Start Politik & Wirtschaft Politik Anwar al-Awlaki - Der bin Laden des Internets

Anwar al-Awlaki – Der bin Laden des Internets

Ich darf vorstellen: Anwar al-Awlak – der radikale Islamist, der durch seinen geschickten Umgang mit digitalen Medien in die Geschichte als bin Laden des Internets einging und 2011 durch einen Drohnenangriff der USA im Jemen getötet wurde.

Wer war Anwar al-Awlaki?

Als gebürtiger US-Amerikaner, war Awlaki eine Gallionsfigur für westlichen Terrorismus, der im eigenen Land heranwächst. Er selbst war sogar bis zu seinem Tod der Überzeugung, dass der Dschihad genauso amerikanisch sei, wie warmer Apfelkuchen und so britisch wie der Afternoon Tea. Obwohl in den USA geboren, verbrachte Anwar al-Awlaki die meiste Zeit seiner Kindheit bei seiner Familie im Jemen und kehrte erst wieder zurück, um seine beiden Studienabschlüsse zu machen.

Nach seinem Studium arbeitete er als Imam in verschiedenen Moscheen und wurde anschließend zweimal von der Polizei, aufgrund von Anstiftung zur Prostitution und Verbindung zur Hamas, Al-Qaida und den Terroranschlägen auf das World Trade Center 1993 und dem Angriff auf das US-Schiff USS Cole , festgenommen. Ebenso ist bekannt, dass zwei der Attentäter von 9/11 mit Awlaki in Kontakt standen und er ihnen bei der Durchführung und Finanzierung des Anschlages half.

Die Botschaften des Anwar al-Awlaki

Awlaki, der selbst in vielen YouTube-Videos und Internet-Blogs zu finden war, machte es den jungen Muslimen in den westlichen Ländern immer sehr einfach: All seine Veröffentlichungen und Videos waren stets in Englisch, sodass ihn auch nicht arabisch sprechende Muslime verstehen konnten. Das half ihm eine große Gefolgschaft aufzubauen. Seine Videos nahmen häufig auch Bezug zu modernen Ereignissen oder der Popkultur. So wurde z.B. der Tod von Michael Jackson in einem YouTube Video für den heiligen Krieg genutzt.

Anwar Al-Awlaki. Quelle:
Anwar Al-Awlaki. Quelle: Muhammad ud-Deen derivative work: Greg A L via Wikimedia Commons

Dass seine Videos eine für ihn erfolgreiche Botschaft vermittelten, zeigt der Fall Faisal Shazad, der im Mai 2010 eine Autobombe am Time Square zünden wollte. Shazad erzählte den Ermittlern, dass er von Awlakis Online-Lektüren inspiriert wurde.Manche muslimischen Wissenschaftler sind über den Fall Awlaki aber überrascht, da er selbst kein islamisches „Training“ durchlief und auch nicht in Kreisen führender radikaler Islamisten verkehrte.

Awlakis Tod

Aber sein  Einfluss auf die jungen Muslime in Westeuropa und den USA brachten ihn ins Blickfeld der Ermittler. Als er im April 2010 öffentlich erklärte, dass es die Aufgabe jedes fähigen Muslimen wäre, den Dschihad gegen die USA zu führen, wurde er als erster Amerikaner auf die Liste der meistgesuchten Extremisten gesetzt und zur Festnahme oder Tötung ausgeschrieben.

Im September 2011 kam es dann auch zur Tötung Awlakis durch einen US-Drohnenagriff in Jemen. Bis heute bleibt er einer der wenigen Extremisten, die die neuen Medien des 21. Jahrhunderts gezielt für seine Kriegsführung eingesetzt hat. Ein Osama 2.0.


Wie steht Ihr zum Drohnenkrieg der USA? Sind sie angesichts der Eliminierung solch gefährlicher Personen nicht legitim? Schreibt Eure Meinung einfach in die Kommentare und lasst uns diskutieren.

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