Start Life & Style Gesundheit Sekundäres Ertrinken - Ein heimtückischer Tod

Sekundäres Ertrinken – Ein heimtückischer Tod

In Europa ertrinken jedes Jahr etwa 40.000 Menschen, davon allein in Deutschland 500. Das ist zwar ungeheuer tragisch, allerdings nicht besonders ungewöhnlich. Merkwürdig ist dagegen der Fall des 10-jährigen Johnnys, denn er ertrank nachts in seinem Bett. Was es damit auf sich hat, lest Ihr im folgenden Artikel.

Johnny Jackson – Was ist ihm zugestoßen?

Nachdem der kleine Johnny mit Freunden im Pool spielte und wenig später von seiner Mutter ins Bett gebracht wurde, starb der Junge. Als sie sein Zimmer erneut betrat, fand sie ihn – er war tot. Doch wie konnte es dazu kommen?

Cassandra Jackson, die Mutter des 10-Jährigen, war fassungslos. Zuvor schien alles normal zu sein. Ihr Sohn spielte in einem Pool in der Nachbarschaft, trug Schwimmflügel und wurde von mehreren Erwachsenen beaufsichtigt. Er schluckte etwas Wasser, hustete und beruhigte sich wieder – nichts war ungewöhnlich. Etwa zwei Stunden nach dem Schwimmvergnügen machte er sich zwei Mal in die Hosen und klagte über Müdigkeit. Also badete seine Mutter ihn, er zog sich an und ging ohne Hilfe ins Bett, sodass seine Mutter annahm, es sei alles in Ordnung.

Der Freund der Mutter ging später in das Zimmer des kleinen Johnny um nach ihm zu sehen und wunderte sich über Wollkügelchen, die ihm in der Nase zu stecken schienen. Es stellte sich dann aber als eine Art Schaum heraus, der ihm aus Mund und Nase kam. Er war bewusstlos, hatte sich erneut eingemacht und sein Körper fühlte sich schlaff an. Sofort reagierte sie und rief den Notruf, doch es war zu spät. Auf dem Weg zum Krankenhaus wurde bereits der Herzstillstand des Jungen festgestellt. Die Autopsie ergab: Tod durch sekundäres Ertrinken.

Sekundäres Ertrinken

Diese Form des Ertrinkens ist besonders gefährlich, da sie zunächst nicht unbedingt auffällt und auch lange nach dem Verlassen des Wassers vorkommen kann. Schluckt ein Kind Wasser, ist das meist nicht schlimm – dennoch besteht eine große Gefahr. Denn noch 24 Stunden nach dem Badeunfall, kann das Kind sterben.

sekundäres ertrinken
Sekundäres Ertrinken betrifft nur Kleinkinder und Babys, Quelle: Wikipedia/Emily Walker

Das in die Wasser gelangte Lunge verursacht unter Umständen schwere Atemwegsprobleme wie Entzündungen oder Ödeme, die dann Störungen des Gasaustauschs nach sich ziehen. Mit jeder Stunde wird dann der Sauerstoffmangel größer und führt zum Tod des Kindes. Bei einem fünfjährigen Kind mit etwa 19 Kilogramm Körpergewicht reichen bereits 37 Milliliter Wasser aus, um solche Reaktionen auslösen.

Wie lässt sich das erkennen? Symptome sind häufiges Husten, auch nach dem Schlucken des Wassers, Teilnahmslosigkeit, beschleunigte Atmung und Verfärbung der Lippen. Wird dies nach einem Badeunfall beobachtet, sollte das Kind umgehend in die Notaufnahme gebracht werden.

Trockenes Ertrinken

Besonders heimtückisch: Trockenes Ertrinken kann auch dann vorkommen, wenn gar kein Wasser geschluckt wird. In der Regel tritt dies nur bei Kindern im Vorschulalter auf, sofern ihr Gesicht mit viel kaltem Wasser in Berührung kommt. Es kommt dann zum Eintauchreflex, der einen Stimmritzenkrampf auslösen kann und zu einer Mangelversorgung mit Sauerstoff führt. Löst er sich nicht, kann das Kind daran ersticken.

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