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Die verrücktesten Wissenschaftler aller Zeiten

Wer waren eigentlich die verrücktesten Wissenschaftler in der Geschichte der Menschheit und welche unglaublichen Experimente haben sie durchgeführt? Diese Frage hat uns viele Nächte nicht ruhig schlafen lassen und endlich haben wir die Antwort gefunden. Wir präsentieren euch deshalb die verrücktesten Wissenschaftler aller Zeiten und ihre noch verrückteren Experimente. Aber bitte denkt daran. Alle Experimente sind garantiert nicht zur Nachahmung empfohlen.

Der Biss einer Schwarzen Witwe

Was passiert eigentlich mit dem menschlichen Körper, wenn er von einer Schwarzen Witwe, eine Gruppe der giftigsten Spinnen dieser Welt, gebissen wird? Diese Frage stellte sich Allan Walker Blair 1933 und hatte darauf nur eine Antwort. Er musste seinen Körper der Wissenschaft zur Verfügung stellen und ließ sich deshalb für 10 Sekunden von einer Schwarzen Witwe beißen.

Die Schwarze Witwe als Teil eines Experiments.
Klein aber gefährlich. Spinnen der Gattung Schwarze Witwe.

Das Ergebnis des verrückten Wissenschaftlers war eindeutig. Bereits nach wenigen Minuten fiel es Allan Walker Blair schwer, zu atmen und schwere Krämpfe überzogen seinen ganzen Körper. Ein gesunder Menschenverstand rät einem in diesem Moment sofort den Arzt aufzusuchen aber im Namen der Wissenschaft quält man sich gern auch weitere Stunden mit dem Gift der Schwarzen Witwe im Körper. Als es allerdings zu einem starken Abfall des Blutdrucks von Allan Walker Blair kam und er ohnmächtig wurde, ließ er sich ins Krankenhaus schaffen.

Dort angekommen verheimlichte er allerdings zuerst den Biss der Schwarzen Witwe und brachte den Arzt somit dazu, ein Elektrokardiogramm bei ihm durchzuführen. Dieses konnte er später mit einem vor dem Biss angefertigten Elektrokardiogramm vergleichen und entdeckte, dass trotz Biss sein Herz relativ gleichmäßig weiter schlug. Ansonsten war die Erkenntnis aus dem Experiment sehr eindeutig. Der Biss einer Schwarzen Witwe ist für den Menschen sehr giftig. Na wer hätte das gedacht?

Abhängen mit Nicolas Minovici

Im Vergleich zu dem Rumänen Nicolas Minovici erscheint die Idee, sich von einer Schwarzen Witwe beißen zu lassen als ziemlich klug – wenn nicht sogar genial. Minovici stellte sich nämlich die Frage, was mit dem Menschen passiert, wenn er am Strick erhängt wird. Das Problem war allerdings, dass er leider nur die bereits toten Körper der Erhängten untersuchen durfte und somit nicht analysieren konnte, was während des Hängens passiert.

Die einzige Lösung, die ihm einfiel, war sich selbst am Strick zu erhängen. Über 2 Wochen hing er deshalb, zusammen mit seinen Partnern im Labor ab und untersuchte die Folgen des Erhängens. Das Forschungsergebnis des verrückten Wissenschaftlers? Die ganze Sache ist sehr schmerzhaft und führt zum Tod. Keiner der Wissenschaftler hielt die Sache mehr als 2 Sekunden aus. Unglaublich, was man nicht alles im Namen der Wissenschaft macht. Garantiert einer der verrücktesten Wissenschaftler aller Zeiten.

Ein Bandwurm als Vorspeise

Giovanni Battista Grassi führte 1878 gerade eine Autopsie durch, als er bemerkte, dass die Leiche vor ihm voller Bandwurmeier war. Da man zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau wusste, wie man sich mit einem Bandwurm infizieren konnte, startete Giovanni Battista Grassi einen Selbstversuch. Er aß 100 Bandwurmeier, die er aus dem Magen der Leiche entnommen hatte.

