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Die Steinwährung der Insel Yap – Wer braucht schon Papiergeld?

Eine Welt ohne Papiergeld – ohne Euro und Dollar – ist heute kaum mehr vorstellbar aber das es auch anders gehen kann, zeigen uns die Bewohner der Insel Yap, die als Währung bis zu 5 Tonnen schwere Steine genutzt haben und auch immer noch als offizielles Zahlungsmittel akzeptieren.

Die Steinwährung Rai auf Yap

Yap ist eine kleine Insel im Westpazifik, liegt ca. 1.300 km vor Neuguinea und ist Teil der Föderierten Staaten von Mikronesien. Das historische Tauschmittel der Inselbewohner war schon immer der Rai, ein Steinrad mit unterschiedlich großem Durchmesser und einem Loch in der Mitte, um den Stein mithilfe von Stangen besser transportieren und tauschen zu können.

Das Steingeld der Insel Yap - Quelle: Eric Guinther
Das Steingeld der Insel Yap – Quelle: Eric Guinther

Da die Steinwährung aber ein Durchmesser von bis zu 4 Meter und ein Gewicht von bis zu 5 Tonnen annehmen kann, wurde schnell klar, dass solch eine alternative Währung ziemlich umständlich und kostenintensiv zu handeln ist. Entsprechend kamen die Bewohner der Insel Yap auf die clevere Idee, dass bei einem Tauschgeschäft der Stein nicht tatsächlich physisch von einem Inselbewohner zum anderen Inselbewohner wechseln muss, sondern dass es doch ausreicht, wenn jeder weiß, dass der Stein nun im Eigentum einer anderen Person ist.

Bei jedem Tausch blieben die Steine also wo sie waren und nur der Eigentumsanspruch änderte sich immer. Da so eine Bezahlung mittlerweile aber nicht mehr zeitgemäß ist, verfügt Yap nun auch über eine „richtige“ Geldwährung. Trotzdem ist es auf der Insel immer noch möglich mit seinen Steinen zu zahlen. Deren Wert ist aber mittlerweile stark gesunken, da immer mehr Kaufleute Steine in das Land gebracht haben, um so von den Einwohner Land abzukaufen.

Eine interessante Währung in einem interessanten Land aber leider doch keine richtige Alternative für unseren Euro. Die Steinwährung der Insel Yap. Wer aber nicht nur mit Steinen handeln möchte sondern auch mehr über Crypto-Currencies erfahren möchte, der sollte sich auch unseren Bitcoin Artikel durchlesen.

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5 KOMMENTARE

  1. […] Die Steinwährung der Insel Yap – Wer braucht schon Papiergeld Wie, was, Bonität? Ja. Wer einen Kredit haben will, muss bonitätsfähig, das heißt zuverlässig sein. Er muss der Bank beweisen können, dass er in der Lage ist, sein Darlehen in einem festgelegten Zeitraum zurückzuzahlen. Meistens benötigt man dafür ein regelmäßiges Einkommen oder einen kreditwürdigen Geldgeber, der für einen bürgt. Ob jemand bonitätsfähig oder kreditwürdig ist, wird im Vorfeld von der Bank überprüft. […]

  2. […] Die Steinwährung der Insel Yap – Wer braucht schon Papiergeld? Bisher waren die Forscher davon ausgegangen, dass uns Erbinformationen der Neandertaler vor allem resistent machen gegen Kälte und graue, kurze Tage. Denn genau das war es, was Homo sapiens in Europa vorgefunden hat, als er mit seinesgleichen von Afrika aus immer weiter gen Norden marschierte. Vor 70.000 bis 60.000 Jahren erreichte er gemäß der Out-of-Africa-Theorie die Levante, vor 40.000 Jahren dürften unsere Vorfahren Mitteleuropa erreicht haben. Der Neandertaler – in gewisser Weise ja auch unser Urahn – war schon längst da. Er war der Out-of-Africa-Theorie zufolge in einer früheren Auswanderungswelle vom Schwarzen Kontinent in unsere Breiten übergesiedelt, wo er wahrscheinlich vor 125.000 Jahren angekommen war. […]

  3. […] Die Steinwährung der Insel Yap – Wer braucht schon Papiergeld? Früher bestand der Anspruch auf die gesetzliche Rente mit 65, mittlerweile mit 67 Jahren. Wohin geht die Reise, fragt sich da vor allem die junge Generation. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft stellt die 73 als zukünftige Alterszahl in den Raum. Finanzminister Schäuble hält es für sinnvoll, das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln. Und die steigt bekanntermaßen stetig an. […]

  4. […] Die Steinwährung der Insel Yap: Wer braucht schon Papiergeld? Das begann damit, dass die Herrscher neu eroberte Gebiete geräuschlos in das Inka-Reich eingliederten. In diesem Fall heißt das, dass die Völker ihre Sprache und Kultur behalten durften. Es handelte sich also um einen Vielvölkerstaat. Um eine einheitliche Währung zu etablieren, hätte es vermutlich einer Gewaltherrschaft bedurft, denn sobald persönlicher Besitz ins Spiel kommt, geraten die Dinge ins Ungleichgewicht. Das lehren uns viele Beispiele aus der Geschichte. Die Inka machten ihr Reich stattdessen zu einem Beamtenstaat, in dem penible Aufzeichnungen über landwirtschaftliche Ressourcen Pflicht waren. […]

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