Start Politik & Wirtschaft Politik Der 11. September, Geheimdienste und die Macht der Medien

Der 11. September, Geheimdienste und die Macht der Medien

Beim Alpenparlament-Kongress 2013 sprach Michael Vogt mit Dr. Andreas von Bülow über den 11. September, Zensur in den Medien, die Ukraine-Krise, Massenmanipulation und die US-Geheimdienstarbeit. Von Bülow ist ein ehemaliger Politiker, Sachbuchautor und war Mitglied der parlamentarischen Kontrollkommission der Nachrichtendienste. Er weiß demnach genau, wovon er spricht und äußert sich bereits seit Jahren sehr kritisch zur Arbeit der Geheimdienste. Seine Erkenntnisse zu den weltpolitischen Ereignissen der Vergangenheit, lest Ihr im folgenden Artikel.

Dr. Andreas von Bülow, Quelle: Wikipedia/Sir James
Dr. Andreas von Bülow, Quelle: Wikipedia/Sir James

Der 11. September war eine False Flag Operation

Der Anschlag auf das World Trade Center war ein tragisches Ereignis – mutmaßlich verübt von Terroristen. Glaubt man den Aussagen von Bülows, so handelte es sich um eine False Flag Operation, also eine Aktion, für die eine andere Partei verantwortlich gemacht wird.

Bereits kurz nach dem Anschlag meldeten sich die ersten Politiker zu Wort und erklärten, dass Osama bin Laden wohl dafür verantwortlich gewesen sei. Allerdings zweifelt von Bülow die Durchführbarkeit eines solchen Anschlages stark an. Rufen wir uns in Erinnerung, was eigentlich passierte.

World Trade Center unmittelbar nach den Anschläge, Quelle: Wikipedia/UpstateNYer
World Trade Center unmittelbar nach den Anschlägen, Quelle: Wikipedia/UpstateNYer

Am 11. September 2001 brachten zwei entführte Flugzeuge die Twin Towers in New York zum Einsturz. Ein weiterer Flugzeugangriff galt dem Pentagon, während das vierte Flugzeug durch den Piloten zum Absturz gebracht werden konnte. Das heißt, vier Flugzeuge flogen an diesem Tag abseits ihrer Flugroute – ungewöhnlich tief – in amerikanischem Luftraum – einige Zeit lang – und weder Luftfahrtbehörden noch das Militär haben entsprechend reagiert?! Von Bülow äußert sich dazu folgendermaßen:

Innerhalb von zwei Stunden soll der ganze Staatsapparat der Vereinigten Staaten, was Verteidigung angeht, total versagt haben. Das kann gar nicht sein.

Auch sämtliche, vormals in jenem Staatsapparat tätige Sachverständige teilen die Auffassung, dass es sich hierbei um eine False Flag Operation gehandelt haben muss. Auch in Michael Moores Dokumentation Fahrenheit 9/11 lassen sich Indizien für diese Behauptung finden: Beispielsweise wurde nach den Anschlägen der gesamte Flugverkehr in den USA untersagt. Doch 142 Saudis, darunter 24 Mitglieder der Bin Laden Familie durften das Land ungehindert verlassen. Würde man nicht wenigstens versuchen, Informationen von den Familienmitgliedern zu bekommen, wenn man einen mutmaßlichen Massenmörder fangen will?

Afghanistan, der Irak und die Jagd nach dem schwarzen Gold

Die Motivation für die mutmaßliche False Flag Operation könnte unter der Erde des Irak schlummern. Richard Clarke, Terrorexperte und ehemaliges Mitglied der United States National Security Council, fragte am 12. September 2011 wie gegen Al-Qaida zurückgeschlagen werden solle. Der Präsident gab ihm und seinem Stab zu verstehen, dass eine Beteiligung des Irak an 9/11 recherchiert werden solle. Es ging gar nicht um Al-Qaida, die von Osama bin Laden gegründete Terrorgruppe, oder Afghanistan, sondern lediglich um Saddam Hussein und den Irak. Dennoch musste auch Afghanistan angegriffen werden, da die Regierung Bin Laden angeblich unterschlupf gewährte. Doch warum schickte man Clarkes Angaben zufolge gerade einmal 11.000 Soldaten in den Krieg? Allein in Manhattan gab es zu diesem Zeitpunkt mehr Polizisten. Ging es da vielleicht gar nicht um die Ergreifung bin Ladens?

