10 Dinge, die man über Mobile Games wissen sollte

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Angry Birds, Cut the Rope, Candy Crush oder Clash of Clans – alle Apps sind mittlerweile zu Gelddruckmaschinen für ihre Entwickler geworden. Der Markt für mobile Spiele ist auf der Überholspur und macht mittlerweile Millionenumsätze. Ein Grund diesen Markt etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Hier sind 10 Fakten, die jeder über Mobile Games wissen sollte:

Angry Birds ist bei weitem nicht mehr so beliebt, wie es einmal war

Angry Birds war wohl die erste große Marke auf den mobilen Spieleplattformen. Jeder hat es gespielt und jeder hat es geliebt. Neben dem Originalspiel, was Entwickler Rovio bereits 2009 auf den Markt brachte, wurden im Laufe der Zeit zahlreiche Ableger hinzugefügt. Vom Star Wars Angry Birds bis hin zur speziellen Halloween-Edition konnte man alles mit den kleinen Vögeln machen. Der Erfolg sprach dabei für Rovio. 2012 konnte ein Umsatz von 150 Mio. Euro erwirtschaftet werden. Ein Jahr später begann allerdings das Desinteresse der Nutzer an der Marke. Der Umsatz stagnierte während sich der Gewinn halbierte. Auch der neuste Ableger Angry Birds Go, eine Mario Kart Variante im Angry Birds Style, konnte nicht überzeugen. Es wurde also langsam Zeit, für einen neuen König auf dem Spielethron.

Angry Birds, der einzige König der Mobile Games. Quelle: Google Play Store

Angry Birds, der einzige König der Mobile Games. Quelle: Google Play Store

Candy Crush Saga ist das neue Spiel auf dem Thron

Candy Crush hat sich zum absoluten Erfolgsgaranten entwickelt. Ende 2013 spielten bereits 93 Millionen Menschen das Spiel – täglich! Ein Erfolg, der sich natürlich auch in der Kasse des Entwicklers King zeigt. Für das Gesamtjahr 2013 wurde ein Umsatz von 1,3 Mrd. Euro gemeldet. Bei solch hohen Umsätzen durfte ein Börsengang natürlich nicht fehlen. Wer hätte um die Jahrtausendwende gedacht, dass ein Unternehmen, dass sich auf die Entwicklung von Mobile Games spezialisiert hat, jemals an der Börse gelistet sein wird?

Ein anderes Unternehmen, dass im Kampf um den Thron aber noch mitmischt, ist der finnische Rovio-Konkurrent Supercell, der 2013 einen Umsatz von 528,6 Mio. Pfund auswies. Die beiden bekanntesten Spiele des Unternehmens, Clash of Clans und Hay Day, sind sicherlich jedem ein Begriff.

Andere Vögel sind auch sehr beliebt

Als Angry Birds an den Markt ging, war es noch etwas besonders. Wer steckt schon Vögel in Katapulte und schießt damit auf Schweine? 2014 hat es allerdings ein anderer Vogel auf die Liste der erfolgreichsten Handyspiele geschafft – Flappy Bird. Als der Vietnamese Dong Nguyen 2013 das Spiel entwickelte und veröffentlichte, hat er sicherlich nicht mit solch einem Hype gerechnet. Das Spiel war zwar einfach aber dafür extrem schwer. Eine Mixtur die eine Sucht bei vielen Spielern auslöste. Eine Sucht, die dem Entwickler Nguyen 36.000 Euro an Werbeeinnahmen einbrachte – täglich!

Der weltweite Hype und der damit verbundene Druck brachten Dong Nguyen jedoch dazu, das Spiel wieder aus den Appstores zu entfernen – so zumindest seine Aussage. Viele Marktbeobachter vermuteten dahinter auch eine geschickte Marketingkampagne um den Hype noch weiter anzuheizen. Unabhängig davon führte das Löschen von Flappy Birds aus dem Appstore zu zahlreichen Klonen, also Spielekopien, die alle versuchten am Erfolg des Vietnamesen teilzuhaben.

Der Free-to-Play Gigant - Clash of Clans. Quelle: Google Play Store

Der Free-to-Play Gigant – Clash of Clans. Quelle: Google Play Store

Free-to-Play ist das Zauberwort

Schaut man sich die umsatzstärksten Mobile Games im Appstore von Apple an, findet man Spiele wie Candy Crush Saga, Clash of Clans, Boom Beach oder Hay Day. Dabei ist aber überraschend, dass alle genannten Spiele kostenlos erhältlich sind. Auch andere Spiele wie Die Simpsons, Family Guy, der Hobbit oder Modern War folgen dem kostenlosen Prinzip und machen dennoch riesige Umsätze. Der Gewinn wird dabei durch In-App-Käufe generiert. Der Nutzer kann die App also kostenlos herunterladen und auch problemlos, ohne Geld zu bezahlen, spielen aber um im Spiel schneller voranzukommen oder um bestimmte Gegenstände zu erhalten, muss Geld bezahlt werden.

Das Geschäft zahlt sich auch hier aus. 90 % aller Umsätze, die durch Mobile Games generiert werden, stammen aus In-App-Käufen. Nichtsdestotrotz steht das Bezahlsystem in der Kritik. Spieler kritisieren, dass bisher tolle Spiele dadurch kaputt gemacht wurden sind und das die Spieler gezwungen werden Geld zu bezahlen, um zu gewinnen. Das Free-2-Play aber auch mal schief gehen kann, zeigt dieser kleine Junge.

