacht. Die Fahrerbuchung durch die App ist absolut einfach und intuitiv. Eine einfacherer Möglichkeit sein Taxi zu bestellen gibt es nicht und wird auch von keinem Taxiunternehmen in Deutschland auf diese Weise Angeboten. Auch die Fahrpreise sind mit Uber teilweise wesentlich günstiger als bei traditionellen Taxis. Wer in München, Berlin oder Frankfurt am Main wohnt, sollte unserer Meinung nach unbedingt den Dienst einmal austesten.


Zum Bluefacts Buch

Nicht vergessen: Bluefacts gib es jetzt auch als Buch! Gefallen Euch unsere Fakten? Dann holt Euch jetzt unser Buch 1.000 unglaubliche Fakten und unnützes Wissen. Wir freuen uns auf Euch.




Uber

94% Tolle Idee

Uber ist eine einfache und bequeme Art zu fahren. Preislich ist der Dienst meist günstiger als eine Fahrt mit einem traditionellen Taxi und auch die Fahrerbestellung und Bezahlung ist mit Uber einfacher denn je. Selbst Busfahren erscheint gegenüber Uber als umständlich und schwierig. Wer in München, Berlin oder Frankfurt am Main wohnt, sollte den Dienst auf jeden Fall einmal ausprobieren.

  • Funktionsumfang 90 %
  • Design 100 %
  • Preis 80 %
  • Nutzerfreundlichkeit 100 %
  • Stabilität 100 %
  • User Ratings (4 Votes) 52 %
Share.

About Author

Gründer und Autor von bluemind.tv. Ich versuche euch alles Interessante aus Politik, Wirtschaft und dem Rest der Welt näher zu bringen.

  • Ann-Bettina

    Klingt erst mal sehr unkompliziert und kundenfreundlich. Aber prüft bei Uber jemand die Fahrsicherheit der Autos und Fahrer? wie sieht das bei einem Unfall aus? Ist man da versichert?

    • berlincab

      Die Fahrsicherheit bei den privaten Fahrern und Autos wird nicht besonders geprüft, lediglich ein pol. Führungszeugnis wird verlangt, 21 Jahre alt muss er/sie sein und das Auto nicht älter als 9 Jahre.
      Bei einem Unfall ist jeder Insasse erstmal durch die KFZ-Haftpflicht versichert. Probleme könnten auftauchen wenn sich herausstellt, dass das KFZ zur gewerblichen Personenbeförderung eingesetzt wurde. Dann kann die Versicherung Ersatzleistungen wie Invalidenrente, Verdienstausfall usw. erstmal hinauszögern und es auf einen Prozess ankommen lassen, die sind da kreativ. Außerdem auch noch den einen oder anderen Tausender vom Fahrer zurückholen denn der hat seine Versicherung ja betrogen. Kriegt ein Polizist das mit, kann er wegen des Fahrens ohne Führerschein zur Fahrgastbeförderung, mangelnder Gewerbegenehmigung etc. noch eine Anzeige machen.
      Mein Tip, wer sich unbedingt auf einen Festpreis verlassen will, sollte mal bei den örtlichen Chauffeurmietwagenunternehmen anfragen. Die fahren nicht nur die Schönen und Reichen sondern z. B. auch Kranke zur Bestrahlung/Dialyse und dürfen Festpreise machen.
      Taxifahrer können nur Festpreise machen wenn sie ihr s. g. Pflichtfahrgebiet verlassen. Bis 50 km sind dann 7% MwSt. fällig, danach 19% wie generell bei den Mietwagen.

      • Ann-Bettina

        So was in der Richtung hatte ich mir schon gedacht. Gut das mal vom Fachmann erklärt zu bekommen. Warum dürfen eigentlich „normale“ Taxifahrer keinen Festpreis machen? Ich fände es gut, wenn ich bei der Taxibestellung direkt erfahren würde, was die Fahrt kostet.