Auf jeden Fall appetitlicher als ein Bandwurm.
Auf jeden Fall appetitlicher als ein Bandwurm.

Es dauerte nicht einmal einen Monat bis Giovanni Battista Grassi die Folgen einer Bandwurminfektion spürte. Er fühlte sich schwach und er hatte einen übermäßigen Appetit auf Essen. Grassi nahm natürlich sofort Medikamente zur Beseitigung des Bandwurms und konnte sich nun sicher sein, dass die Infektion aufgrund der Bandwurmeier stattgefunden haben muss.

Als wäre dieses Experiment aber nicht schon verrückt genug, nutzten später weitere Wissenschaftler ihren Körper als Wirt zur Zucht von Bandwürmern. Es reichte schließlich nicht aus zu wissen, wie sich der Mensch infizieren kann, sondern man wollte den Bandwurm selbst auch besser untersuchen. Der letzte bekannte Fall einer selbstverursachten Infektion durch einen Bandwurm fand außerdem 1984 statt, als ein Wissenschaftler die Bandwurmeier aus dem Gehirn eines Hirsches entnahm, um diese dann zu essen. Wohl bekomms.

Der erste Herzkatheder der Welt

Kann man sich eigentlich einen Katheder bis zum Herzen legen, um dann Medikamente direkt weiterleiten zu können? Eine berechtigte Frage dachte sich Werner Forßmann 1932, als er einen offiziellen Antrag zur Durchführung des Experimentes bei seiner Universität einreichte. Seine Vorgesetzten gingen aber davon aus, dass das Experiment die Versuchsperson umbringen würde, sodass sie das Vorhaben ablehnten.

Eine echte Herzensangelegenheit - das Experiment von Werner Forßmann.
Eine echte Herzensangelegenheit – das Experiment von Werner Forßmann.

Um das Experiment dennoch durchzuführen, überredete er eine Krankenschwester ihm das nötige Equipment aus dem Krankenhaus zu stehlen, sodass er es an sich selbst ausprobieren konnte. Die Krankenschwester hatte allerdings bedenken, dass Werner Forßmann an seinem eigenen Herzen experimentierte und bot ihm deshalb ihren eigenen Körper an. Why not?

Während der Operation gab Forßmann vor, er würde das Experiment an der Krankenschwester durchführen aber führte sich den Katheder stattdessen selbst ein. Von seinem Ellbogen aus führte er den Katheder entlang seiner Vene über 65 Zentimeter weit zu seinem Herzen. Als die Krankenschwester alles mitbekam, half sie Forßmann und lief mit ihm!!! zum Schluss zum röntgen, sodass er prüfen konnte, ob der Katheder richtig platziert war. Das Experiment von Werner Forßmann führte zu einem Umdenken in der Medizin und war der Beginn der Herzkathedertechnik. 1956 wurde er für dieses unglaubliche Experiment sogar mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet.

Mit voller Geschwindigkeit voraus

Nicht immer muss man Würmer essen oder sich von giftigen Spinnen beißen lassen, um etwas für die Wissenschaft zu tun. Manchmal reicht es auch einfach aus, bei Schallgeschwindigkeit den Schleudersitz seines Flugzeugs zu betätigen. 1947 ging man noch davon aus, dass der Mensch dabei sterben würde aber so richtig sicher war man sich nie. Von der wissenschaftlichen Neugier geweckt entschied sich John Paul Stapp deshalb zu einem interessanten Experiment.

Die US Airforce entwickelte einen Apparat der John Paul Stapp auf eine Höchstgeschwindigkeit beschleunigte und dann abrupt abbremsen ließ. Das Experiment startete noch relativ harmlos mit 145 km/h aber wurde aber bis zu 1.017 km/h erhöht. John Paul Stapp erlitt währenddessen mehrere Verletzungen. Von gebrochenen Rippen bis hin zum Verlust seiner Sehfähigkeit (seine Augen sind fast aus dem Kopf herausgefallen) war alles dabei, was man sich an schmerzhaften Erfahrungen vorstellen kann.

