Wir schreiben das Jahr 1996 – die Archäologin Lara Croft betritt im ersten Teil der Spieleserie „Tomb Raider“ ihre Abenteuerwelt. Die Grafik setzte Mitte der 90er-Jahre Maßstäbe, und vielen erscheint sie selbst im Rückblick noch beeindruckend. Nun ja, zumindest bis man die verklärte Sicht ein bisschen auffrischt und Screenshots des Titels googelt. Die Erinnerung ist dann doch oft nostalgisch verklärt und viele haben vergessen, was für eine pixelige Angelegenheit das damals war. Von Detailtreue und Realismus, insbesondere was die Körperproportionen angeht, keine Spur.

20 Jahre später – die Spielewelten sind fast fotorealistisch

Im Jahr 2016 – 20 Jahre später – ist ein Reboot der Spieleserie mehr als nötig: Im Titel „Rise of the Tomb Raider“ wird der Werdegang der jungen Lara Croft neu erzählt. Schaut man sich Gameplaytrailer des Next-Gen-Titels an, fällt es einem schwer, zu unterscheiden, ob dies eine Kino-Adaption oder das eigentliche Spiel ist. Die Texturen sind derart fein, die Mimiken der Hauptdarstellerin so nah an einem echten Menschen, dass nicht mehr viel fehlt, um die Unterschiede vollends verblassen zu lassen.

Und wie auch im überaus populären Open-World-Titel GTA V, der für die Next-Gen-Konsolen neu aufgelegt wurde, lassen sich auch in „Rise of the Tomb Raider“ beeindruckende Landschaften und komplexe Wetteranimationen bestaunen. Moderne Spiele bieten so beeindruckende Panoramen, dass sich Blogs wie illsnapmatix ganz der „Fotografie“ im Open-World-Game verschrieben haben. Die Motive und Perspektiven lassen den Betrachter vergessen, dass es sich um ein Computerspiel handelt.

GTA V

Szene aus GTA V, Bildrechte: Flickr GTA V (23) Videogame Photography CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Es scheint nicht völlig abwegig, dass einige solcher Screenshots über Online-Druckereien wie etwa Whitewall als gerahmte Bilder den Weg an die Wand des ein oder anderen Haushaltes finden. Wer hätte das zu Pac-Mans Zeiten gedacht?

Grafik hui – Gameplay pfui

Doch nicht alles wird durch schönere Landschaften und aufwendige Grafiken besser. Essenziell für einen guten Spieletitel ist eben nicht nur die Grafik, sondern auch eine gute Geschichte und packendes Gameplay. Die Entwicklungszeiten für die beliebten Reihen werden jedoch immer kürzer – und somit auch die Zeit für die Weiterentwicklung von neuen Spielmechaniken und innovativen Spielkonzepten. Äußerst selten finden perfekte High-End Grafik, packende Story und überzeugendes Gameplay zusammen und ein Meisterwerk entsteht. Eine der wenigen Ausnahmen dürfte wohl der aktuelle Teil der Reihe The Witcher sein. Man darf gespannt sein, wie Videospiele im Jahr 2036 – wenn weitere 20 Jahre vergangen sind – aussehen und sich anfühlen werden.

Quelle Titelbild: Flickr/Videogame Photography CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten


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