        • berlincab

          Taxis haben innerhalb des Pflichtfahrgebietes entsprechend des vorgeschriebenen Taxitarifes zu fahren. Das ist so ähnlich wie eine Vereinbarung zwischen Gewerkschaft/Arbeitgeber oder eben Taxifahrer/Kunde, verbindlich und Gesetz für beide Seiten. Festpreise können nach oben „ausrutschen“ zum Nachteil des Kunden. Das Taxi als Teil des ÖPNV soll verlässliche Preise haben und eben nicht in Zeiten starker Nachfrage extreme Preise verlangen können. Das dient dem Schutz der Verbraucher. Für Festpreise hat der Gesetzgeber den Mietwagen mit Fahrer vorgesehen. Was z.B. auch kaum einer weiß, jeder Taxiunternehmer muss ein Taxi nachweislich180 Schichten im Jahr auf der Strasse haben sonst zahlt man Strafe. Das dient dazu, der Bevölkerung permanent eine Beförderungsgelegenheit zu ermöglichen. Mietwagenunternehmen müssen so etwas nicht.
          Taxitarife sind regional natürlich unterschiedlich aber egal wo, wenn Sie einen Taxifahrer fragen, was die Strecke von A nach B kostet, kann er Ihnen bestimmt bis auf 2 Euro genau den Preis nennen wenn er etwas Erfahrung hat. Oft haben die Zentralen auch schon integrierte Programme um einen ungefähren Preis zu errechnen.

  • berlincab

    Es ist schon ziemlich selten, dass ein Schreiberling korrekt bemerkt, dass diese Amis die Fahrpreise bedarfsgerecht anpassen können und es dadurch für den Kunden richtig teuer werden könnte.
    Ansonsten wird in diesem Artikel indirekt Werbung für Schwarzarbeit gemacht denn in Deutschland braucht nun mal jeder einen Gewerbeschein und den bekommt man für die entgeltliche Fahrgastbeförderung nur wenn man die entsprechenden Vorraussetzungen hat.
    Dazu zählt z. B. eine IHK-Prüfung, damit man von der Betriebswirtschaft grundsätzlich Ahnung hat. Die Amis sind ja nur Vermittler von Aufträgen und die Fahrer fahren mit ihren eigenen Autos und erzielen Gewinn und das müssten sie eigentlich ggü. dem Finanzamt angeben.
    Wer von denen macht das? Wer von denen lässt sich regelmäßig vom speziellen Arzt auf die Tauglichkeit untersuchen? Wer von denen fährt freiwillig jedes Jahr zum TÜV? Wer von denen schliesst eine gewerbliche KFZ-Haftpflichtversicherung für ca. 3500 Euro pro Jahr ab?
    Es ist keine Kunst, eine Dienstleistung billiger anzubieten wenn man Schwarzarbeit betreibt.
    Taxiunternehmen haben von der Stadt/Gemeinde vorgeschriebene Preise und finanzieren sich quer, d. h. das auch in fahrgastschwachen Zeiten ein Taxi verfügbar ist, auch wenn es die Betriebs-u. Personalkosten gerade nicht einfährt. Greift ein (illegaler) Anbieter in fahrgaststarken Zeiten Fahrgäste ab, dann können die Taxiunternehmen ihren zuvor erlittenen Verlust nicht wieder kompensieren und gehen pleite. Spielt dann Deutschland gerade bei einer Weltmeisterschaft, ist in der Zukunft kein Taxi verfügbar (weil pleite), viele U-Pop Fahrer sitzen vor dem Fernseher und die wenigen Verfügbaren nehmen horrende Preise.
    Das Taxiunternehmen sich nur auf ältere Fahrgäste konzentrieren ist ja wohl ein Witz. Es werden alle Altersklassen gefahren und Gäste aus der ganzen Welt.
    Wo bestellt eigentlich der Kunde ohne Smartphone (z. B. Oma/Opa) in Zukunft sein Transportmittel wenn es nur noch Apps gibt?
    Übrigens, Taxifahrer nutzen auch APPS, haben Internetbestellmöglichkeiten, befördern auch junge Menschen, die krank sind und jeder kann sich auf den Kilometerpreis verlassen, in guten wie in schlechten Zeiten.

