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Opfer häuslicher Gewalt

Häusliche Gewalt hat in den letzten Jahren wieder deutlich zugenommen. Zu einem auch durch die hohe Flüchtlingswelle, die uns ereilte. Aber die Gewalt durch den eigenen Partner ist ebenso ein deutsches Problem. In vielen Haushalten gehört sie zum normalen Bild. Betroffen sind in der Regel Frauen und Kinder. Auffallend ist aber auch, dass immer mehr Männer Opfer häuslicher Gewalt werden.

Lagen in Deutschland die Zahlen 2013 noch bei 120.000 gemeldeten Fällen, waren es 2017 bereits 132.000. Die Dunkelziffer liegt um einiges höher. Das zeigt auch das Bild für 2018 – die Tendenz steigt. Die Frauenhäuser sind überbelegt, lange Wartezeiten machen es für die Betroffenen besonders schlimm. Obwohl die Gesetze 2002 in diesem Bereich deutlich verschärft wurden, fehlt es den Strafverfolgungsbehörden an Durchgriffsmöglichkeiten. Vor allem deshalb, da die Opfer meistens keine Anzeige erstatten oder diese später wieder zurückziehen. Wenn Männer Opfer häuslicher Gewalt werden, spricht kaum jemand darüber. Doch genau diese Zahlen steigen. Dabei ist auffällig, dass der Anteil der männlichen Opfer in der Altersgruppe von 30 bis 39 und von 40 bis 49 Jahren in den Statistiken immer sehr hoch liegt. Etwa 20 bis 30 Prozent entfallen dabei auf einen Mann als Opfer.

Welche Arten häuslicher Gewalt

Denken wir an die häusliche Gewalt, sehen wir zunächst Misshandlungen. Also Schläge und Vergewaltigungen. Tatsächlich stehen diese meistens im Fokus, aber es muss nicht immer nur die körperliche Gewalt sein. Auch Mobbing in der Familie gehört zur häuslichen Gewalt und nicht immer ist es der Partner beziehungsweise die Partnerin. Manchmal ist es auch ein Nachbar oder ein Verwandter.

Illustration von Gewalt gegen Frauen, der sich die Opfer oft nur schwer entziehen können.

Immer öfters kommt es sogar durch den Ex-Partner zu dieser Form der Gewalt. Trennungen verlaufen häufiger mit Gewalt. Vorwiegend wird diese Gewalt durch männliche Täter ausgeübt. Das reicht von Schlägen, Beschimpfungen bis hin zur Vergewaltigung. Hier nehmen die Zahlen ebenfalls zu. Es wäre allerdings falsch, vorwiegend ausländische Täter in diesem Bereich zu erkennen. Ob Deutsche oder Ausländer, die Zahlen unterscheiden sich nur geringfügig. Häusliche Gewalt ist also kein Problem einer anderen Kultur oder Religion. Es ist ein gesellschaftliches Phänomen, das immer weniger thematisiert wird.

Frauenhäuser sind voll

In den Frauenhäusern sind nicht nur junge Frauen zu finden. Sie werden immer älter. Die Anzahl der über 60-jährigen nimmt in den Hilfeeinrichtungen zu. Schlimmer noch sieht es in den Männerhäusern aus. Jahrelang hat die Regierung diesen Punkt verharmlost. So gibt es bis heute gerade einmal 2 – 4 Männerhäuser mit nur wenigen Belegungsmöglichkeiten.

Alles fängt mit der großen Liebe. Die Gewalt beginnt nicht einfach so, sondern entwickelt sich sukzessiv. Doch häusliche Gewalt ist viel mehr als Schläge. Neben der körperlichen Gewaltausübung ist es vor allem die verbale und psychische Gewalt, die ausgeübt wird, aber letztlich nie nach außen erscheint. Eingegriffen werden kann immer nur, wenn die psychische in physische Gewalt umschlägt. Doch die Opfer sind meistens so abhängig. Sowohl emotional als auch finanziell, dass sie es den Tätern eine lange Zeit verzeihen.

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