Es gibt immer noch Menschen, die für Mobile Games Geld bezahlen

Free-to-Play Spiele sind im Moment der Renner unter den Mobile Games. Unter den umsatzstärksten Apps und den erfolgreichsten Spielen findet man nur noch selten Games, für die man bezahlen muss. Dennoch gibt es einige Spiele, die trotz einmaligem Preis absolut beliebt sind. Ein Beispiel hierfür ist die Aufbausimulation Minecraft, die aktuell für 5,49 € im Appstore zu haben ist. 21 Millionen mal wurde die App seit 2011 gekauft und das obwohl keine In-App-Käufe möglich sind oder gerade deshalb.

Mobile Games sind zu einer Mainstream-Erscheinung geworden

Lange bevor es Smarthphones gab, waren Spiele auf Handys nur eine Randerscheinung. Man erinnert sich noch gern an die Zeiten von Snake zurück aber nur wenige andere Spiele haben so eine Popularität gewonnen. Mittlerweile ist das aber anders. Spiele überfluten die Appstores von Android und Apple und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Man geht mittlerweile davon aus, dass es allein in Großbritannien 20 Millionen Mobile Gamer gibt. Davon genauso viel Frauen wie Männer. Eine Entwicklung, die vor wenigen Jahren noch nicht erwartet wurden ist. Tragbare Handhelds wie der Nintendo 3DS oder die Playstation Vita waren eher etwas für kleine Kinder und nichts für Erwachsene. Nun hat sich die Situation aber gewandelt und auch ältere Menschen spielen wieder regelmäßig auf ihren Smartphones.

Jederzeit zum spielen bereit: Das eigene Smartphone.

Jederzeit zum spielen bereit: Das eigene Smartphone.

Kinder und Free-to-Play: Eine Kontroverse

Man fragt sich zwar immer wieder, wer eigentlich Geld für Free-to-Play Spiele ausgibt aber es zeigt sich, dass unter den Nutzern auch viele Kinder sind, die das Geld ihrer Eltern ausgeben, ohne das die es wissen. Ein kontroverser Punkt, da dieser Fakt für die Spieleindustrie eine wichtige Einnahmequelle geworden ist. Die Spieleentwickler fühlen sich natürlich nicht verantwortlich für diese Situation und zeigen mit dem Finger auf die Eltern der Kinder, die einfach ihr Passwort nicht weitergeben sollen. Gleichzeitig entwickeln sie die Spiele aber so kindgerecht und so ansprechend für Kinder, dass man von vorsätzlichem Handeln ausgehen könnte.

Handyspiele sind eine Bedrohung für die Konsolenhersteller

Dieser Punkt ist leicht verständlich. Wer viel mit dem Handy spielt, kann weniger Zeit an den Konsolen von Sony und Microsoft verbringen. Deswegen setzen die Konsolenhersteller nun auf eine neue Strategie. Beliebte Marken wie Halo oder Final Fantasy finden nun auch auf den Smartphones Ableger um auch hier die Kunden zu erreichen.

Einen anderen Weg ist jedoch Nintendo gegangen. Seit Jahren weigert sich der Konsolen- und Spieleentwickler aus Japan seine beliebtesten Marken wie Pokemon oder Mario für das Smartphone zu veröffentlichen. Eine Entscheidung die schwere Folgen für Nintento haben kann.

Mobile Games machen nun auch ihren Weg auf den Fernseher 

Viele Spieler wünschen sich ihre Smartphonespiele auch auf dem großen Fernseher spielen zu können. Besonders Rennspiele oder Kampfspiele wären dafür besonders geeignet. Aus diesem Grund setzen die Handyhersteller verstärkt auf Vernetzung ihrer Geräte. So ist es möglich mithilfe eines Apple TV den Bildschirm seinen iPhones oder iPads auf den Fernseher zu streamen um so die Spiele in groß zu erleben. Auch Google ermöglich seinen Android-Nutzern seit kurzem diese Möglichkeit durch das von ihnen eigenes entwickelte Device Google Chromecast. Natürlich kann man das Streamen von Mobile Games auf dem Fernseher nicht mit herkömmlichen Konsolen vergleichen aber vielleicht zeigt sich hier schon der erste Trend von der Konsole zu Smartphones. Besonders durch immer stärker werdende Prozessoren wird die Qualität der mobilen Spiele immer besser und somit immer konkurrenzfähiger zu herkömmlichen Konsolen.

Mobile Games können jetzt schon problemlos auf dem Fernseher gespielt werden

Mobile Games können jetzt schon problemlos auf dem Fernseher gespielt werden

Es gibt immer noch Hoffnung für Angry Birds

Angry Birds verliert zwar immer mehr an Beliebtheit in den Appstores aber dennoch ist es eine der bekanntesten Marken auf dem Smartphone-Markt. Neben den Spielen bietet Entwickler Rovio auch zahlreiche andere Dinge mit Bezug zum Angry Birds Universum an. Von Tassen über T-Shirts bis hin zu einem eigenen Kinofilm der aktuell in Planung ist und 2016 auf die Kinoleinwand kommen soll. Auch eine eigene Cartoon-Serie zu den Vögel wird aktuell schon ausgestrahlt und erfreut sich größter Beliebtheit.

Rovio ist mittlerweile auch an der Veröffentlichung von Bilderbuchgeschichten interessiert, die Kindern unterhaltsam Mathematik und andere Naturwissenschaften beibringen sollen.


Esbleibt also spannend auf dem Markt für Mobile Games. Was haltet ihr von den Fakten? Schreibt es in die Kommentare!

Quelle: The Guardian


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