    • Hallo berlincap,

      erst einmal vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. Ich höre schon heraus, dass dich die Thematik doch sehr interessiert. Ich nehme an, du bist selbst Taxifahrer oder arbeitest für ein Taxiunternehmen?

      Ich möchte mich erst einmal vom Vorwurf der indirekten Werbung für Schwarzarbeit entziehen. Mein Ziel war es mit diesem Artikel Uber und deren App vorzustellen und meine individuelle Meinung zu dem System abzugeben. Mir ist bewusst, dass sich das Unternehmen bzw. die Fahrer in einer rechtlichen Grauzone befinden, was ich auch im ersten Teil meines Textes erwähnt habe. Zugegeben hätte dieser Bereich im Nachhinein etwas ausführlicher sein können. Darum noch einmal vielen Dank, dass du diesen Teil in deinem Kommentar noch einmal ausführlich erklärt hast. Es bleibt aber dabei, dass ich mich hiermit nicht für Schwarzarbeit ausgesprochen habe und solange noch kein Gericht endgültig entschieden hat, dass die Tätigkeit der Uber-Fahrer illegal ist, möchte ich mich ebenso zurückhalten diese neue Transportmöglichkeit als illegal darzustellen.

      Ich verstehe deinen Frust gegenüber Uber und kann auch deine genannten Punkte wie Tauglichkeitsprüfung, Versicherungsschutz, TÜV und ähnliches absolut nachvollziehen. Ich möchte auch nicht in ein Auto einsteigen, dass fahrunsicher ist und wo der Fahrer schon längst nicht mehr fahren sollte. Als gelernter Betriebs- und Volkswirt sehe ich das ganze aber aus einem anderen Blickwinkel. Schlussendlich entscheidet der Preis für mich. Und wenn – unter der Annahme, dass die Fahrdienste der Uber-Fahrer legal und auch als Gewerbe angemeldet sind – der Kunde der Meinung ist, dass der fehlenden Versicherungsschutz, Tauglichkeitsprüfung … gegenüber dem günstigeren Preis vertretbar ist, dann hat Uber seine Daseinsberechtigung.

      Ich bin kein großer Fan neue Technologien sofort zu wieder zu verbannen aber kann gleichzeitig den Frust der Taxifahrer verstehen. Die beste Lösung wäre deshalb für mich eine gesetzliche Anpassung, sodass sowohl Uber-Fahrer als auch Taxi-Fahrer die selben Rahmenbedingungen haben. Dann können wir sehen, wer die Taxifahrt zu besseren Konditionen anbieten kann und derjenige soll als Gewinner vom Markt gehen.

      Mein Argument mit den Taxiunternehmen und den älteren Menschen hast du leider falsch verstanden. Das tut mir leid. Ich wollte damit nicht ausdrücken, dass Taxiunternehmen sich nur um ältere Menschen kümmern. Was ich eigentlich damit sagen wollte, ist die Art und Weise wie man mit Uber sein Fahrer bestellen kann, ist genau auf die heutige Zeit zugeschnitten. Soll heißen, die Bestellungen per Smartphone, die Tatsache, dass die Route sofort von meinem Handy auf das Handy des Fahrers weitergeleitet wird und auch die Bezahlung ist absolut einfach. Mir ist bewusst, dass es auch andere Taxiapp gibt – mytaxi wurde ja auch von mir im Text erwähnt – aber keine dieser Apps liefert mir die Einfachheit, wie sie Uber liefert. Und hier kommen wir nun zum Punkt Taxiunternehmen und alte Menschen zurück. Meine Intention mit diesem Satz war eigentlich, dass sich die Taxiunternehmen sehr bewusst über ihr Hauptkundensegment sind und ihre Dienstleistungen genau daran anpassen. Ich bin z.B. jung und fahre häufig mit dem eigenen Auto. Entsprechend investiert das Taxiunternehmen relativ gesehen wenig Geld darin mich als Kunden zu gewinnen und zu halten. Aus diesem Grund verläuft sich die Entwicklung von modernen zeitgemäßen Handyapps durch die Taxiunternehmen sehr langsam. Was auch absolut verständlich ist. Es gibt zwar Taxiapps aber trotz lange Entwicklungszeit ist noch keine so komfortabel wie die von Uber. Entsprechend spricht das für das Unternehmen.