In Fahrenheit 9/11 werden die Handlungsmotive folgendermaßen dargestellt. Im Jahr 1997 trafen sich Vertreter der Talibanregierung in Texas mit der Führungsspitze von Unocal, einem US-Energieunternehmen, um über den Bau einer Erdgas-Pipeline vom Kaspischen Meer durch Afghanistan zu verhandeln. Nachdem der Einmarsch in Afghanistan abgeschlossen war, setzten die USA im Dezember 2011 einen neuen Präsidenten ein: Hamid Karzai – ein ehemaliger Berater von Unocal. Wenig später unterzeichneten alle Parteien den Pipeline-Deal, woraufhin ein Konzern namens Halliburton noch am selben Tag einen Kontrakt über Bohrungen im Kaspischen Meer abschloss. Geleitet wurde dieser vom damaligen US-Vizepräsidenten der Bush-Regierung: Dick Cheney.

Patrouille im Irak, Quelle: Wikipedia/High Contrast
Patrouille im Irak, Quelle: Wikipedia/High Contrast

Am 19. März 2003 drang die US-Armee in den Irak ein, obwohl dieser die Vereinigten Staaten weder angegriffen noch damit gedroht hat, sie anzugreifen. Vielleicht war der 11. September also das notwendige Ereignis, das im Strategiepapier des amerikanischen Think Tanks „The Next American Century“ beschrieben wurde. Dort zogen Mitglieder wie der ehemalige Vizepräsident Dick Cheney und der ehemalige stellvertretende Verteidigungsminister Paul Wolfowitz den Vergleich zu Pearl Harbor.

Pearl Harbor nur ein Schachzug?

Nach von Bülows Auffassung war Pearl Harbor ebenfalls ein manipuliertes Ereignis. Präsident Franklin D. Roosevelt soll mit seinen Kollegen diskutiert haben, wie man die Japaner im zweiten Weltkrieg stellen könne ohne selbst den Krieg erklären zu müssen. Also wurde über sie ein vollständiges Öl-Embargo verhängt und sämtliche japanische Konten eingefroren. Daraufhin trat Japan in den Krieg ein und flog den Angriff auf Pearl Harbor. Für Roosevelt war dieser Militärschlag enorm wichtig, um das kriegsunwillige Volk erneut für einen weiteren Kampf begeistern zu können. Und möglicherweise wusste er im Vorfeld von dem Angriff. Dafür spräche zumindest, dass die drei modernen Flugzeugträger am Morgen des Angriffes nicht im Hafen ankerten.

Wracks im Pearl Harbor, Quelle: Wikipedia/Cobatfor
Wracks im Pearl Harbor, Quelle: Wikipedia/Cobatfor

Professor Samuel Huntington, ein ehemaliger intellektueller Berater der CIA, beschrieb in seinem Buch „The Clash of Civilisations“ bereits, dass der Westen nach dem Niedergang der Sowjetunion einen neuen Feind brauche – den Islam. Seit dem 11. September hat sich die Frequenz der negativen Berichterstattung über den Islam stark erhöht: Täglich flackern Meldungen über islamistische Terroristen, Salafisten und Hassprediger sowie die zunehmende Islamisierung Deutschlands über die Fernsehbildschirme. Dass diese Dinge nichts mit dem eigentlichen Islam zu tun haben, wird dabei allerdings verschwiegen. Es geht lediglich darum, Angst zu verbreiten und militärische Aktionen so zu legitimieren. Insofern spielen die Medien eine wichtige Rolle, denn das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit.

Massenmanipulation durch die Macht der Medien

Doch warum berichtet die Weltpresse kaum bis gar nicht über diese Dinge? Ist es denkbar, dass die Medienlandschaft geschlossen nur die westlichen Interessen propagiert? In der Tat gab es nach dem 11. September nur wenige Journalisten, die vermeintliche Tatsachen hinterfragten. Von Bülow beschrieb die Berichterstattung als totale Gleichschaltung. Jegliche kritische Stimmen wurden sofort als Verschwörungstheoretiker gebrandmarkt bis sie verstummten bzw. nicht mehr ernst genommen wurden.