Erbrochenes trinken im Namen der Wissenschaft

Stubbins Ffirth hatte eine schlimme Zeit hinter sich, als in seiner Heimatstadt Philadelphia im 19. Jahrhundert das Gelbfieber ausbrach. Er erkannte allerdings, dass die Krankheit wesentlich häufiger im Sommer auftrat als im Winter, was ihn zu der Schlussfolgerung führte, dass die Krankheit nicht ansteckend sein kann – sonst müsste es ja genauso viele Krankheitsfälle im Winter wie im Sommer geben.

Um seine Vermutung zu bestätigen , entschied sich der verrückte Wissenschaftler zu einem noch verrückterem Experiment. Er sammelte Körperflüssigkeiten von Gelbfieberpatienten wie Urin, Schweiß, Blut oder Erbrochenem und rieb sich damit offene Wunden an seinem Körper ein, tropfte es in sein Auge oder trank – warum auch nicht – das Erbrochene der Patienten. Unglücklicherweise waren die Gelbfieberpatienten aber alle in einem späten Krankheitsstadium, sodass sich Stubbins Ffirth nicht mit der Krankheit ansteckte und zu der Erkenntnis kam, dass Gelbfieber nicht ansteckend sei.

Heute weiß man, dass Gelbfieber sehr wohl ansteckend ist und nur deshalb im Sommer häufiger vorkommt, da die Krankheit in den meisten Fällen durch Moskitos übertragen wird. Die Strapazen von Stubbins Ffirth waren also vollkommen umsonst. Dennoch bleibt er einer der verrücktesten Wissenschaftler aller Zeiten mit einem der unglaublichsten Experimente.


Unglaublich auf welch dumme Ideen die Menschheit bereits gekommen ist. Der Fall von Werner Forßmann zeigt allerdings, dass man manchmal auch unkonventionelle Wege gehen muss, um einen Paradigmenwechsel in der Wissenschaft zu verursachen. Was haltet ihr aber von den Experimenten? Welche davon kanntet ihr bereits und welches Experiment schätzt ihr am verrücktesten ein? Schreibt uns eure Meinung dazu doch einfach in die Kommentare und lasst uns diskutieren.

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5 KOMMENTARE

  1. […] Die verrücktesten Wissenschaftler aller Zeiten Es geht um die Frage, wie gut der Mensch auf dem Mond leben kann und dafür ist es, nach Aussage der NASA, zuerst notwendig herauszufinden, wie gut Pflanzen auf dem Erdtrabanten überleben können. Wenn ein kleiner Sprössling auf dem Mond gedeihen kann, dann kann auch der Mensch dort leben. Aus diesem Grund erforscht die NASA, wie lebensfähig Pflanzen unter erdfremden Bedingungen sind. […]

  2. […] Die verrücktesten Wissenschaftler aller Zeiten Während man von den folgenden Platzierungen eventuell noch nie etwas gehört hat, dürfte Stephen Hawking jedoch den meisten bekannt sein. Umso überraschender ist es jedoch, dass der eventuell bekannteste intelligenteste Mensch der Welt „lediglich“ einen IQ von 160 besitzt und somit nur Platz 10 der intelligentesten lebenden Menschen weltweit einnimmt. Verstecken muss sich Stephen Hawking hinter dieser Platzierung allerdings auf keinen Fall. Mit seinem IQ von 160 ist er nämlich genauso intelligent wie der vielleicht größte Wissenschaftler des letzten Jahrhunderts: Albert Einstein. Mit seinen mittlerweile 76 Jahren konnte Hawking in seinem wissenschaftlichen Leben bereits viel erreichen. […]

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