      Du hast aber absolut Recht, dass es auch Menschen ohne Handys gibt. Da kommen wir aber zu dem Punkt, dass jeder für sich selbst entscheiden muss, ob er Uber oder ein Taxi nutzt. Beide haben ihre Vor- und Nachteile und der Kunde sollte letztendlich entscheiden, was der bessere Dienst ist. Ob ein fester Kilometerpreis besser ist als schwankende aber dafür zeitweiße auch günstigere, ob eine Versicherung notwendig ist oder nicht, ob sich Fahrer einer Tauglichkeitsprüfung unterziehen sollten oder nicht. Ich möchte mir nicht anmaßen diese Entscheidung für millionen Deutsche abzunehmen. Ich wollte lediglich meine individuelle Meinung zu Uber vertexten. Und wie bereits erwähnt, bin ich mir der rechtlichen Grauzone bewusst. Aber auch hier möchte ich lieber die endgültige Entscheidung eines Gerichtes abwarten als ohne juristische Kenntnisse selbst darüber zu urteilen.

      Ich freue mich schon auf deine Antwort und erhoffe mir eine gute, interessante und offene Diskussion zu dem Thema. Du scheinst dich ja schließlich sehr gut mit der Thematik auszukennen.

      • berlincab

        Hallo GordonEcco,

        ich bin alleinfahrender Taxiunternehmer in Berlin, das hast Du richtig vermutet.

        Ich sehe keine Grauzone, ich sehe nur Schwarz (-arbeit).

        Als Grauzone kann man noch nicht mal die App. bezeichnen denn sie fördert das illegale entgeltliche Befördern von Fahrgästen.
        Hier muss eigentlich kein Gericht entscheiden weil die entgeltliche Personenbeförderung genehmigungspflichtig war und ist.

        Wundercar wurde in Hamburg schon verboten und U-Pop befindet sich in der Prüfung. Auch auf der nächsten Verkehrsministerkonferenz steht das Thema auf der Tagesordnung. Würde sich die Politik so extrem einmischen wenn das alles legal wäre? Hätte nicht in Berlin ein Gericht bereits U-Black verboten wenn die absolut legal arbeiten/vermitteln würde? Die schaden ja auch Blacklane oder MyDriver weil sie einen Geschäftsvorteil erzielen.
        Ich rede hier nicht von irgendeiner Mitfahrzentrale, wo der Fahrer das Fahrziel vorgibt und seine Betriebskosten senkt sondern von der Absicht, Gewinn zu erzielen. Als Betriebswirt kennst Du das und weißt auch was ein Querfinanzierung ist.
        Ich habe absolut nichts gegen Konkurrenz, die ja mit Blacklane und MyDriver auch schon entstanden ist. Das sind alles Profis mit Lizenz, ebenso so wie U-Black.
        Ich habe aber etwas dagegen, wenn hier jeder ohne Gewerbegenehmigung usw. den, genau genommen, Mietwagenfahrer spielt.
        Hier geht es ja nicht nur um Schwarzarbeit, hier geht es auch um den Schutz der Verbraucher der ein gewisses Risiko eingeht und dabei kann es nicht nur um das Geld gehen. Wie sieht es denn aus, wenn jemand bei einem Unfall verletzt wird und Ansprüche gegen Versicherungen durchsetzen will. Der, der vorher schon sparen muss, hat auch kein Geld, langwierige Prozesse zu führen um an sein Geld zu kommen. Der muss Sozialleistungen beantragen, der Allgemeinheit auf der Tasche liegen und führt vielleicht ein erbärmliches Leben im Rollstuhl. Die Amis vermitteln ja nur, zahlen ihre Steuern, wenn überhaupt, in Holland (da ist der Betriebssitz) und lassen den deutschen Steuerzahler bzw. Fahrer diese Probleme alleine ausbaden.

