Start Sonstiges Esskultur als sozialer Kitt der modernen Gesellschaft

Esskultur als sozialer Kitt der modernen Gesellschaft

Essen und Trinken gehören zu den zentralen menschlichen Grundbedürfnissen. Sie sind für die Nährstoffaufnahme und die Aufrechterhaltung der lebenswichtigen Körperfunktionen unerlässlich. Nahrung aufzunehmen bedeutet jedoch noch viel mehr: Lebensqualität, Freude, Leistungsfähigkeit, Gesundheit und Entspannung sind eng mit der individuellen Esskultur verknüpft.

Im Zeitalter der Digitalisierung wird der Arbeitsalltag zunehmend flexibel und dynamisch. Das gilt nicht nur für die Kommunikation über mobile Geräten; auch die Mahlzeiten werden auf der Straße, im Auto oder vor dem Bildschirm eingenommen. Feste Essenszeiten und Mahlzeiten im Kreis von Familie und Freunden werden dagegen immer seltener. Unterschiedliche Lern- und Arbeitszeiten, sich ändernde Geschlechterrollen sowie die ausgedehnte Mediennutzung sind nur einige Gründe für diese gesellschaftliche Entwicklung.

Gemeinsame Mahlzeiten als soziales Lagerfeuer

Als Gemeinschaftserlebnis können Mahlzeiten jedoch wichtige Stabilisatoren für das soziale Miteinander sein. Ob das gesellige Abendbrot mit der Familie, ein Grillfest in der Nachbarschaft oder das Kochen mit Freunden: Gemeinschaftliches Essen ist ein sinnstiftender und verbindender Teil des sozialen Lebens. Das „soziale Lagerfeuer“ bietet nicht nur Raum für Gespräche, sondern hat auch diverse psychologische Effekte. So fördert es das seelische und körperliche Wohlbefinden. Darüber hinaus kann es ein wichtiges Hilfsmittel bei der Erziehung von Kindern sein. Und auch Unternehmen setzen gemeinsame Essen immer häufiger zur Teambildung ein – schließlich verbessern sich dadurch in der Regel Zusammenhalt und Arbeitsleistung der Mitarbeiter.

Initiativen für gesellschaftliche Esskultur

Mahlzeiten gemeinsam einzunehmen hat eine lange Tradition, die bis in die Zeit der Jäger und Sammler zurückreicht. Derzeit entstehen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen Initiativen, die dem Wunsch nach mehr Gemeinschaft am Essenstisch Rechnung tragen: Gemeinsames Afterwork-Kochen, Mitesszentralen, Integratives Kennenlern-Kochen oder Initiativen wie das Hashtag #enjoytogether wollen das menschliche Bedürfnis nach sozialer Einbettung und geteiltem Genuss erfüllen.

Selbst aktiv werden

Das gemeinschaftsfördernde Potenzial geselliger Mahlzeiten kann bereits durch einfache Maßnahmen im Alltag gestärkt werden:

  • Mache gemeinsame Mahlzeiten zur Priorität und plane feste Zeiten dafür ein. Fördere die Interaktion und binde Freunde oder Familienmitglieder bei der Vorbereitung des Essens mit ein.
  • Ein sauber gedeckter Tisch, frische Zutaten und neue Rezepte erhalten die Motivation.
  • Das Smartphone bleibt beim Essen in der Tasche – deine Gesellschaft hat deine ungeteilte Aufmerksamkeit.
  • Beteilige dich an Angeboten oder Formaten, die auch Alleinlebenden die Teilhabe an gemeinsamen Mahlzeiten ermöglichen

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