Dass auch in Deutschland nicht von einer unabhängigen Presse gesprochen werden kann, macht von Bülow am Beispiel der Bild-Zeitung deutlich. Diese wurde nach seinen Angaben mit 7 Millionen US-Dollar von der CIA gegründet. Indirekt gab ein Bild-Reporter gegenüber von Bülow zu, dass Mitarbeiter einen Vertrag unterschreiben müssen, der einschließt, sich nicht kritisch über die USA oder Israel zu äußern.

Doch damit nicht genug. Die CIA gab bereits zu, über mehr als 300 Journalisten in diversen Redaktionen zu verfügen. Neben den eigenen Untersuchungen kann der US-Geheimdienst auch auf Ergebnisse des weltumspannenden Abhörnetzes der NSA zurückgreifen. Aufgrund dieses Informationsvorsprungs sind die fraglichen Redakteure in der Lage, Konflikte gezielt zu befeuern und Krisen zu schüren. Andere Journalisten verfügen zu diesem Zeitpunkt in der Regel nicht über zusätzliche oder gar gegenteilige Informationen und können lediglich nachlaufen.

Die Arbeit der CIA

Allerdings beschränken sich die Aktionen des CIA nicht nur auf die Manipulation der Medien. Von Bülow geht davon aus, dass die Amerikaner insgesamt mindestens 50 Staatsregierungen durch Putsche gestürzt haben. Welche Techniken dabei zum Einsatz kommen, beschreibt er am Beispiel der Ukraine.

Zunächst müssen unterschiedliche Interessen in einem Land ausgenutzt und ein Konflikt zwischen Bevölkerungsteilen angeheizt werden. Zudem werden Militärs benötigt, die einen Putsch tatsächlich durchführen können. Ruft man sich den Verlauf der Ukraine-Krise und die Interessen der USA in Erinnerung, wird man feststellen, dass von Bülows Schilderungen zutreffen könnten. Dessen Auffassung ist, dass der Konflikt in Think Tanks der Vereinigten Staaten vorbereitet wurde. Doch solche Aktionen müssen finanziert werden. Wie sonst könnte sich eine über Wochen protestierende, kämpfende Bevölkerung ernähren?

CIA-Zentrale, Quelle: Wikipedia/Sdverv
CIA-Zentrale, Quelle: Wikipedia/Sdverv

Häufig sollen die finanziellen Mittel für die verdeckten Aktionen des US-Geheimdienstes aus dem Drogenhandel stammen. Als Anfang dieser Geschäfte bezeichnet von Bülow den Vietnamkrieg. Die CIA soll Bergstämme für den Anbau von Rohopium, also Mohn, bezahlt haben. Im Gegenzug versorgten die Amerikaner sie mit Waffen für den Kampf gegen den Vietcong. Die Rohmasse soll dann durch nicht hoheitlich gekennzeichnete Hubschrauber zu den Raffinerien in Thailand befördert worden sein. Unter anderem über auf diesem Weg gewonnene Drogen soll sich die CIA seit Jahren im Rahmen der organisierten Kriminalität Kapital beschaffen.

Allerdings sei die Ukraine kein Einzelfall. Drei Wochen nach dem 11. September erfuhr der damalige Nato-Oberbefehlshaber, dass US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld den Befehl gegeben haben soll, in mindestens acht Ländern militärisch einen Regimewechsel zu organisieren. Dabei nannte Andreas von Bülow auch Lybien, Syrien, den Libanon und den Iran. Auch von außen lässt sich beobachten, wann sich der nächste Putsch ankündigen könnte. Denn im Vorfeld werden die Medien über Wochen hinweg mit Berichten über die untragbaren Zustände und die Verfehlungen von Regierungen bestimmter Länder überschwemmt.

Wie viel Wahrheit in diesen Zeilen steckt, lässt sich wohl nur schwer nachweisen. Doch leicht von der Hand zu weisen sind die Schilderungen definitiv nicht. Die vollständigen Thesen von Dr. Andreas von Bülow könnt Ihr in „Die CIA und der 11. September: Internationaler Terror und die Rolle der Geheimdienste“ nachlesen.

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