        Währenddessen gehen steuerzahlende Taxi- UND Mietwagenbetriebe pleite, Uber baut ein Monopol auf und diktiert die Preise auf Kosten der Allgemeinheit.

        Das Taxigewerbe ist und hatte nie ein Monopol, bei über 30000 Taxibetrieben kann man nicht von Monopol reden. Leider wird viel zu wenig erwähnt, dass das Taxi ein Teil des ÖPNV ist, eine Betriebspflicht hat usw. Wer das alles weiß und dann sieht, wie ein Ami das Sozialsystem unterwandert und in Deutschland keine Steuern zahlt, der kriegt einen dicken Hals. Die 20% Provision kann sich keine Firma leisten, die angestellte Fahrer beschäftigt. Das können nur Pseudoselbsständige, die sich zu Niedrigstlöhnen selber ausbeuten um diese Dienstleistung erbringen zu können und ein hohes finanzielles/rechtliches Risiko eingehen.

        Dein Text:“Entsprechend investiert das Taxiunternehmen relativ gesehen wenig Geld darin mich als Kunden zu gewinnen und zu halten.“
        Ja, warum wohl? Weil die Marge von rund 5% nicht ausreicht um solche Investitionen zu machen. Auch MyTaxi hat sehr gute Geldgeber und kann wie Uber auf viel Geld zurückgreifen. Die Taxiunternehmen können das leider nicht. Nur um den Mindestlohn zahlen zu können, müssten die Taxipreise um rund 20-25% erhöht werden.

        • Hallo berlincap,

          ich bin, wie gesagt kein Jurist, aber ist die entgeltliche Personenbeförderung nicht nur dann genehmigungspflichtig, wenn mehr Geld als die Betriebskosten verlangt werden? Das würde das Problem für Uber zwar immer noch nicht lösen aber zumindest wäre das ein Punkt, mit dem Uber argumentieren könnte. Ich bezweifle zwar, dass keiner der Fahrer Gewinnerzielungsabsichten hätte aber bei den schon angesprochenen günstigen Preisen, kann man für die Fahrer auch nicht unbedingt von einem großen Gewinn sprechen.

          Wo ich dir aber sofort Recht gebe, ist dass die Problematik der Schwarzarbeit absolut gegenwärtig. Ich möchte zwar nicht alle Uber-Pop Fahrer über einen Kamm scheren aber mir fällt es ebenso schwer zu glauben, jeder der Fahrer hätte sein Gewerbe angemeldet.

          Beim Taxigewerbe sehe ich allerdings schon gewisse monopolistische bzw. oligopolistische Züge. Allein die Tatsache, dass eine Einzelperson nicht problemlos auf dem Markt agieren kann, zeigt doch wie hoch die Markteintrittsbarrieren sind. Von den Anschaffungskosten der Fahrzeuge einmal ganz abgesehen. Nicht umsonst ermittelt die Monopolkommission aktuell darüber. Siehe hier: http://www.monopolkommission.de/images/PDF/HG/HG20/XX._HG_PM_Taximaerkte.pdf

          Das die Marge so gering ist, um neue Kundenbindungen durch z.B. moderne Apps zu entwickeln, ist für mich aber kein Grund, dass Taxiunternehmen kein Geld darin investieren. Wenn der Markt so klein wäre, dann hätte Uber auch niemals die Finanzierung für ihr Unternehmen erhalten. Jedes Taxiunternehmen hätte das was Uber geschaffen hat auch selbst entwickeln können/entwickeln lassen. Geldgeber dafür gibt es genug und dass diese auch bereit sind massig Geld in den Markt zu pumpen, hat Uber ja nun bewiesen.

          Auch wenn meine Argumente vielleicht mehr Pro-Uber klingen, kann ich dir dennoch sagen, dass du mich mit deinen Argumenten sehr überzeugt hast und ich nun ganz anders und wesentlich kritischer über Uber denke. Allerdings bleibe ich bei meinem Grundgedanken, dass ich Uber ungern verbieten würde und das Unternehmen stattdessen vielmehr regulieren würde, sodass sowohl Taxiunternehmen als auch Uber die selben Bedingen vorliegen haben.

          • berlincab

            Hallo GordonEcco,

            es wird ja mehr Geld, als die Betriebskosten ausmachen, verlangt. Es sind 1,- Grundgebühr, 1,- pro Kilometer und (in Berlin) 0,35 Euro pro Fahrminute, in anderen Städten 0,25 Euro. Von meiner Wohnung bis zum Flughafen Tegel (27 km) kostet es bei 50 min Fahrzeit 45,50 Euro mit U-Pop, mit dem Taxi 42,00 Euro. Ein Taximeter berechnet während der Fahrt nur dem KM-Preis und bei Stillstand Wartegeld (in Bln. fallen nach 86 Sekunden absolutem Stillstand 0,20 Euro, bewegt sich das Taxi fängt die WZ beim nächsten Stop wieder von vorne an zu zählen) aber nicht beides zusammen so das bei U-Pop im Stau der in 10 min durchfahrene eine KM auch 4,50 Euro kosten kann.
            Ich bin nicht der Meinung, dass jemand ein Gewerbe in der Personenbeförderung anmelden kann, wenn er die Nachweise wie z.B. eine IHK-Prüfung nicht nachweisen kann. Ohne Anmeldung ist es eben Schwarzarbeit.
            Ich bin Einzelunternehmer und kann existieren weil ich quasi die Vorraussetzung erlernt habe und der Staat etwas reguliert. Wie will denn ein unbedarfter Privater ohne betriebswirtschaftliche Kenntnisse etwas kalkulieren können? Der will ja keine Sozialarbeit auf der Strasse leisten und sein Auto verheizen sondern auch was für die eigene Tasche erwirtschaften.

            Konzessionslimit gibt es Berlin und Hamburg z.B nicht. Jeder kann ein Gewerbe anmelden oder erweitern, wenn er die Vorraussetzung mitbringt.
            Taxi-Mietwagenunternehmer müssen auch eine erhöhte persönliche Zuverlässigkeit nachweisen. Schulden bei der AOK,der Berufsgenossenschaft oder beim Finanzamt und die Konz. wird nicht verlängert.
            Uber ist EINE Firma und vermittelt nur Aufträge. Das Taxigewerbe hat 30000 Betriebe mit erheblichen Kosten für KFZ und Personal. Es ist doch einfacher und gewinnbringender, in ein Unternehmen zu investieren die keinen Fuhrpark unterhalten als in Unternehmen mit vielleicht 5% Marge.
            Das mit der Wettbewerbskommission hat mich geschockt, mehr kann ich dazu nicht sagen.
            Viele Grüße, berlincaB.

          • Hallo Berlincab,

            auf der Facebook-Seite von Uber wurde heute diese Nachricht verkündet: http://blog.uber.com/hhbanliftGER

            Vielleicht interessiert es dich ja. Vom Verwaltungsgericht bekommt UberPop somit erst einmal grünes Licht.

  • Pingback: Apple Pay - Alles was du darüber wissen musst - bluemind.tv()

  • Pingback: Uber und Spotify - eine ungewöhnliche Allianz()

  • Pingback: Die 3 unglaublichsten Spionage-Aktionen auf Journalisten durch Technologie-Unternehmen()

  • Pingback: Ist das Auto ein aussterbendes Transportmittel?()

  • Pingback: Dank Uber kann man nun auch mit Optimus Prime fahren()

  • Pingback: Google Ventures investiert 258 Mio. $ in Uber - bluemind.tv()

  • Pingback: Didi da Ren: Die Uber-App für Gangster - bluemind.tv()